Schiri-Trainingslager in Grassau: Einzelkämpfer beim Team-Building

Nach all der Theorie ging es raus an die frische Luft: Zum Abschluss ihres Trainingslagers im bayerischen Grassau stand für die Bundesliga-Schiedsrichter beim Team-Building einen Nachmittag lang einfach mal der Spaß im Vordergrund.

Schon im Bus ist die Stimmung ausgelassen, klatschend wird den isländischen Fans gehuldigt. Am Chiemsee angekommen begrüßt die Gruppe den Teamleiter, der mit bayrischem Dialekt sofort zur Sache kommt und die Schiedsrichter per Zufallsprinzip in vier Teams einteilt. In einer Challenge treten die Gruppen gegeneinander an und müssen dabei mehr oder weniger anspruchsvolle Aufgaben im Team meistern.

Schollen-Laufen erfordert Kommunikationskompetenz

Während sich die erste Gruppe am Werfen von Riesenbrezeln versucht, versammelt sich eine zweite am Seeufer und lauscht den Anweisungen des Teamleiters. Aufgabe für die Schiedsrichter ist es, sich einzeln auf kleine Teppichplatten zu stellen und von einer leeren Scholle ausgehend nach bestimmten Regeln auf die andere Seite zu wechseln.

Sofort beginnen die Schiedsrichter, untereinander zu diskutieren und Vorschläge zu machen. Nach anfänglichen Späßen wird schnell klar, welch große Herausforderung die Challenge darstellt. Um die bestmögliche Punktzahl zu erreichen, muss sich das Team jeden Schritt genau überlegen und die darauffolgenden bereits antizipieren. Gefordert werden Kommunikationskompetenz, lösungsorientiertes Denken und die Koordination innerhalb der Gruppe – Eigenschaften also, die auch auf dem Fußballplatz von den Schiedsrichtern benötigt werden.

Ein paar Momente später ist der ideale Weg gefunden. Vorsichtig beginnen die Gruppenmitglieder mit dem Schollen-Laufen. Als die ersten Spielzüge erfolgreich durchgeführt sind, geht die Konzentration auf den Gesichtern in Freude über. "Weil ich Ingenieur bin, konnte das nur klappen", scherzt Assistent Markus Häcker und reklamiert den Erfolg für sich. Zufrieden klatschen die Schiedsrichter untereinander ab.

Freier Fall aus acht Metern

Während die einen sich feiern, spielen sich hinter ihrem Rücken im bewaldeten Gelände kleinere Dramen ab. Gruppe drei hat sich um einen acht Meter hohen Stamm versammelt und lauscht den Anweisungen des Gruppenleiters: Die Challenge besteht darin, auf den Stamm zu klettern, sich an der Spitze frei aufzustellen und anschließend, durch die Gruppenmitglieder gesichert, im freien Fall gen Boden zu springen. "Wie weit fällt man da?", fragt Zweitliga-Mann Timo Gerach und bekommt die lachende Antwort seiner Gruppenkollegen, dass dies von den sichernden Personen abhänge. Auf das reingerufene "Jedenfalls nicht tiefer als acht Meter" folgt allgemeines Gelächter.

Bundesliga-Schiedsrichter Jochen Drees zwängt sich als Erster in das Klettergeschirr und in der Gruppe macht sich Spannung breit. Konzentriert dreht er sich zu den ihn sichernden Schiedsrichtern um und fragt, ob sie bereit seien. Als diese zustimmend ihre Daumen heben, ruft Drees entsetzt: "Macht die Finger wieder an das Seil!" Natürlich geht alles gut.

"Vive la Schiedsrichter-Mannschaft"

Am Ende gibt es eine glückliche Gewinner-Gruppe und jede Menge amüsierte Schiedsrichter. Die Teilnehmer und die Organisatoren ziehen ein positives Fazit. "Die Teambuilding-Maßnahmen sind jedes Mal gut, um nach vier anstrengenden Tagen im Trainingslager den Kopf wieder frei zu bekommen", resümiert Susan Koch von der DFB-Schiedsrichterabteilung.

Zwar seien alle Schiedsrichter Einzelkämpfer, aber auch sie hätten durch solche Aktionen die Chance, Mannschaftsgefühl zu entwickeln. "Vive la Schiedsrichter-Mannschaft", ergänzt ein gut gelaunter Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich in Anlehnung an den Slogan der Nationalmannschaft von der EURO.

[db]

Nach all der Theorie ging es raus an die frische Luft: Zum Abschluss ihres Trainingslagers im bayerischen Grassau stand für die Bundesliga-Schiedsrichter beim Team-Building einen Nachmittag lang einfach mal der Spaß im Vordergrund.

Schon im Bus ist die Stimmung ausgelassen, klatschend wird den isländischen Fans gehuldigt. Am Chiemsee angekommen begrüßt die Gruppe den Teamleiter, der mit bayrischem Dialekt sofort zur Sache kommt und die Schiedsrichter per Zufallsprinzip in vier Teams einteilt. In einer Challenge treten die Gruppen gegeneinander an und müssen dabei mehr oder weniger anspruchsvolle Aufgaben im Team meistern.

Schollen-Laufen erfordert Kommunikationskompetenz

Während sich die erste Gruppe am Werfen von Riesenbrezeln versucht, versammelt sich eine zweite am Seeufer und lauscht den Anweisungen des Teamleiters. Aufgabe für die Schiedsrichter ist es, sich einzeln auf kleine Teppichplatten zu stellen und von einer leeren Scholle ausgehend nach bestimmten Regeln auf die andere Seite zu wechseln.

Sofort beginnen die Schiedsrichter, untereinander zu diskutieren und Vorschläge zu machen. Nach anfänglichen Späßen wird schnell klar, welch große Herausforderung die Challenge darstellt. Um die bestmögliche Punktzahl zu erreichen, muss sich das Team jeden Schritt genau überlegen und die darauffolgenden bereits antizipieren. Gefordert werden Kommunikationskompetenz, lösungsorientiertes Denken und die Koordination innerhalb der Gruppe – Eigenschaften also, die auch auf dem Fußballplatz von den Schiedsrichtern benötigt werden.

Ein paar Momente später ist der ideale Weg gefunden. Vorsichtig beginnen die Gruppenmitglieder mit dem Schollen-Laufen. Als die ersten Spielzüge erfolgreich durchgeführt sind, geht die Konzentration auf den Gesichtern in Freude über. "Weil ich Ingenieur bin, konnte das nur klappen", scherzt Assistent Markus Häcker und reklamiert den Erfolg für sich. Zufrieden klatschen die Schiedsrichter untereinander ab.

Freier Fall aus acht Metern

Während die einen sich feiern, spielen sich hinter ihrem Rücken im bewaldeten Gelände kleinere Dramen ab. Gruppe drei hat sich um einen acht Meter hohen Stamm versammelt und lauscht den Anweisungen des Gruppenleiters: Die Challenge besteht darin, auf den Stamm zu klettern, sich an der Spitze frei aufzustellen und anschließend, durch die Gruppenmitglieder gesichert, im freien Fall gen Boden zu springen. "Wie weit fällt man da?", fragt Zweitliga-Mann Timo Gerach und bekommt die lachende Antwort seiner Gruppenkollegen, dass dies von den sichernden Personen abhänge. Auf das reingerufene "Jedenfalls nicht tiefer als acht Meter" folgt allgemeines Gelächter.

Bundesliga-Schiedsrichter Jochen Drees zwängt sich als Erster in das Klettergeschirr und in der Gruppe macht sich Spannung breit. Konzentriert dreht er sich zu den ihn sichernden Schiedsrichtern um und fragt, ob sie bereit seien. Als diese zustimmend ihre Daumen heben, ruft Drees entsetzt: "Macht die Finger wieder an das Seil!" Natürlich geht alles gut.

"Vive la Schiedsrichter-Mannschaft"

Am Ende gibt es eine glückliche Gewinner-Gruppe und jede Menge amüsierte Schiedsrichter. Die Teilnehmer und die Organisatoren ziehen ein positives Fazit. "Die Teambuilding-Maßnahmen sind jedes Mal gut, um nach vier anstrengenden Tagen im Trainingslager den Kopf wieder frei zu bekommen", resümiert Susan Koch von der DFB-Schiedsrichterabteilung.

Zwar seien alle Schiedsrichter Einzelkämpfer, aber auch sie hätten durch solche Aktionen die Chance, Mannschaftsgefühl zu entwickeln. "Vive la Schiedsrichter-Mannschaft", ergänzt ein gut gelaunter Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich in Anlehnung an den Slogan der Nationalmannschaft von der EURO.

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