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Fanarbeit

Sie gehören zum Fußball wie die Tore oder der Ball: die Fans. Mit ihren Gesängen und Anfeuerungsrufen füllen sie die Stadien und geben alles, um ihre Vereine bestmöglich zu unterstützen. Ob Sieg oder Niederlage, sie sind immer da. Ein Vereinswechsel kommt selbst nach einem Abstieg nicht infrage. Als treue Wegbegleiter*innen folgen sie ihrem Team in guten und schweren Zeiten.

Die Erkenntnis über die Bedeutung der Fans ist allerdings genauso wenig neu wie die, dass diese Beziehung eine ist, die man pflegen und an der man „arbeiten“ muss. Gerade in Zeiten, in denen sportliche Interessen zunehmend mit wirtschaftlichen in Einklang zu bringen sind, sind unterschiedliche Perspektiven zu verbinden. Um das zu schaffen, gegenseitiges Verständnis zu verbessern und den Fans die Möglichkeit zu geben, ihre Mannschaft bestmöglich zu unterstützen, fördern der DFB, DFL und die Vereine seit vielen Jahren den Ausbau professioneller Fanarbeitsstrukturen in den Profiligen, bei Länderspielen und den großen Turnieren.

Fanbeauftragte als Anlaufstelle für Fans

Im Zuge dessen wurde 1992 die Funktion des Fanbeauftragten eingeführt, um eine Anlaufstelle für Fans zu schaffen und eine*n Kommunikator*in von Vereinsseite aus zu haben. Zu den vielfältigen Aufgaben der Fanbeauftragten zählt grundlegend die Betreuung und Begleitung der Fans am jeweiligen Spieltag. Darüber hinaus sind sie Vermittler und stehen so in einem permanenten Austausch mit u.a. Polizei, Sicherheitsbeauftragten und führenden Klubvertreter*innen.

Diese Aufgaben wurden seit Anfang der 1990er Jahre immer weiter spezifiziert, die Rolle der Fanbeauftragten zunehmend präzisiert und gegenüber den genannten Beteiligten gefestigt. Für die Saison 2012/13 machte die UEFA erstmals die Ernennung eines „Supporter Liaison Officer“ zur Auflage für die Teilnahme an europäischen Klub-Wettbewerben. In Deutschland gehörte die Einstellung hauptamtlicher Fanbeauftragten schon ab der Saison 2011/12 zum Lizensierungskatalog für die ersten beiden Ligen.