Sportliche Leitung

23 Fußball-lehrerinnen und -lehrer arbeiten als DFB-Trainer an entscheidender Stelle. Sie sind nicht nur für die Betreuung der 15 Nationalmannschaften, sondern auch für die Trainer-Aus- und -Fortbildung zuständig.

Das, wofür der DFB in erster Linie steht, ist der Sport. Die Leistungen der Nationalmannschaften sind die Visitenkarte des Verbandes. Dass die stimmen, dafür tragen die Trainer die Verantwortung. Deswegen stellt der DFB höchste Ansprüche an seine – im wahrsten Sinne des Wortes – leitenden Mitarbeiter. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass alle DFB-Trainer im Besitz der Fußball-Lehrer-Lizenz sind und große Erfahrung als Aktiver oder Trainer gesammelt haben.

Das gilt natürlich zuvorderst für Silvia Neid und Joachim Löw, die dem Trainer-Stab im weiblichen beziehungsweise männlichen Bereich vorstehen. Sie haben Kompetenz-Teams aufgebaut, die gut miteinander verzahnt sind.

Bei der Nationalmannschaft steht Hansi Flick dem Bundestrainer noch bis zur WM 2014 als erster Ansprechpartner zur Seite. Seit dem Amtsantritt von Joachim Löw 2006 genießt der Assistenztrainer dessen Vertrauen. Der gebürtige Heidelberger hat sich seine sportlichen Meriten in der Bundesliga beim FC Bayern München und beim 1. FC Köln verdient. In seiner aktiven Laufbahn bestritt er 148 Bundesliga-Spiele, gewann viermal die Deutsche Meisterschaft und einmal den DFB-Pokal. Seine Fußball-Lehrer-Lizenz erwarb Hansi Flick 2003 – mit Auszeichnung als Jahrgangsbester. Seine Kompetenz als Trainer bewies er schließlich bei der TSG Hoffenheim und bei Red Bull Salzburg. Nach der WM in Brasilien wird er DFB-Sportdirektor.

Das Trainer-Trio der Nationalmannschaft komplettiert Andreas Köpke. Der Bundestorwarttrainer ist seit 2004 im Amt und zählt zu den engsten Beratern von Joachim Löw. Als Profi absolvierte er 346 Bundesliga-Spiele für Hertha BSC, den 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt. In 59 Länderspielen hütete Andreas Köpke das Tor der DFB-Auswahl. Bei der WM 1990 stand er im Kader, der die Weltmeisterschaft gewann. Beim Gewinn der Europameisterschaft 1996 war er die Nummer 1.

Europameister wurde auch Horst Hrubesch. Zu-nächst 1980 mit der Nationalmannschaft, als er im Finale von Rom beim 2:1-Sieg gegen Belgien beide Treffer erzielte. Ein Triumph, den er als Trainer 2008 mit der U 19 und 2009 mit der U 21 wiederholte. Seit 1999 arbeitet er beim DFB und ist derzeit wieder für die U 21 zuständig. Zusammen mit Thomas Nörenberg bildet er ein eingespieltes Trainer-Gespann.

Im A-Junioren-Bereich trainieren Christian Ziege und Marcus Sorg je zwei Jahre in Folge einen Jahrgang. Christian Ziege hat mit der Erfahrung aus 72 Länderspielen und 16 Jahren beim FC Bayern München, AC Mailand, FC Middlesbrough, FC Liverpool, Tottenham Hotspur und Borussia Mönchengladbach Wissen angehäuft, das wertvoll für die Entwicklung junger Spieler ist, die auf dem Sprung in den Profi-Bereich sind. Marcus Sorg begann seine Trainer-Laufbahn bereits mit 34 Jahren. Unter anderem war er Cheftrainer des SC Freiburg. Seit 2013 arbeitet er für den DFB.

Im B-Junioren-Bereich sind Stefan Böger und Christian Wück zuständig. Während Christian Wück das Amt beim DFB nach 13 Jahren als Profi und acht Jahren als Trainer erst 2012 übernahm, ist Stefan Böger bereits seit 2008 erfolgreich für den Verband tätig. Die U 17 führte er 2012 zum zweiten Platz bei der Europameisterschaft.