"Das Gelände ist in jeder Hinsicht optimal"

"Das Gelände ist in jeder Hinsicht optimal. Sowohl vom Raumangebot als auch in Lage und Anbindung erfüllt die Galopprennbahn alle Voraussetzungen, um künftig Heimat der Spitzenförderung des DFB zu sein", sagte Wolfgang Niersbach. Auch für Peter Feldmann ist die Vereinbarung mit dem DFB die ideale Lösung. "Mit einem möglichen Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro ist es eine große Chance für die Stadt und für den DFB", sagt er. "Wir betrachten uns als Heimathafen des deutschen Fußballs und wollen dies auch bleiben."

Die Tragweite der Entscheidungen vom 21. März ordnete Niersbach ein. Der damalige Präsident gab Ziele und künftige Ausrichtung des DFB vor, er sagte: "Mit dieser Weichenstellung haben wir den DFB zukunftsfähig gemacht. Durch dieses Jahrhundertprojekt ergeben sich Chancen für die Entwicklung des deutschen Fußballs, die wir mit aller Entschlossenheit und Überzeugung nutzen wollen. In der DFB-Akademie soll alles unter einem Dach gebündelt werden, von der Eliteförderung bis hin zum Service für unsere Regional- und Landesverbände. Wir wollen hier den DFB der Zukunft bauen. Davon würde der Fußball in Deutschland insgesamt profitieren."

Der Fußball insgesamt. Der DFB erfüllt damit die grundlegendste Aufgabe, die er sich in seiner Satzung gemäß § 4 gegeben hat: Förderung des Fußballsports und dessen Entwicklung. Von der Spitze bis an die Basis. Zu Beginn gab es ja durchaus ein paar Fragezeichen. Als das DFB-Präsidium am 25. Januar 2013 einen Trendbeschluss zur Prüfung des Baus eines Sportkompetenzzentrums fasste und der damalige DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock mit der Projektleitung betraute, waren noch nicht alle Akteure im DFB restlos von dieser Idee überzeugt. Die bestehende Struktur mit den Sportschulen der Regional- und Landesverbände hat sich bewährt, natürlich gab es Interessen dahingehend, diese Systematik unverändert zu lassen und das dezentrale System nicht aufzuweichen.

Das DFB-Projektteam hat das Thema "Akademie" mit Unterstützung des erfahrenen Projektberaters Prof. Hans-Peter Achatzi ergebnisoffen untersucht. Im Laufe eines aufwändigen Prozesses sind unter Einbeziehung zahlreicher Experten und auch der Entscheider der Landes- und Regionalverbände drei Überzeugungen gewachsen: Die wichtigste besteht darin, dass der DFB seine Stellung als Instanz im Weltfußball nur festigen und ausbauen kann, wenn unter dem Einfluss des DFB alle Ressourcen zu 100 Prozent genutzt werden. Dafür müssen an vielen Stellen viele Abläufe optimiert werden.

Zweite Erkenntnis der Prüfung ist, dass die Optimierung aller Prozesse durch eine Bündelung und koordinierte Verteilung des Wissens an einem zentralen Ort erreicht wird – einer DFB-Akademie. Durch die aktuelle Struktur können Synergiemöglichkeiten nicht optimal erkannt und genutzt werden. Zudem werden Arbeiten mitunter doppelt geleistet. Da die Wissensbereiche sehr komplex und fachübergreifend geworden sind, wird der ständige und direkte Austausch immer bedeutender.