Google Pixel Frauen-Bundesliga
5:0 in Mainz: Wolfsburg erobert vorerst Platz eins

Der aktuelle Vizemeister VfL Wolfsburg meldete sich in der Google Pixel Frauen-Bundesliga mit einem deutlichen Sieg aus der Länderspielpause zurück. Das Team von Trainer Stephan Lerch gewann am 7. Spieltag 5:0 (2:0) beim Aufsteiger und Schlusslicht 1. FSV Mainz 05.
Vor 1400 Zuschauer*innen im Bruchwegstadion brachte Ella Peddemors (36./45.+1) den VfL Wolfsburg mit einem Doppelpack kurz vor der Pause gegen engagiert verteidigende Mainzerinnen auf Kurs. Kurz nach dem Beginn des zweiten Durchgangs sorgten Anny Kerim-Lindland (48.) und Svenja Huth (50.) für klare Verhältnisse. Den Schlusspunkt setzte die eingewechselte Kessya Bussy (77.).
Durch den sechsten Saisonerfolg verdrängten die Wolfsburgerinnen zumindest vorerst den jetzt punktgleichen Titelverteidiger FC Bayern München wegen der um zwei Treffer besseren Tordifferenz von der Tabellenspitze. Die Doublesiegerinnen können die Spitze aber schon am Montag (ab 18 Uhr, live bei SPORT1, MagentaSport und DAZN) im Heimspiel gegen Aufsteiger VfB Stuttgart zurückerobern.
Lerch: "Richtig gutes Gefühl"
"Zu verlieren ist natürlich nie ein gutes Gefühl, unabhängig vom Gegner", meinte der Mainzer Cheftrainer Takashi Yamashita. "Wir haben uns vorgenommen, ein gutes Spiel zu machen und die Partie möglichst offen zu gestalten, um eine Chance zu haben. In der ersten Halbzeit haben wir es in der Defensive nicht so gut gemacht, nach der Pause waren wir im Strafraum näher am Gegner dran. Dennoch hat sich die individuelle Klasse von Wolfsburg gezeigt, da sie uns meist einen Schritt voraus waren. Das soll aber keine Ausrede sein. Wir werden dieses Spiel gründlich analysieren und in der kommenden Woche daran arbeiten, es beim nächsten Mal besser zu machen."
VfL-Trainer Stephan Lerch erklärte: "Uns ist ein richtig guter Start in diesen Block gelungen. Ein 5:0 liest sich gut, aber auch die Art und Weise unseres Auftritts ist gerade nach einer Länderspielpause nicht selbstverständlich. Wir waren von Beginn an sehr dominant, haben eine hohe Intensität gezeigt und hatten einen guten Zugriff auf das Spiel. Nach einer anfänglichen Abtastphase sind wir immer besser reingekommen, haben uns Torchancen erarbeitet und noch vor der Pause zwei Treffer erzielt. Auch in der zweiten Halbzeit sind wir konsequent geblieben, haben defensiv wenig zugelassen und weitere Tore markiert. Wir fahren mit einem richtig guten Gefühl nach Hause."
Kleinherne zurück im Team
Nach dem 0:5 im Auswärtsspiel bei RB Leipzig - der bislang höchsten Niederlage - nahm Takashi Yamashita, Trainer des 1. FSV Mainz 05, nur eine Veränderung in seiner Anfangsformation vor. Mattson Strickler rückte für Leonie Stöhr neu ins Team. Emma Junold, Mamiko Matsumoto, Saskia Matheis, Sabina Jackson und Laura Pawlowski standen den Mainzerinnen unverändert verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
Stephan Lerch, Chefcoach des VfL Wolfsburg, stellte seine Mannschaft im Vergleich zum 2:1 gegen den Hamburger SV auf vier Positionen um. Anstelle von Joelle Wedemeyer, Lieske Carleer, Katharina Piljic und Lara Prasnikar gehörten Thea Bjelde, Nationalspielerin Sophia Kleinherne, Smilla Vallotto und Anny Kerim-Lindland zur Startelf. Keine Option bei den Wolfsburgerinnen waren U 23-Nationalspielerin Julia Landenberger (Infekt) und Cecilie Floe (Trainingsrückstand).
Doppelpack von Peddemors
Der VfL Wolfsburg setzte schon in der Anfangsphase die Defensive der Gastgeberinnen unter Druck. Svenja Huth zog von der rechten Seite in die Mitte und schoss dann knapp am Tor vorbei. Nur wenige Minuten später lenkte Mainz-Torhüterin Marisa Schön einen Versuch der aufgerückten Thea Bjelde noch an den Pfosten. Die Mainzerinnen lauerten auf schnelle Umschaltmomente. Den Schuss von Vital Kats konnte VfL-Nationalspielerin Camilla Cüver mit dem Kopf klären.
Die Wolfsburgerinnen blieben aber spielbestimmend. Eine flache Hereingabe von Svenja Huth konnte die Defensive der Gastgerinnen am langen Pfosten noch klären. Kurz darauf setzte sich aber Sarai Linder auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch. Die Flanke der Nationalspielerin konnten die Mainzerinnen zwar noch abwehren. Von der Strafraumgrenze aus verwandelte aber Ella Peddemors zur Wolfsburger 1:0-Führung (36.).
Und der VfL legte noch vor der Pause nach. Thea Bjelde legte den Ball in den Rückraum zurück, wo erneut Ella Peddemors zum 0:2 (45.+1) verwandelte. Mainz-Spielerin Kara Bathmann fälschte den Schuss dabei noch ab. Mit jetzt sieben Saisontreffern führt die Niederländerin Ella Peddemors die Torjägerinnenliste in der höchsten deutschen Spielklasse nun wieder alleine vor Eintracht Frankfurts Kapitänin Laura Freigang (fünf Treffer) an.
Bussy setzt Schlusspunkt
Den Schwung der Endphase des ersten Durchgangs nahm der VfL Wolfsburg auch mit in die zweite Halbzeit. Thea Bjelde war erneut auf der rechten Seite nicht aufzuhalten. Ihren flachen Pass in die Mitte drückte die eingelaufene Anny Kerim-Lindland aus kurzer Distanz zum 0:3 (48.) über die Linie. Nur wenige Augenblicke später legten die Wolfsburgerinnen schon ihren nächsten Treffer nach. Bei einem Konter leitete Smilla Vallotto den Ball zu Svenja Huth weiter. Ihr Schuss landete - noch von Maja Pageler abgefälscht - zum 4:0 (50.) im Netz.
Trotz des inzwischen deutlichen Rückstands hielten die Mainzerinnen weiterhin engagiert dagegen - und kamen nach einer Standardsituation auch zu einer guten Chance. Eine Ecke konnte die Wolfsburger Defensive zunächst abwehren. Akari Kurishima brachte den Ball erneut in den Strafraum, aus kurzer Entfernung zielte aber Marina Georgieva zu hoch.
Stattdessen erzielten die Wolfsburgerinnen noch ihren fünften Treffer. Eine Freistoßflanke von Ella Peddemors landete bei der eingewechselten Lena Lattwein. Ihre Hereingabe verlängerte die ebenfalls ins Spiel gekommene Kessya Bussy zum 0:5 (77.) ins Tor. Weil Ella Peddemors nach einem Fehler im Mainzer Spielaufbau ihren dritten Treffer knapp verpasste, blieb es bis zum Ende beim 5:0 des VfL Wolfsburg.
Kategorien: Google Pixel Frauen-Bundesliga
Autor: mspw

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