Koch: "Sind in der Pflicht, mögliche Ansprüche durchzusetzen"

Am 4. März wird die international renommierte Kanzlei Freshfields ihren Abschlussbericht zu den Vorgängen im Zusammenhang mit der WM 2006 vorstellen. Das Präsidium des DFB mit den beiden 1. Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch und Dr. Reinhard Rauball sowie Schatzmeister Reinhard Grindel hat als gemeinsames Ziel eine lückenlose Aufklärung ausgegeben. Um möglichen Verjährungen von Ansprüchen vorzubeugen, wurden entsprechende Vorkehrungen getroffen. Der für Rechts- und Satzungsfragen zuständige 1. Vizepräsident Dr. Koch hat sich dazu unter anderem ausführlich gegenüber der ARD geäußert. DFB.de fasst die wesentlichen Aussagen zusammen.

Frage: Herr Koch, es gab in den vergangenen Tagen einige unterschiedliche Deutungen zum Vorgehen des DFB bei der Vermeidung von Verjährungen. Worum geht es genau?

Dr. Rainer Koch: Wir haben uns an der Spitze des DFB gemeinsam vorgenommen, den Sachverhalt zunächst durch die unabhängige Kanzlei Freshfields vollständig und ohne Ansehen von Personen aufzuklären. Am 4. März wird der Bericht von Freshfields vorgestellt, parallel wird alles transparent im Internet veröffentlicht und wir äußern uns dann auf einer Pressekonferenz dazu. Auf der anderen Seite darf uns unabhängig davon später nicht der Vorwurf gemacht werden, dass wir Ansprüche, die der DFB geltend zu machen hat, nicht durchgesetzt haben. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Einrede der Verjährung erhoben werden könnte. Der DFB ist eine gemeinnützige Organisation, ein eingetragener Verein, deshalb sind Herr Rauball und ich in der Pflicht, mögliche Ansprüche durchzusetzen.

Frage: Dazu wurde die ÖRA, die Öffentliche Rechtsauskunft- und Antragstelle, eingeschaltet.

Koch: Wir haben uns entschlossen, einen möglichst geräuschlosen und unaufgeregten Weg zu beschreiten und haben diese Anträge eingereicht, um damit auch zu verhindern, dass später die Einrede der Verjährung erhoben werden kann. Es sind Güteanträge, daraus kann man schon ersehen, dass es unsere Intention ist, jetzt nicht öffentlich gegen einzelne Personen vorzugehen. Wir möchten gerade nicht, dass jemand in ein falsches Licht gerückt wird, sondern einfach die Vorkehrungen treffen, zu denen wir als Vertreter des gemeinnützigen Verbandes verpflichtet sind.

Frage: Wären Verzichtserklärungen der Personen eine Option gewesen?

Koch: Es handelt sich ja um einen relativ großen Personenkreis, der zum Teil auch gar nicht in Deutschland ansässig ist. Aus diesen Gründen sind wir den Weg gegangen und haben diese Anträge eingereicht, aber wir sind durchaus in Gesprächen mit den Anwälten der Beteiligten.

Frage: Auch mit der FIFA?

Koch: Gerade auch mit der FIFA haben wir intensive Gespräche geführt. Es ist dort ein völlig falscher Eindruck in der Öffentlichkeit entstanden. Wir sind in sehr gutem, engem Austausch. Und auch umgekehrt sind wir dabei, gegenüber der FIFA unserseits zu erklären, dass wir auf die Einrede der Verjährung verzichten würden, wenn die FIFA gegen den DFB beispielsweise Ansprüche geltend machen sollte. Deswegen ist mir wichtig herauszustellen: Hier geht es jetzt nicht darum, Streit zu suchen, sondern Rechtspositionen zu erhalten. Das ist die Pflicht derjenigen, die an der Spitze des DFB aktuell handeln.

[dfb]

Am 4. März wird die international renommierte Kanzlei Freshfields ihren Abschlussbericht zu den Vorgängen im Zusammenhang mit der WM 2006 vorstellen. Das Präsidium des DFB mit den beiden 1. Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch und Dr. Reinhard Rauball sowie Schatzmeister Reinhard Grindel hat als gemeinsames Ziel eine lückenlose Aufklärung ausgegeben. Um möglichen Verjährungen von Ansprüchen vorzubeugen, wurden entsprechende Vorkehrungen getroffen. Der für Rechts- und Satzungsfragen zuständige 1. Vizepräsident Dr. Koch hat sich dazu unter anderem ausführlich gegenüber der ARD geäußert. DFB.de fasst die wesentlichen Aussagen zusammen.

Frage: Herr Koch, es gab in den vergangenen Tagen einige unterschiedliche Deutungen zum Vorgehen des DFB bei der Vermeidung von Verjährungen. Worum geht es genau?

Dr. Rainer Koch: Wir haben uns an der Spitze des DFB gemeinsam vorgenommen, den Sachverhalt zunächst durch die unabhängige Kanzlei Freshfields vollständig und ohne Ansehen von Personen aufzuklären. Am 4. März wird der Bericht von Freshfields vorgestellt, parallel wird alles transparent im Internet veröffentlicht und wir äußern uns dann auf einer Pressekonferenz dazu. Auf der anderen Seite darf uns unabhängig davon später nicht der Vorwurf gemacht werden, dass wir Ansprüche, die der DFB geltend zu machen hat, nicht durchgesetzt haben. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Einrede der Verjährung erhoben werden könnte. Der DFB ist eine gemeinnützige Organisation, ein eingetragener Verein, deshalb sind Herr Rauball und ich in der Pflicht, mögliche Ansprüche durchzusetzen.

Frage: Dazu wurde die ÖRA, die Öffentliche Rechtsauskunft- und Antragstelle, eingeschaltet.

Koch: Wir haben uns entschlossen, einen möglichst geräuschlosen und unaufgeregten Weg zu beschreiten und haben diese Anträge eingereicht, um damit auch zu verhindern, dass später die Einrede der Verjährung erhoben werden kann. Es sind Güteanträge, daraus kann man schon ersehen, dass es unsere Intention ist, jetzt nicht öffentlich gegen einzelne Personen vorzugehen. Wir möchten gerade nicht, dass jemand in ein falsches Licht gerückt wird, sondern einfach die Vorkehrungen treffen, zu denen wir als Vertreter des gemeinnützigen Verbandes verpflichtet sind.

Frage: Wären Verzichtserklärungen der Personen eine Option gewesen?

Koch: Es handelt sich ja um einen relativ großen Personenkreis, der zum Teil auch gar nicht in Deutschland ansässig ist. Aus diesen Gründen sind wir den Weg gegangen und haben diese Anträge eingereicht, aber wir sind durchaus in Gesprächen mit den Anwälten der Beteiligten.

Frage: Auch mit der FIFA?

Koch: Gerade auch mit der FIFA haben wir intensive Gespräche geführt. Es ist dort ein völlig falscher Eindruck in der Öffentlichkeit entstanden. Wir sind in sehr gutem, engem Austausch. Und auch umgekehrt sind wir dabei, gegenüber der FIFA unserseits zu erklären, dass wir auf die Einrede der Verjährung verzichten würden, wenn die FIFA gegen den DFB beispielsweise Ansprüche geltend machen sollte. Deswegen ist mir wichtig herauszustellen: Hier geht es jetzt nicht darum, Streit zu suchen, sondern Rechtspositionen zu erhalten. Das ist die Pflicht derjenigen, die an der Spitze des DFB aktuell handeln.