2. Frauen-Bundesliga

Berliner Spitzenteams siegen im Gleichschritt

04.10.2026
Eine Menge Grund zum Jubeln: Viktoria Berlin feiert den 6. Sieg in Serie Foto: imago

Viktoria Berlin führt auch nach dem 8. Spieltag die Tabelle der 2. Frauen-Bundesliga an. Das Team von Trainer Miren Catovic ging beim 2:0 (2:0) in der Partie bei Borussia Mönchengladbach schon zum sechsten Mal in Folge mit der vollen Punktausbeute vom Feld.

In Mönchengladbach legten die Gästinnen aus der Hauptstadt schon früh den Grundstein für den Erfolg. Beide Treffer gingen bereits in der Anfangsphase auf das Konto von Melina Reuter (1./7., Foulelfmeter). Die Viktoria verteidigte damit aufgrund der um zwei Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen Stadtrivalen und Aufsteiger Hertha BSC erneut die Spitzenposition.

Die Herthanerinnen behielten gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim 3:1 (1:1) die Oberhand. Elfie Wellhausen (4.), Führende der Torschützenliste, leitete mit ihrem siebten Saisontreffer den siebten Dreier in Folge ein. Zwar konnte Madita Röhrl (40.) für die Hoffenheimerinnen zwischenzeitlich ausgleichen. Hertha BSC zog im zweiten Durchgang aber noch durch Tore von Johanna Seifert (49.) und Amelie Blättner (72.) davon.

Remis für Bochum und Essen

Der FC Ingolstadt blieb zum vierten Mal nacheinander unbesiegt. Die Schanzerinnen trotzten dem ambitionierten Tabellendritten VfL Bochum ein 3:3 (1:1) ab. Nach den beiden Treffern von FCI-Kapitänin Stefanie Reischmann (20./47.) meldeten sich die Bochumerinnen jeweils durch Rana Okuma (35.) und ein Eigentor von Leonie Haberäcker (71.) zurück. Auch das dritte Ingolstädter Führungstor durch Emma Kusch (75.) konnte Ebla Gouriye (87.) für den VfL noch ausgleichen. Auf einen Dreier im Rennen um die vorderen Plätze wartet der VfL Bochum nun aber schon seit drei Begegnungen (zwei Zähler). Der Rückstand auf einen Aufstiegsplatz ist auf vier Punkte angewachsen.

Mit einem Zähler musste sich auch die viertplatzierte SGS Essen zufriedengeben. Der langjährige Frauen-Bundesligist trennte sich in einem Verfolgerduell vom SV Meppen 1:1 (0:1). Anouk Blaschka (41.) ließ zunächst die Emsländerinnen nach zuvor nur einem Zähler aus drei Begegnungen auf den Dreier hoffen. Kyra Spitzner (67., Foulelfmeter) gelang noch der Ausgleich. Fast hätten die Essenerinnen sogar das Spiel gedreht. Karla Brinkmann scheiterte aber mit einem weiteren Foulelfmeter an SVM-Torhüterin Carla Steenken (83.). Die SGS Essen liegt nun vier Punkte hinter den beiden Aufstiegsplätzen zurück. Der SV Meppen hat drei weitere Zähler weniger auf dem Konto.

Debüt nach Maß für Gallai

Dem SC Sand gelang ein Schritt weg von der Gefahrenzone der Liga. Der 1:0 (1:0)-Auswärtserfolg beim FC Carl Zeiss Jena war nicht nur der erste Dreier seit vier Spielen (zwei Punkte). Der neue Trainer Gabor Gallai, der schon bei der TSG Hoffenheim in der Google Pixel Frauen-Bundesliga an der Seitenlinie gestanden hatte, legte damit auch einen optimalen Einstand hin. Melissa Ugochukwu (36.) sicherte dem SC Sand mit ihrem Treffer die volle Ausbeute. Der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt nun sieben Zähler.

Die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt konnte einen Mitkonkurrenten um den Klassenverbleib auf Abstand halten. Die Hessinnen holten ein 0:0 beim 1. FFC Turbine Potsdam. Das Polster der Frankfurterinnen auf einen Abstiegsplatz beträgt somit weiterhin drei Zähler. Überschattet wurde die Partie von einem Zusammenprall in der 57. Minute zwischen Potsdams Sofia Noesgaard und Eintrachts U 23-Nationaltorhüterin Janne Krumme. Beide Spielerinnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Formkurve der SG 99 Andernach zeigt weiter nach oben. Mit dem 3:1 (2:1) bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln legte das Team von Trainerin Isabelle Hawel erstmals in dieser Saison nach einem Sieg auch etwas Zählbares nach. Ina Keller (18.) und Carolin Schraa (42.) brachten Andernach auf Kurs. Nachdem Alexandra Scheffler (45.+2) für das Schlusslicht verkürzt hatte, stellte der Partie den alten Abstand wieder her.

Kategorien: 2. Frauen-Bundesliga

Autor: mspw