Google Pixel Frauen-Bundesliga

Bei 5:0 gegen Stuttgart: FC Bayern baut Rekord aus

19.10.2026
Ungefährdeter Heimsieg: FC Bayern gewinnt 5:0 gegen Stuttgart Foto: DFB/dpa Picture-Alliance

Titelverteidiger FC Bayern München führt die Tabelle in der Google Pixel Frauen-Bundesliga auch nach dem 7. Spieltag an. Das Team von Trainer José Barcala behielt gegen den Aufsteiger VfB Stuttgart 5:0 (2:0) die Oberhand und verdrängte mit jetzt optimalen 21 Punkten den zwischenzeitlich vorbeigezogenen Vizemeister VfL Wolfsburg (18 Zähler) wieder von der Spitze.

Vor 2500 Zuschauer*innen am ausverkauften FC Bayern Campus brachte ein Doppelschlag durch Nationalspielerin Linda Dallmann (14.) und Pernille Harder (16.) die Münchnerinnen im ersten Pflichtspielduell beider Vereine schnell auf Kurs. Nach der Pause schraubten Klara Bühl (49.), erneut Pernille Harder (59.) und Edna Imade (89.) das Ergebnis für die sehr dominanten Gastgeberinnen weiter in die Höhe.

Nach dem siebten Sieg im siebten Saisonspiel ist der FC Bayern inzwischen schon seit 49 Ligapartien in Folge ungeschlagen und baute damit den eigenen Rekord weiter aus. Zuletzt gingen die zweimaligen Doublesiegerinnen am 12. Oktober 2024 (0:2 beim VfL Wolfsburg) leer aus, sind also seit mehr als zwei Jahren in nationalen Wettbewerben unbesiegt.

Schneck: "Absolut chancenlos"

"Ich genieße die Spiele sehr", sagte Nationalspielerin Klara Bühl im Interview mit SPORT1. "Das Selbstvertrauen stimmt, es macht großen Spaß. Auch wenn wir einige Ausfälle zu beklagen haben, die uns weh tun, machen wir es mit unserem Teamspirit wett und haben immer noch herausragende Spielerinnen auf dem Platz. Wir zeigen in jeder Partie, dass wir erneut das Double holen und in der Champions League bestmöglich abschneiden wollen."

VfB-Trainer Nico Schneck erklärte: "Die Bayern waren von Beginn an griffig und sehr präsent in den Zweikämpfen. Wir waren über weite Strecken des Spiels zu passiv und zum ersten Mal in dieser Saison absolut chancenlos. Wir wissen aber auch, dass der FC Bayern nicht unser Gradmesser ist. Schon am Samstag haben wir gegen Eintracht Frankfurt die Möglichkeit, eine Reaktion zu zeigen und es besser zu machen."

Zadrazil zurück in der Startelf

Bayern-Cheftrainer José Barcala nahm im Vergleich zum 1:0-Auswärtserfolg vor der Länderspielpause bei Eintracht Frankfurt vier Veränderungen an seiner Anfangsformation vor. Für die verletzte DFB-Kapitänin Giulia Gwinn (Außenbandriss) sowie Alara Sehitler, Bernadette Amani und Sophie Proost (alle Bank) starteten Sarah Mattner, Momoko Tanikawa, Sarah Zadrazil und Linda Dallmann. Für Sarah Zadrazil, die lange Zeit wegen eines Kreuzbandrisses gefehlt hatte, war es der erste Startelfeinsatz seit dem 23. September 2025 (4:0 gegen den SC Freiburg).

Neben Giulia Gwinn mussten auch Lena Oberdorf (Reaktion im Kniegelenk), Jovana Damnjanović (muskuläre Verletzung) und Vanessa Gilles (muskuläre Beschwerden) verletzungsbedingt passen. Dagegen gehörten die zuvor angeschlagenen Magdalena Eriksson und Kathi Naschenweng (beide Kniebeschwerden) zum Aufgebot.

Rall verpasst Wiedersehen

Beim VfB Stuttgart gab es gegenüber der 0:4-Heimniederlage gegen den 1. FC Union Berlin lediglich zwei Umstellungen, allerdings nicht freiwillig. Kapitänin Maximiliane Rall verpasste das Wiedersehen mit ihrem früheren Verein ebenso aufgrund von Oberschenkelproblemen wie Angreiferin Mira Arouna, die gerade ihr Debüt für die deutsche U 23-Nationalmannschaft gegeben hatte. Dafür rückten Yuka Hirano und die beim FC Bayern ausgebildete Verena Wieder neu ins Team.

Mit der zuletzt erstmals in die A-Nationalmannschaft berufenen Luzie Zähringer sowie U 23-Nationalspielerin Dafina Redzepi liefen noch zwei weitere frühere Münchnerinnen von Beginn an für den VfB auf. Dazu bestritt Stuttgarts Co-Trainerin Ivana Rudelic einst 93 Pflichtspiele für den FC Bayern und gewann mit den Münchnerinnen zweimal die Deutsche Meisterschaft sowie einmal den DFB-Pokal. Nicht dabei waren neben Maxi Rall und Mira Arouna auch Julia Mickenhagen (Hüftprobleme), Fabienne Dongus (Erkältung), Reena Wichmann (Kniebeschwerden) und Rosa Rückert (Aufbautraining).

Früher FCB-Doppelschlag

Die erste gute Tormöglichkeit der Partie hatte FCB-Mittelstürmerin Edna Imade, die nach einer Linksflanke von Klara Bühl über den Kasten köpfte. Kurz darauf schoss Nationalspielerin Franziska Kett aus etwa 18 Metern knapp am Stuttgarter Tor vorbei.

Die Schwäbinnen zogen sich von Beginn an weit zurück und konzentrierten sich auf ihre Defensive. Das hinderte den FC Bayern allerdings nicht daran, mit einem Doppelschlag schon früh die Weichen auf Sieg zu stellen. Zunächst bediente Sarah Mattner nach einer gelungenen Kombination über die rechte Seite mit einer butterweichen Flanke Linda Dallmann, die zum 1:0 (14.) einköpfte. Nur zwei Minuten später legte Klara Bühl von der linken Seite quer und Pernille Harder drückte die Kugel aus kurzer Entfernung zum 2:0 (16.) über die Linie.

Die Münchnerinnen bestimmten auch im weiteren Spielverlauf das Geschehen, waren aber nicht mehr ganz so zwingend wie in der Anfangsphase. Dennoch hatte Momoko Tanikawa nach einem Steckpass von Pernille Harder die große Chance zum 3:0, schoss aber um wenige Zentimeter am Tor vorbei. Auf der Gegenseite verzeichnete der VfB kurz vor der Pause seinen ersten gefährlichen Abschluss, als Dafina Redzepi nach einem Zuspiel von Verena Wieder von der Strafraumgrenze abzog, das Bayern-Tor jedoch knapp verfehlte.

Imade stellt Endstand her

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs hätte Momoko Tanikawa erhöhen können, setzte ihren Abschluss nach einem Rückpass von Sarah Mattner jedoch ein wenig zu hoch an. Der nächste Angriff brachte dann aber den dritten Treffer. Nach einem herausragenden Schnittstellenpass von Pernille Harder überlief Klara Bühl ihre Gegenspielerin, umkurvte noch VfB-Torhüterin Laura Giuliani und beförderte die Kugel zum 3:0 (49.) ins leere Tor. Zehn Minuten später legte Pernille Harder nach einem Zuspiel von Momoko Tanikawa ihren zweiten Treffer zum 4:0 (59.) nach.

Auch bis zum Abpfiff bestimmte der FC Bayern weiterhin das Spielgeschehen und erarbeitete sich noch eine ganze Reihe guter Tormöglichkeiten. Während Momoko Tanikawa und die eingewechselte Barbara Dunst leicht verzogen, traf Pernille Harder den Außenpfosten. Den Endstand stellte schließlich Mittelstürmerin Edna Imade her, die nach einer Flanke der ebenfalls erst später ins Spiel gekommenen Sophie Proost per Kopfball zum 5:0 (89.) vollendete. Der VfB Stuttgart ging zum zweiten Mal nacheinander leer aus und wartet seit fünf Spieltagen auf seinen dritten Saisonsieg.

Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga

Autor: mspw