Das Hermann-Neuberger-Haus

Mit Dr. Georg Xandry stellte der DFB am 1. Mai 1928 erneut einen hauptamtlichen Geschäftsführer ein und bezog seine nunmehr Bundesgeschäftsstelle genannte Zentrale im September 1928 in Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Geschäftsstelle von 1949 bis 1951 provisorisch in Stuttgart, dem Ort der Wiedergründung des DFB, untergebracht, ehe dann Frankfurt am Main von 1951 an zur deutschen Fußball-Hauptstadt avancierte.

Arndtstraße 19, so lautete die erste DFB-Adresse in der Banken-Metropole, wo Dr. Xandry mit acht Mitarbeitern ansässig war. 1957, mittlerweile waren 19 Mitarbeiter in der DFB-Zentrale tätig, erfolgte der Umzug in die Zeppelinallee 77. Hier war der DFB mit seiner Verwaltung erstmals Herr im eigenen Haus. Das rasante Wachstum des DFB schlug sich 1974 in damals fast 40 Mitarbeitern nieder, was für den von 1962 bis 1984 amtierenden Generalsekretär Hans Paßlack und sein Team den Umzug in den Neubau an der Otto-Fleck-Schneise neben dem Frankfurter Waldstadion erforderlich machte.

Zwei umfangreiche Erweiterungsbauten, der erste in der bis 1992 andauernden Amtszeit des Paßlack-Nachfolgers Dr. Wilfried Gerhardt und ein 2002 in der Ära von Horst R. Schmidt als Generalsekretär zunächst für das OK FIFA WM 2006 und die Deutsche Fußball Liga fertiggestellter, auf stählernen Stelzen stehender zweistöckiger Neubau, lassen die Zentralverwaltung des DFB, einst ein Einmannbetrieb, auch optisch als ein mittelständisches Unternehmen erscheinen.

Eine Entwicklung, die auch im personellen Umfang der seit März 2016 von Dr. Friedrich Curtius als Generalsekretär geführten hauptamtlichen Belegschaft im Hermann-Neuberger-Haus, wie die DFB-Zentrale seit 1993 heißt, zum Ausdruck kommt.