Wolfsburg empfängt Frankfurt zum Topspiel

Den Kontakt zum Spitzentrio will der 1. FFC Turbine Potsdam mit einem Auswärtssieg bei FF USV Jena halten. Der direkte Vergleich spricht deutlich für die Mannschaft von FFC-Trainer Bernd Schröder, die von zwölf Bundesliga-Duellen elf für sich entscheiden konnte. Einmal gab es ein Remis.

Aktuell sind die "Torbienen" seit drei Spieltagen ungeschlagen, Jena wartet dagegen seit sechs Begegnungen auf den zweiten Saisonsieg. Nach wie vor steht die langzeitverletzte Abwehrspielerin Vanessa Müller (Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung.

[mspw]


Gipfeltreffen in Wolfsburg! Mit dem VfL und dem 1. FFC Frankfurt treffen heute (ab 11.30 Uhr) in der Spitzenpartie des elften Spieltages in der Allianz Frauen-Bundesliga die beiden Vereine aufeinander, auf die sich gleich drei Titel verteilen. Die von Ralf Kellermann trainierten Wölfinnen sind Champions League-Sieger und Deutscher Meister, Frankfurt gewann in der abgelaufenen Saison den DFB-Pokal.

Besonders bemerkenswert: Frankfurt hatte auf dem Weg zum Pokalsieg die Wolfsburgerinnen im Achtelfinale 1:0 ausgeschaltet. Der VfL revanchierte sich in einem "Endspiel" um die Meisterschaft am letzten Spieltag mit einem späten 2:1-Heimerfolg.

Das Aufeinandertreffen der beiden Spitzenvereine, die jeweils im aktuellen Champions League-Viertelfinale stehen, wird im NDR und HR Fernsehen live übertragen. Die Gastgeberinnen hoffen auf eine Kulisse von rund 3000 Zuschauern. Mit dem dritten Sieg in Serie will Wolfsburg den aktuell punktgleichen Spitzenreiter FC Bayern München (beide 26 Zähler) im Rennen um die Herbstmeisterschaft unter Druck setzen. Der FFC liegt einen Zähler hinter dem Spitzenduo in Lauerstellung und könnte die Hinserie mit einem Sieg in Wolfsburg ebenfalls noch auf Platz eins beenden, wenn der FC Bayern in Essen patzt.

"Im Kräftemessen mit dem aktuellen Champions-League-Sieger wollen wir die Fortschritte, die wir in den vergangenen Wochen gemacht haben, erneut auf den Platz bringen und unsere Chancen im spannenden Vierkampf an der Tabellenspitze wahren", so Frankfurts Trainer Colin Bell. "Die Favoritenrolle liegt beim heimstarken VfL. Wenn aber auf beiden Seiten alle Leistungsträgerinnen gesund sind, dann ist der Qualitätsunterschied zwischen beiden Teams nicht groß. Seit Saisonbeginn haben wir unser präzises und schnelles Passspiel weiterentwickelt. Doch gegen Wolfsburg hat man noch einen Tick weniger Zeit und muss Präzision und Schnelligkeit auch unter Druck an den Tag legen."

Für den VfL ist es das letzte Heimspiel im Stadion am Elsterweg vor dem Umzug in die neue Heimat im Allerpark. "Die direkten Duelle mit den anderen Mannschaften aus der Spitzengruppe haben in dieser Saison eine größere Bedeutung bekommen. Wir möchten die Chance nutzen, den Abstand auf einen direkten Konkurrenten zu erhöhen und sind sehr motiviert, unsere Serie auf 50 Heimspiele ohne Niederlage ausbauen", betont Wolfsburgs Trainer Kellermann, der mit Ausnahme der verletzten Nadine Keßler seine Bestbesetzung aufbieten kann.

Bayern München hat Herbstmeisterschaft im Blick

Die Hinrunde als ungeschlagener Herbstmeister abschließen: Das ist das Ziel des FC Bayern München in der Partie heute (ab 14 Uhr) bei der SGS Essen. Bisher stehen für die Mannschaft von FCB-Trainer Thomas Wörle acht Siege und zwei Unentschieden zu Buche. An der Essener Hafenstraße ist der siebte Dreier in Folge möglich.

"Einige Spielerinnen konnten nach ihren Länderspielreisen erst sehr kurzfristig in die Vorbereitung einsteigen. Essen ist aber eine Mannschaft, auf die wir uns gut vorbereiten müssen", sagt Bayern-Trainer Thomas Wörle und weiß um die Schwere der Aufgabe. "In Essen haben wir uns oft nicht leicht getan und wir werden dort sehr gefordert sein. Natürlich werden wir versuchen, unsere bestmögliche Leistung zu bringen."

Auch wenn sich die Personalsituation durch das Startelfdebüt der lange verletzten Leonie Maier und Laura Feiersinger im Testspiel gegen den chinesischen Frauenfußball-Meister SVA Shanghai (3:1) ein wenig entspannt, fehlen dem FC Bayern weiterhin Nationalspielerin Lena Lotzen, Sarah Romert und Carina Wenninger. Die SGS von Trainer Markus Högner will ihre dritte Niederlage hintereinander verhindern. Die jüngste Bilanz gegen den FCB ist mit drei Niederlagen am Stück negativ.

Freiburg will gegen Hoffenheim Trendwende einleiten

Nach drei Niederlagen mit 2:16 Toren strebt der SC Freiburg zum Ende der Hinrunde wieder ein Erfolgserlebnis an. Bereits ab 11 Uhr bekommt es die Mannschaft von Trainer Dietmar Sehrig mit dem Tabellennachbarn 1899 Hoffenheim zu tun. Die Freiburgerinnen haben zwölf Zähler auf dem Konto, die Gäste aus Sinsheim liegen zwei Punkte davor auf Rang sechs.

"Wir haben zuletzt drei deftige Niederlagen kassiert. Tiefpunkt war das jüngste 1:5 in Leverkusen. Da hat gar nichts gepasst", so Sehrig gegenüber DFB.de. "Das Zweikampfverhalten, die Laufbereitschaft und Intensität - das war über 90 Minuten zu wenig. Wir müssen uns nun im wichtigen Spiel gegen Hoffenheim ganz anders präsentieren."

Personell kann Sehrig nicht aus dem Vollen schöpfen. Mittelfeldspielerin Jobina Lahr fehlt wegen ihrer Roten Karte aus der Partie bei Bayer 04 Leverkusen. Clara Schöne (Außenmeniskusverletzung) fällt ebenfalls aus.

Für Hoffenheim endete mit dem jüngsten 1:7 gegen den 1. FFC Frankfurt eine Serie von vier Partien ohne Niederlage. Außerdem war es die höchste Saisonniederlage für die Mannschaft von 1899-Trainer Jürgen Ehrmann: "Wir wollten eng an den Gegenspielerinnen dran sein, das ist uns in der ersten Halbzeit nicht gelungen. Ich konnte meiner Mannschaft aber trotzdem keinen Vorwurf machen, das Kombinationsspiel der Frankfurterinnen lief einfach zu gut und sie haben kaum Fehler gemacht."

Herford und MSV kämpfen um den Anschluss

In einem wichtigen Duell im Rennen um den Klassenverbleib stehen sich Aufsteiger Schlusslicht Herforder SV sowie der Vorletzte MSV Duisburg heute (ab 14 Uhr) gegenüber. Sowohl der HSV als auch die Zebras warten in dieser Saison noch auf ihren ersten Sieg und kämpfen um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. Der Rückstand des MSV auf das "rettende Ufer" beträgt bereits vier Punkte, Herford liegt noch einen weiteren Zähler dahinter.

"Wir haben mit 28 Gegentreffern zu viele Tore kassiert, aber auch im Spiel nach vorne fehlten oft die notwendige Grundordnung und Klarheit. Daran arbeiten wir in jedem Training sehr hart - und die Mannschaft ist absolut willig, kniet sich rein, das macht Hoffnung", so MSV-Trainerin Inka Grings. "Was mich ebenfalls optimistisch stimmt, ist die Tatsache, dass die Mannschaft trotz aller Rückschläge im Training hervorragend mitmacht. Die Spielerinnen fordern sich immer wieder selbst, arbeiten sehr willig und sehr konkret. Ich bin sicher, dass wir es schaffen werden."

Leverkusen und Sand können sich absetzen

Der Sieger des Vergleichs zwischen dem Aufsteiger SC Sand und Bayer 04 Leverkusen heute (ab 14 Uhr) kann sich zum Ende der Hinrunde ein wenig von der Abstiegszone absetzen. Die Gäste treten nach ihrem höchsten Saisonsieg (5:1 gegen den SC Freiburg) mit gestiegenem Selbstvertrauen beim SCS an.

"Das Ergebnis und vor allem die Art und Weise unseres Auftretens geben uns mächtig Selbstvertrauen, das ist nun in jeder Trainingseinheit deutlich spürbar. Jetzt wollen wir in Sand natürlich nachlegen", sagt Bayer-Torhüterin Lisa Schmitz. Sand gewann nur eines von fünf Heimspielen (4:1 gegen den MSV Duisburg).

Den Kontakt zum Spitzentrio will der 1. FFC Turbine Potsdam mit einem Auswärtssieg bei FF USV Jena halten. Der direkte Vergleich spricht deutlich für die Mannschaft von FFC-Trainer Bernd Schröder, die von zwölf Bundesliga-Duellen elf für sich entscheiden konnte. Einmal gab es ein Remis.

Aktuell sind die "Torbienen" seit drei Spieltagen ungeschlagen, Jena wartet dagegen seit sechs Begegnungen auf den zweiten Saisonsieg. Nach wie vor steht die langzeitverletzte Abwehrspielerin Vanessa Müller (Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung.