Google Pixel Frauen-Bundesliga
Bauereisen beschert Union dritten Dreier in Serie

Der 1. FC Union Berlin setzte seinen Aufwärtstrend in der Google Pixel Frauen-Bundesliga auch nach der Länderspielpause fort. Das Team von Trainerin Marie-Louise Eta kam am 7. Spieltag zu einem hart erkämpften 2:1 (2:1)-Heimerfolg gegen den 1. FC Nürnberg und machte damit den dritten Dreier nacheinander perfekt.
Vor 7042 Zuschauer*innen im Stadion An der Alten Försterei brachte die österreichische Nationalspielerin Eileen Campbell (32.) die Gastgeberinnen erstmals in Führung. Den Ausgleich durch Lara Meroni (39.) beantwortete die frühere Nürnbergerin Nele Bauereisen (43.) noch vor der Pause mit dem Siegtreffer. In der zweiten Halbzeit ließen die Berlinerinnen zwar mehrere Chancen liegen, um das Ergebnis zu erhöhen, brachten aber den knappen Vorsprung letztlich über die Zeit.
Der Tabellenvorletzte aus Nürnberg muss weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg warten. Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie stehen nach sieben Partien zwei Zähler in der Bilanz.
Meroni: "Gute Ansätze sind da"
"Es war nicht unsere beste Leistung, aber auch solche Spiele muss man gewinnen", sagte Union-Angreiferin Eileen Campbell im Interview. "Wir haben uns lange Zeit schwergetan, vor allem die ersten 20 Minuten waren mau. Unter dem Strich ist es jedoch entscheidend, dass wir uns am Ende mit drei Punkten belohnt haben."
FCN-Kapitänin Nastassja Lein erklärte: "Es war ein sehr intensives Spiel mit zahlreichen Zweikämpfen. Unsere junge und unerfahrene Mannschaft benötigt noch Zeit, um konstant Punkte sammeln zu können."
Nürnbergs Torschützin Lara Meroni meinte: "In der zweiten Halbzeit haben wir das System umgestellt und mit zwei Stürmerinnen noch einmal alles versucht. Man sieht, dass wir ein Team sind und dass wir wollen. Einige gute Ansätze sind da. Hoffentlich macht sich das bald auch mit unserem ersten Sieg bemerkbar."
Eta vertraut derselben Startelf
Nach dem 4:0-Auswärtssieg beim Aufsteiger VfB Stuttgart vor der Länderspielpause hatte Union-Trainerin Marie-Louise Eta keinen Grund, Umstellungen vorzunehmen, und setzte deshalb auch auf eine unveränderte Anfangsformation. Verletzungsbedingt mussten die "Eisernen" weiterhin auf Anna Aehling, Torhüterin Cara Bösl, Hannah Eurlings, Lisa Heiseler, Korina Janež, Ida Heikkinen und Nelly Smolarczyk verzichten. Für Heiseler trug erneut Samantha Steuerwald die Spielführerinnenbinde.
Für Union-Angreiferin Nele Bauereisen war das Duell mit "Club" eine besondere Partie. Die 22-Jährige stand zwischen 2021 und Anfang 2025 für den FCN auf dem Platz, bestritt 60 Pflichtspiele und erzielte zwölf Tore. Diesmal traf sie jedoch auf der anderen Seite.
Bei den Nürnbergerinnen gab es gegenüber der 1:2-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim auch nur eine Veränderung in der Startelf. Für Julia Pollak, die zunächst auf der Bank Platz nahm, rückte Sanja Homann neu ins Team. Passen mussten Amélie Thöle (Schulterverletzung), Jacqueline Baumgärtel (Aufbautraining), Franziska Frohnhöfer (Erkältung) und Marlene Lindner (Meniskusverletzung).
Nürnberg ergreift Initiative
Die Gäste aus Franken starteten mutig in die Begegnung und erarbeiteten sich in der Anfangsphase auch leichte Vorteile. Wirklich gefährlich wurde es für das Tor der Berlinerinnen aber kaum einmal, weil die Union-Abwehr gut verteidigte.
Erst ab der Mitte der ersten Halbzeit kamen die Gastgeberinnen besser in die Partie und zu ersten Offensivaktionen. Ein Volleyschuss von Eileen Campbell ging noch deutlich am Tor vorbei, aber schon der nächste Angriff brachte die zu diesem Zeitpunkt glückliche Führung. Nach einem Zuspiel der Ex-Nürnbergerin Nele Bauereisen flankte Jill Janssens von der rechten Seite und Eileen Campbell beförderte die Kugel unter starker Bedrängnis mit dem Kopf zum 1:0 (32.) ins Netz.
Der FCN zeigte sich jedoch nicht geschockt, sondern schlug schnell zurück. Nach einer Hereingabe von Jonna Brengel köpfte Alexsandra Lobanova noch knapp dem Berliner Kasten vorbei. Nur kurz darauf gelang jedoch der Ausgleich. Kapitänin Nastassja Lein brachte den Ball von rechts nach innen, eine Abwehraktion von Lia Kamber missglückte, so dass Lara Meroni den Ball aus kurzer Entfernung wuchtig zum 1:1 (39.) einschießen konnte.
Dennoch ging der 1. FC Union, bei der Jella Veit schon nach einer guten halben Stunde die von einem Platzverweis bedrohte Lina Hausicke abgelöst hatte, mit einer 2:1-Führung in die Kabinen. Naika Reissner setzte sich auf dem linken Flügel gut durch und passte nach innen. Die Nürnbergerinnen bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass Nele Bauereisen gegen ihren Ex-Klub zum 2:1 (43.) abstauben konnte.
Janssens trifft Lattenkreuz
In der zweiten Halbzeit benötigte die Partie keine so lange Anlaufzeit. Vielmehr drängte der1. FC Union von Beginn an auf den dritten Treffer. Eine Direktabnahme von Nele Bauereisen ging noch am Kasten vorbei. Dann aber hielt Nürnbergs Torhüterin Lourdes Romero ihr Team bei einem direkten Freistoß von Lia Kamber aus 22 Metern und bei einem Flugkopfball von Naika Reissner nach einem eleganten Heber von Jella Veit mit Glanzparaden im Spiel. Außerdem traf Jill Janssens mit einem Schlenzer das Lattenkreuz.
In der Schlussphase verstärkten die Gäste ihre Bemühungen, um erneut zum Ausgleich zu kommen. In der Nachspielzeit eilte sogar Torfrau Lourdes Romero bei einem Eckball mit nach vorne. Die Defensive des 1. FC Union ließ aber nichts mehr anbrennen.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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