DAS HERZ DER AKTION EHRENAMT

Die Förderung von ehrenamtlichem Engagement ist Satzungsaufgabe des DFB und somit der Auftrag an die „Aktion Ehrenamt“. Analog zur „Ehrenamts-Philosophie“ steht bei allen Fördermaßnahmen der Mensch im Mittelpunkt. Nirgendwo wird dies so deutlich wie im Rahmen der DFB-Anerkennungskultur.

Der Deutsche Fußball-Bund hat im Rahmen der "DFB-Aktion Ehrenamt" eine Anerkennungskultur für ehrenamtliches Engagement geschaffen, mit deren Hilfe jährlich bundesweit herausragend engagierte Menschen in den Amateurvereinen ausgezeichnet werden. Die Einführung des DFB-Ehrenamtspreises war ein Impuls für viele Kreise, Bezirke und Landesverbände eigene lokale und regionale Ehrungen durchzuführen.

In den vergangenen 20 Jahren wurden deutschlandweit knapp 6.000 ehrenamtliche Vereinsmitarbeiter ausgezeichnet und davon 2.000 in den Club 100 aufgenommen. Zudem wurden etwa 60.000 Ehrenamtsurkunden und 40.000 DFB-Ehrenamtsuhren als Anerkennungsauszeichnung an Vereinsmitarbeiter/innen ausgegeben.

„Bottom-Up-Prinzip“ als Grundlage

Für die Umsetzung der DFB-Anerkennungskultur sind dabei die Landes- und Kreisverbände ein unverzichtbarer Bestandteil. Durch das Netzwerk werden Informationen bis an die Vereine geleitet und dafür gesorgt, dass die „richtigen Preisträger/innen“ ausgewählt werden. Denn bei allen Ehrenamtsförderpreisen herrscht das „Bottom-Up-Prinzip“. Die Kreise wählen ihre Sieger/innen aus und melden diese weitern an Landesverband und DFB. Aus DFB-Sicht ein selbstverständlicher Vorgang, denn niemand kennt die Vereine und deren Ehrenamtliche besser als der Kreisverband.

Das System des gemeinschaftlichen Melden, Auszeichnen und Feiern hat sich zwei Jahrzehnten bewährt. Dennoch wird stetig über die bestehenden Inhalte und Umsetzungen diskutiert. Stillstand bedeutet oftmals Rückschritt. Verschiedene Hintergründe haben deswegen vor allem in der Legislaturperiode 2013 bis 2016 für entscheidende Weiterentwicklungen gesorgt.

Die Mehrwerte des DFB-Ehrenamtspreis und vor allem des „Club 100“ wurden noch stärker an die Bedürfnisse der Ausgezeichneten angepasst. So gibt es unter anderem die Möglichkeit persönliche Anerkennung in den Vereinen der Preisträger – dem Ort der "Fußballfamilie", an dem das ehrenamtliche Engagement ausgeübt wird – zukommen zu lassen und ebenso die Vereine an sich noch stärker teilhaben zu lassen. Neben dem klassischen "DFB-Ehrenamtspreis" mitsamt der Möglichkeit zur Berufung in den „Club 100“ des DFB sowie den Sonderehrungen durch die Landesverbände wurde im Jahr 2015 mit der Aktion "Fußballhelden Aktion junges Ehrenamt" ein zusätzlicher Ehrenamtsförderpreis speziell für junge, talentierte Ehrenamtliche geschaffen. Auch hierbei steht die Initiierung in engem Zusammenhang mit der Anpassung an die besonderen Bedürfnissen gerade junger Ehrenamtlicher.