Der FSV Frankfurt gewinnt 1990 das Finale gegen Bayern München ©
Der FSV Frankfurt gewinnt 1990 das Finale gegen Bayern München

Historie

Der DFB-Pokal der Frauen wurde in der Saison 1980/81 zum ersten Mal ins Lebens gerufen. Da es zum damaligen Zeit noch keine Frauen-Bundesliga gab, nahmen die Sieger der Landespokale an dem Wettbewerb teil. In den ersten Jahren wurden alle Begegnungen noch mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Als erster Gewinner konnte sich die zur damalige Zeit dominierende Mannschaft des SSG 09 Bergisch Gladbach in die Geschichtsbücher eintragen. Im Finale im Stuttgarter Neckarstadion gelang ihnen ein deutlicher 5:0-Erfolg über den TuS Wörrstadt. Bergisch Gladbach konnte seinen Titel direkt im Folgejahr mit einem 3:0-Sieg über den VfL Wildeshausen verteidigen. Eine besondere Rekordmarke stellte in den 1980er Jahren allerdings der TSV Siegen auf. Der Mannschaft gelang es den DFB-Pokal viermal hintereinander zu gewinnen. Von 1986 bis 1989 sammelten sie einen Triumph nach dem anderen. Es sollte lange dauern, bis ein Team diesen Erfolg wiederholen konnte.

Im Jahr 1991 wurde der Wettbewerb zum letzten Mal zwischen den Siegern der Landespokale ausgetragen. Im Zuge der Einführung der Frauen-Bundesliga und der deutschen Wiedervereinigung wurde auch das Feld der Teilnehmerinnen im DFB-Pokal erweitert. Die Bundesligisten waren automatisch für den Pokal qualifiziert.

Eine weitere Neuerung ergab sich in der Saison 1991/92. Von diesem Zeitpunkt an wurden ausschließlich weibliche Schiedsrichterinnen für die Leitung des Wettbewerbs eingesetzt. Gertrud Regus war die erste Frau, die das Pokalfinale leitete.

Das Finalspiel zwischen FCR Duisburg und dem FSV Frankfurt gilt bei vielen Fans als bestes Endspiel aller Zeiten. Die Duisburger gewannen mit 6:2, auch dank Inka Grings, die allein drei Tore schoß. Nach dem großen Duisburger-Erfolg begann allerdings die Ära des 1. FFC Frankfurt. Fünfmal in Folge gewannen die Hessinnen daraufhin den Pokal-Wettbewerb.

In der Geschichte des Turniers gewannen zehn verschiedene Vereine den Titel. Erfolgreichster Klub ist der 1. FFC Frankfurt mit insgesamt acht Triumphen. Es folgen der FSV Frankfurt und der TSV Siegen (heute Sportfreunde Siegen), die beide jeweils fünf Erfolge feierten.

Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, so kam es auch im Frauen-Wettbewerb immer wieder zu Überraschungen. Eine davon ereignete sich im Jahr 1983, als die Damen von Tennis Borussia Berlin den amtierenden Meister und Pokalsieger SSG 09 Bergisch Gladbach bereits in der ersten Runde mit 3:1 aus dem Wettbewarb warfen. Zur größten Sensation kam es 1991 als der Regionalligist Grün-Weiß Brauweiler in allen vier Runden einen Bundesligisten schlug und sich somit vollkommen überraschend auch im Finale gegen den amtierenden Deutschen Meister TSV Siegen mit 1:0 durchsetzte. Bis heute ist Brauweiler der einzige Zweitligist, der den DFB-Pokal der Frauen gewinnen konnte.