Fußball in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie

Der Deutsche Fußball-Bund e.V. hat verschiedene Konzepte und Maßnahmen verabschiedet, die es trotz der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie ermöglichen, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen und die sicherstellen sollen, dass die Gesundheit aller am Spielbetrieb Beteiligten hinreichend geschützt ist. Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte der erarbeiteten Schutzmaßnahmen und ihre datenschutzrechtlichen Implikationen dargestellt:

Vereinsleben und SARS-CoV-2
Spielbetrieb
Zuschauende

Das Vereinsleben in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie

Die Veränderungen durch die Corona-Pandemie sind auch im Vereinsalltag spürbar. So gilt es Schutzmaßnahmen für die Spieler*innen zu etablieren sowie die sich daraus ergebenden (datenschutz-)rechtlichen Implikationen zu beachten. Denn um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, bedarf es der Kontaktdatenerhebung der am Trainingsbetrieb teilnehmenden Spieler*innen. Aber wie genau hat diese auszusehen? Und was gilt es zu beachten, wenn sich doch mal eine am Trainingsbetrieb teilnehmende Person infiziert hat?

© Inhaltsbild Kontakterhebung

Kontaktdatenerhebung

Neben der Einhaltung der landesrechtlich vorgegebenen Schutzmaßnahmen im und beim Trainingsbetrieb ist auch aus datenschutzrechtlicher Sicht die Beachtung der Vorgaben aus den Corona-Verordnungen der jeweiligen Bundesländer notwendig. So gilt beispielsweise auch hier zum Teil die Pflicht, eine Kontaktdatenerhebung im Rahmen des Fußballs durchzuführen, die zum Zwecke der Nachverfolgung möglicher Infektionsketten erforderlich sein kann. Zudem ergeben sich die Speicherfristen für die erhobenen Kontaktdaten aus den Corona-Verordnungen der Länder. Im Rahmen der Erhebung der Kontaktdaten müssen auch die Informationspflichten des Art. 13 DSGVO eingehalten werden.

Dabei ist jedoch auch der Grundsatz der Datenminimierung zu beachten: Sofern z.B. beim Trainingsbetrieb bereits die Kontaktdaten der Teilnehmenden grundsätzlich vorhanden sind, ist eine weitere Datenerhebung in Form eines Kontakterhebungsbogens nicht notwendig; stattdessen kann eine Anwesenheitsliste geführt werden.


© Inhaltsbild zu Talentförderung und Fortbildungen

Umgang mit Diagnosen

Sollte eine Infektion mit SARS-CoV-2 im Verein bekannt werden, ist auch hier zwingend darauf zu achten, diese möglichst vertraulich zu behandeln. Die Offenlegung einer Infektion einer/s Spieler*in etwa gegenüber den anderen Vereinsmitgliedern ist nur gestattet, sofern die infizierte Person in die Offenlegung einwilligt. Sofern das zuständige Gesundheitsamt im Rahmen der Kontaktverfolgung tätig wird, ist den Anweisungen der Mitarbeitenden des Gesundheitsamts zu folgen und nur in angewiesen Fällen die Identität der infizierten Person offenzulegen. Zu beachten ist ferner, dass auch eine negative Diagnose ein Gesundheitsdatum im Sinne des Datenschutzrechtes darstellt.


© Inhaltsbild zu Umgang mit Diagnosen

Talentförderung und Fortbildungen

Mit insgesamt 366 Stützpunkten bildet das Talentförderprogramm des DFB e.V. ein wichtiges Projekt zwischen Jugendarbeit und Vereinsbasis. Doch auch hier hat die Corona-Pandemie einige Änderungen im Ablauf erfordert. Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist dabei insbesondere die Kontaktdatenerhebung zum Zwecke einer möglicherweise notwendigen Kontaktverfolgung wichtig. Hierbei sind die Vorgaben der jeweils geltenden Corona-Landesverordnung maßgeblich. Im Rahmen der Erhebung der Kontaktdaten müssen auch die Informationspflichten des Art. 13 DSGVO eingehalten werden und sichergestellt werden, dass die Kontaktdatenformulare sicher und vor dem Zugang von Dritten geschützt, aufbewahrt werden. Ferner ist der Grundsatz der Datenminimierung zu beachten: Sofern die erforderlichen Kontaktdaten bereits vorhanden sind, ist eine weitere Datenerhebung in Form eines Kontakterhebungsbogens nicht notwendig; stattdessen könnte eine Anwesenheitsliste geführt werden.


Der Spielbetrieb in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie

Im Amateur-Bereich

Der Spielbetrieb im Amateur-Bereich musste durch die Folgen der Corona-Pandemie angepasst werden. Der DFB e.V. hat in Zusammenarbeit mit den Regional- und Landesverbänden einen Leitfaden mit den wichtigsten Regeln für die Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs für Amateurvereine geschaffen. „Zurück ins Spiel“ stellt ein Muster-Hygienekonzept dar, welches einen Rahmen für die Erarbeitung der notwendigen individuellen Lösungen vor Ort bilden.

Das Muster-Hygienekonzept ist dabei unterteilt in elf Kapitel, welche allgemeine Hygieneregeln, Hinweise zum Vorgehen bei Verdachtsfällen auf eine Erkrankung mit SARS-CoV-2 sowie organisatorische Vorgaben adressieren. Dabei gilt: Die aktuell gültigen, lokalen Verfügungen, die sich innerhalb der Bundesländer unterscheiden, sind bei der Umsetzung des Konzepts immer maßgeblich; ihnen ist zwingend Folge zu leisten. So treffen die Coronaverordnungen der jeweiligen Bundesländer verschiedene Vorgaben zur Kontaktdatenerhebung, aber auch zum Sportbetrieb und den dort geltenden Regelungen.

Die in "Zurück ins Spiel" aufgeführten Hinweise können von den behördlichen Verordnungen zum Teil abweichen. Unter Beachtung der lokalen Vorschriften, Gegebenheiten und Strukturen der Vereine sind daher individuelle Lösungen zu finden und umzusetzen, die jeder Verein auf sich und die örtlichen Gegebenheiten passend zuschneidet. Der derzeitige Bearbeitungsstand der Broschüre bietet hierfür das Gerüst und wichtige Orientierungsgrundlagen, die bei Bedarf aktualisiert werden.

Im Profi-Bereich

Im Rahmen des Spielbetriebs ist der Gesundheitsschutz aller am Spielbetrieb Beteiligten sicherzustellen. Dazu hat der DFB e.V. einige Schutzkonzepte und Maßnahmen verabschiedet. Das engmaschige Labormonitoring der Spieler*innen sowie der Betreuenden erfolgt durch die PCR-Testung etwa zentral vor einem Spiel bzw. einer Maßnahme, aber gegebenenfalls auch dezentral vor Anreise der am Spielbetrieb Beteiligten. Im Folgenden wird der Ablauf der PCR-Testungen, inklusive der datenschutzrechtlichen Implikationen, beschrieben.

Für die Durchführung von PCR-Testungen im Rahmen der Bundesliga und 2. Bundesliga wird das von der Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) erarbeitete Hygienekonzept angewendet. Der DFB e.V. ist diesbezüglich datenschutzrechtlich nicht verantwortlich.

PCR-Testungen

Im Rahmen des Spielbetriebs im Profibereich ergänzen regelmäßige PCR-Testungen der Spieler*innen sowie aller Betreuenden die Schutzmaßnahmen des Hygiene-Konzepts des DFB e.V. Auch in diesem Zusammenhang ergeben sich (datenschutz-)rechtliche Rechte und Pflichten, welche beachtet werden müssen. Dabei ist zunächst der Prozess in (1) die Entnahme der Proben, (2) die Untersuchung der Proben durch ein Labor und (3) die Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V. zu unterteilen.

(1) Entnahme der Proben

Für die Spieler*innen sowie die Betreuenden der Vereine und Kapitalgesellschaften der 3. Liga sowie der FLYERALARM Frauen-Bundesliga erfolgt die Entnahme des Abstrichs durch den/die Hygienebeauftragte*n des Clubs oder der ärztlichen Vertretung dieser.

Der Abstrich wird anschließend zusammen mit dem Einsendeschein (mit Vermerk von Vor- und Nachnamen der oder des Getesteten sowie ggfs. des Geschlechts und Geburtsdatums für eine Zuordnung der Proben zur getesteten Person) vom zuständigen Labor beim Club abgeholt und innerhalb von 24 Stunden einer PCR-Diagnostik unterzogen. Dieser Test dient dem Nachweis des Erbguts des SARS-CoV-2 in der Probe und somit der Frage, ob die getestete Person mit SARS-CoV-2 infiziert ist.

(2) Untersuchung durch ein Labor

Eine Übermittlung der Ergebnisse der Testungen durch das Labor erfolgt ausschließlich an den/die Hygienebeauftragte*n des Clubs. Der Club wird bei einem positiven Nachweis in der PCR-Testung auf SARS-CoV-2 Maßnahmen zur Lokalisierung und Eindämmung der Infektionsquelle durchführen. Dafür wird der Club sich insbesondere mit den Kontaktpersonen, möglichst ohne Offenlegung der Identität der betroffenen Person, in Verbindung setzen. Unter Umständen kann jedoch auch eine Offenlegung der Identität gegenüber möglicherweise gefährdeten Kontaktpersonen (z.B. aufgrund eines besonders engen Kontakts mit der betroffenen Person) notwendig sein. Im Falle eines positiven Nachweises in der PCR-Testung auf SARS-CoV-2 ist das Labor und/oder der behandelnde Arzt zudem dazu verpflichtet, diesen Befund dem für die untersuchte Person zuständigen Gesundheitsamt unter Nennung weiterer Informationen über die untersuchte Person zu melden.
Der Club meldet dem DFB e.V. an jedem Spieltag, ob die Ergebnisse sämtlicher durchgeführter Testungen unauffällig sind. D.h. es wird lediglich eine pauschale und nicht testpersonenbezogene Meldung (kein positiver Nachweis in den PCR-Testungen auf SARS-CoV-2 im Club oder positiver Nachweis in den PCR-Testungen auf SARS-CoV-2 im Club) abgegeben.

(3) Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V.

Verantwortlich für die Testung von Spieler*innen und Betreuenden sind der jeweilige Verein, der DFB e.V. und das testende Labor.

Eine davon ist die Information der an der PCR-Testung teilnehmenden Personen über die Verarbeitung ihrer personenbezogener Daten im Rahmen des engmaschigen Labormonitorings.


PCR-Testungen

Im Rahmen des Spielbetriebs der Mannschaften des DFB ergänzen regelmäßige PCR-Testungen der Spieler*innen sowie aller Betreuenden die Schutzmaßnahmen des Hygiene-Konzepts des DFB e.V. Auch in diesem Zusammenhang ergeben sich (datenschutz-)rechtliche Rechte und Pflichten, welche beachtet werden müssen. Eine davon ist die Information der an der PCR-Testung teilnehmenden Personen über die Verarbeitung ihrer personenbezogener Daten im Rahmen des engmaschigen Labormonitorings.

Dabei ist zunächst der Prozess in (1) die Entnahme der Proben, (2) die Untersuchung der Proben durch ein Labor und (3) die Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V. zu unterteilen.

Die Probenahme erfolgt dabei entweder zentral vor einem Spiel oder einer Maßnahme oder dezentral vor Anreise zu einem Spiel oder einer Maßnahme, in Abstimmung und Organistation des DFB e.V. sowie des Labors.

Zentrale Testung

(1) Entnahme der Proben

Im Zuge des Testungsverfahrens entnimmt eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter des Labors die Probe in Form des Abstrichs.

Der Abstrich wird anschließend zusammen mit dem Einsendeschein (mit einer Testreferenznummer für eine Zuordnung der Proben zur getesteten Person) von der Mitarbeiterin bzw. vom dem Mitarbeiter des Labors zur Testung mitgenommen und innerhalb von 24 Stunden einer PCR-Diagnostik unterzogen. Dieser Test dient dem Nachweis des Erbguts des SARS-CoV-2 in der Probe und somit der Frage, ob die getestete Person mit SARS-CoV-2 infiziert ist.

(2) Untersuchung durch ein Labor

Eine Übermittlung der Ergebnisse der zentralen Testungen durch das Labor erfolgt zentral an die bzw. den Medical Officer sowie, sofern die Spielerin bzw. der Spieler zugestimmt hat, auch an die Teammanager*innen zu organisatorischen Zwecken (etwa zur Organisation eines Rücktransports). Zugang zu den Ergebnissen der PCR-Testung haben ausschließlich die Medical Officer und Teammanager*innen der Mannschaft, ggf. deren ärztliche Vertretung oder ärztliches Hilfspersonal.

(3) Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V.

Verantwortlich für die Testung von Spieler*innen und den Betreuenden sind die oder der Medical Officer, der DFB e.V. und das testende Labor.

Dezentrale Testung

(1) Entnahme der Proben

Bei dem dezentralen Testungsverfahren ist ebenso, wie bei der zentralen Testung, der für die Probeentnahme vorgesehene Termin am Vortag des Spiels bzw. der Maßnahme 48 Stunden vorher wahrzunehmen. Der Termin und der Ort zur Probeentnahme wird im Vorfeld von den Spieler*innen und Betreuenden mit dem Labor abgestimmt. Die Probeentnahme erfolgt ebenso wie für die zentrale Testung beschrieben.

(2) Untersuchung durch ein Labor

Eine Übermittlung der Ergebnisse der dezentralen Testungen durch das Labor erfolgt an die Testpersonen, welche sodann das Ergebnis an die oder den Medical Officer zu organisatorischen Zwecken melden. Eine Verarbeitung des Ergebnisses findet nicht statt.

(3) Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V.

Verantwortlich für die Testung von Spieler*innen und den Betreuenden sind die oder der Medical Officer, der DFB e.V. und das testende Labor.


PCR-Testungen

Neben den unmittelbar am Spielbetrieb beteiligten Personen werden auch andere Funktionär*innen des DFB e.V. im Rahmen des Spielbetriebs auf SARS-CoV-2 getestet. Bei der Testung dieser Personengruppe ergeben sich (datenschutz-)rechtliche Rechte und Pflichten, welche beachtet werden müssen. Eine davon ist die Informierung der an der PCR-Testung teilnehmenden Personen über die Verarbeitung ihrer personenbezogener Daten im Rahmen des engmaschigen Labormonitorings.

Dabei ist zunächst der Prozess in (1) die Entnahme der Proben, (2) die Untersuchung der Proben durch ein Labor und (3) die Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V. zu unterteilen.

Die Probenahme erfolgt dabei entweder zentral vor einem Spiel oder einer Maßnahme oder dezentral vor Anreise zu einem Spiel oder einer Maßnahme, in Abstimmung und Organisattion des DFB e.V. sowie des Labors.

Zentrale Testung

(1) Entnahme der Proben

Im Zuge des Testungsverfahrens entnimmt ein/e Mitarbeiter*in des Labors die Probe in Form des Abstrichs.

Der Abstrich wird anschließend zusammen mit dem Einsendeschein (mit einer Testreferenznummer für eine Zuordnung der Proben zur getesteten Person) von der/-m Mitarbeiter*in des Labors zur Testung mitgenommen und innerhalb von 24 Stunden einer PCR-Diagnostik unterzogen. Dieser Test dient dem Nachweis des Erbguts des SARS-CoV-2 in der Probe und somit der Frage, ob die getestete Person mit SARS-CoV-2 infiziert ist.

(2) Untersuchung durch ein Labor

Eine Übermittlung der Ergebnisse der zentralen Testungen durch das Labor erfolgt zentral an die bzw. den Medical Officer sowie, sofern die/der Mitarbeiter*in zugestimmt hat, auch an die Teammanager*innen zu organisatorischen Zwecken (etwa zur Organisation eines Rücktransports). Zugang zu den Ergebnissen der PCR-Testung haben ausschließlich die Medical Officer und Teammanager*innen der Mannschaft, ggf. deren ärztliche Vertretung oder ärztliches Hilfspersonal.

(3) Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V.

Verantwortlich für die Testung von Funktionär*innen des DFB e.V. sind die bzw. der Medical Officer, der DFB e.V. und das testende Labor.

Dezentrale Testung

(1) Entnahme der Proben

Bei dem dezentralen Testungsverfahren ist ebenso, wie bei der zentralen Testung, der für die Probeentnahme vorgesehene Termin am Vortag des Spiels bzw. der Maßnahme 48 Stunden vorher wahrzunehmen. Der Termin und der Ort zur Probeentnahme wird im Vorfeld von den Funktionär*innen des DFB e.V. mit dem Labor abgestimmt. Die Probeentnahme erfolgt ebenso wie für die zentrale Testung beschrieben.

(2) Untersuchung durch ein Labor

Eine Übermittlung der Ergebnisse der dezentralen Testungen durch das Labor erfolgt an die Testpersonen, welche sodann das Ergebnis an die oder den Medical Officer zu organisatorischen Zwecken melden. Eine Verarbeitung des Ergebnisses findet nicht statt.

(3) Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V.

Verantwortlich für die Testung von den Funktionär*innen des DFB e.V sind die bzw. der Medical Officer, der DFB e.V. und das testende Labor.


PCR-Testungen

Im Profibereich werden auch die am Spielbetrieb beteiligten Schiedsrichter*innen sowie Schiedsrichterassistent*innen einem engmaschigen Labormonitoring unterzogen. Bei der Testung dieser Personengruppe ergeben sich (datenschutz-)rechtliche Rechte und Pflichten, welche beachtet werden müssen. Eine davon ist die Informierung der an der PCR-Testung teilnehmenden Personen über die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen des engmaschigen Labormonitorings.

Dabei ist zunächst der Prozess in (1) die Entnahme der Proben, (2) die Untersuchung der Proben durch ein Labor und (3) die Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V. zu unterteilen.

(1) Entnahme der Proben

Im Zuge des Labormonitorings entnimmt der Hygienebeauftragte des Clubs, an dessen Standort die Probenahme erfolgt oder ein von ihm benannter qualifizierter Stellvertreter zunächst eine Initialtestung in Form eines Abstrichs. Sodann erfolgt eine Testung jeweils am Vortrag des Spiels, für das die Schiedsrichter*innen sowie Schiedsrichterassistent*innen eingesetzt werden sollen.

Der Abstrich wird anschließend zusammen mit dem Einsendeschein (mit Vermerk von Vor- und Nachnamen der oder des Getesteten sowie ggfs. des Geschlechts und Geburtsdatums für eine Zuordnung der Proben zur getesteten Person) vom zuständigen Labor beim Club, an dessen Standort die Probenahme erfolgt, abgeholt und innerhalb von 24 Stunden einer PCR-Diagnostik unterzogen. Dieser Test dient dem Nachweis des Erbguts des SARS-CoV-2 in der Probe und somit der Frage, ob die getestete Person mit SARS-CoV-2 infiziert ist.

(2) Untersuchung durch ein Labor

Eine Übermittlung der Ergebnisse der Testungen durch das Labor erfolgt an den DFB e.V., welcher die Testdaten zur Auswertung an den für die Schiedsrichter*innen sowie Schiedsrichterassistent*innen zuständigen Arzt sammelt und übermittelt. Zugang zu den Ergebnissen der PCR-Testung hat ausschließlich der Arzt, ggf. dessen ärztliche Vertretung oder ärztliches Hilfspersonal.

Der Arzt meldet dem DFB e.V. zudem an jedem Spieltag die Ergebnisse der durchgeführten Testungen. Im Falle eines positiven Nachweises in der PCR-Testung auf SARS-CoV-2 meldet der Arzt dem DFB e.V. den Namen, das Ergebnis der PCR-Testung sowie das Datum der Testung, sodass durch den DFB e.V. entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können, um den sicheren Spielbetrieb zu ermöglichen.

(3) Nutzung der Diagnosen zum Zwecke der Sicherstellung des Spielbetriebs durch den DFB e.V.

Verantwortlich für die Testung von Schiedsrichter*innen sowie Schiedsrichterassistent*innen sind der DFB e.V., das testende Labor sowie der Arzt.



Zuschauende im Stadion in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie

Sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich sind Zuschauende ein essentieller Bestandteil des Spielbetriebs. Ein Spielbetrieb, wie wir ihn vor Corona kannten, ist gegenwärtig jedoch nicht mehr möglich. Um dennoch einige Zuschauende bei den Spielen begrüßen zu dürfen, ist es wichtig, die landesrechtlichen Vorgaben aus den Corona-Verordnungen zu beachten. Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist hier insbesondere die Kontaktverfolgung besonders relevant.

© Inhaltsbild Kontakterhebung Zuschauende

Hygiene-Konzept

Kontaktdatenerhebung

Einen wichtigen Punkt stellt dabei die Kontaktdatenerhebung zum Zwecke der Nachverfolgung möglicher Infektionsketten dar. Die (datenschutz-)rechtlichen Vorgaben (insbesondere, unter welchen Voraussetzungen eine Kotaktdatenerhebung stattfinden muss) finden sich in den Corona-Verordnungen der jeweiligen Bundesländer. Gleichzeitig müssen jedoch auch die Informationspflichten des Art. 13 DSGVO eingehalten werden. Darüber hinaus dürfen entsprechende Informationen nicht öffentlich einsehbar sein (z.B. durch eine fortlaufende Liste). Zudem muss sichergestellt werden, dass korrekte Angaben gemacht werden.Ein mögliches Muster für die Kontaktdatenerhebung in Papierform kann unter folgendem Link abgerufen werden:

Musterformular

Für eine elektronische Kontaktverfolgung können Sie außerdem die DFBnet Fancard nutzen.

Aufgrund der sehr dynamischen Lage kann es zu kurzfristigen sowie regionalen Abweichungen in den Corona-Verordnungen kommen. Halten Sie vor der Verwendung des Musters Rücksprache mit Ihrem Verantwortlichen für den Datenschutz.


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Die Fancard: digitale Zuschauerregistrierung für Vereine

Die Corona-Verordnungen schreiben vor, dass Fußball-Vereine vieler Bundesländer die Kontaktdaten ihrer Zuschauer erfassen müssen, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Genauso, wie man es bereits aus der Gastronomie kennt. Wir glauben, dass die Erfassung mit Stift und Papier vor Ort zu aufwändig, nicht nachhaltig und im Falle eines Infektionsgeschehens zu ineffizient in der weiteren Bearbeitung ist.

Deswegen haben wir die Fancard entwickelt. Zuschauer können ihre Kontaktdaten dauerhaft hinterlegen, Vereine können Zuschauer beim Spiel erfassen und im Bedarfsfall auswerten - ohne jegliche Zettelwirtschaft – komplett digitalisiert, datenschutzkonform und sicher.

Die Fancard ist ein kostenloser Service für Vereine und Zuschauer.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Fancard finden Sie in unserer Informationsbroschüre.

Informationsbroschüre