Ach so - Na klar!

Schwitzen – die Klimaanlage unseres Körpers

Wusstest du, dass dein Körper über eine Klimaanlage verfügt? Sie kommt zum Einsatz, wenn wir im Sommer mit unserem Eis um die Wette schmelzen, wenn uns beim Fußballspielen das Wasser von der Stirn tropft, wenn wir vor Aufregung feuchte Hände bekommen und wenn wir krank mit Fieber im Bett liegen – denn dann schwitzen wir.

Kind nach dem Sport © cobra youth communications

Puh, ganz schön anstrengend. Beim Sport kommt man richtig ins Schwitzen!


Wir schwitzen, um unseren Körper von zu viel Wärme zu befreien. Am ganzen Körper haben wir Schweißdrüsen. Das sind kleine Öffnungen, über die der Schweiß aus dem Körper auf die Haut gelangt, wo er dann für einen angenehmen Kühlungseffekt sorgt. Insgesamt 2 bis 4 Millionen Schweißdrüsen sorgen so jederzeit dafür, dass unser Körper seine gesunde Körpertemperatur von rund 37 Grad beibehält. Dabei gibt es Stellen, wo wenige bis gar keine Schweißdrüsen sitzen, und Stellen, an denen viele Schweißdrüsen ganz dicht beieinander liegen. Kannst du dir denken, welche das sind? Kleiner Tipp: An Stellen mit vielen Schweißdrüsen schwitzt man auch mehr...

Der Schweiß selbst besteht vor allem aus Wasser und Salz – und riecht überhaupt nicht! Zu müffeln beginnt es nur, wenn sich der Schweiß mit Bakterien auf der Haut vermischt. Diese lauern ganz besonders an Stellen, an denen in der Pubertät Haare wachsen, also allen voran den Achselhöhlen. Um Bakterien zu bekämpfen und Gerüche zu überdecken, greifen Jugendliche und Erwachsene daher zu Deos. Bei Kindern riecht Schweiß eigentlich nicht. Aber gegen die unangenehme Nässe hilft bei Groß und Klein atmungsaktive Kleidung, durch die der Schweiß nach außen treten kann, anstatt auf der Haut kleben zu bleiben. Und nicht vergessen: Wer viel schwitzt, muss auch viel trinken. Die ausgeschwitzte Flüssigkeit wird dem Körper am besten über Wasser oder ungesüßte Tees wieder zugeführt. Das schützt den Körper nicht nur vor Überhitzung, sondern auch vor Austrocknung.

       
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Wenn jemand stark schwitzt, sagen wir oft, er schwitze wie ein Schwein. Dabei können Schweine gar nicht schwitzen! Im Gegensatz zu uns Menschen haben Schweine nämlich keine Schweißdrüsen; sie legen sich zur Abkühlung lieber in den Schatten oder in eine feuchte Schlammkuhle. Das gilt übrigens für die meisten Tiere: Hunde hecheln mit ihrer Zunge, Katzen lecken sich das Fell feucht und Vögel lüften ihr Gefieder, indem sie sich aufplustern. Eine Ausnahme sind die Pferde, die am ganzen Körper schwitzen. Aber ob es „Schwitzen wie ein Pferd“ in unseren Sprachschatz schafft?

Benni fängt beim Training an zu schwitzen.

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