Bourani: "Ein kollektiver Glücksrausch"

Wer friert uns diesen Moment ein? Schwierige Frage, denn der Moment dauert schon ziemlich lange an. Als wäre er tatsächlich eingefroren. So muss es Andreas Bourani zumindest vorkommen. Denn mit "Auf uns", der ersten Single des Albums "HEY", hat er nicht nur den Hit des Sommers 2014 geschrieben. Er landete damit vielmehr die Hymne zum Titelgewinn der deutschen Mannschaft bei der WM 2014 in Brasilien. Für die ARD-Sportschau taugte der Song während der WM als Erkennungsmusik, für Millionen Menschen auch jenseits der Public Viewing war es das Mitsingstück des Jahres.

Nun durfte Andreas Bourani, der vom 13. Januar bis 15. Februar auf Deutschland-Tour sein wird, auch bei der Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts an die Spieler der DFB-Auswahl mit "Auf uns" auftreten. Im Schloss Bellevue, vor Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel und und Innenminister Thomas de Maizière. Es ist nur konsequent, dass dieses Lied auch den WM-Film "Die Mannschaft" schmückt, der ab heute in den Kinos läuft. Im DFB.de-Interview mit Redakteur Niels Barnhofer spricht Andreas Bourani über den Ursprungsgedanken des Songs und den Empfang auf der Berliner Fanmeile.

fanclub.dfb.de: Herr Bourani, Sie durften die deutsche Nationalmannschaft nach dem Gewinn der WM auf der Fanmeile in Berlin empfangen. Wirkt dieses Erlebnis noch nach bei Ihnen?

Andreas Bourani: Auf jeden Fall. Das ist das Highlight des Sommers gewesen. Auf dieser großen Bühne, vor dieser großen Zuschauermenge zu stehen, in Erwartung auf die Mannschaft: Das war eine ganz eigene Stimmung. Eine tolle Energie. Ein kollektiver Glücksrausch. Tolle, spektakuläre Momente waren dabei. Der Auftritt. Vor fast 400.000 Leuten, die dann mit einsteigen und den Song singen. Es war einfach ein schönes Erlebnis, von dem ich noch meinen Kindern und Kindeskindern erzählen kann.

fanclub.dfb.de: Haben Sie auch Gänsehaut bekommen?

Bourani: Ja, klar. Ich habe ganz viele Bilder gemacht und gepostet. Ich habe total mitgefiebert. Wie über die gesamte WM. Es war ein Nervenkitzel ohne Ende. Ich habe es sehr genossen. Ich hatte dadurch eine tolle Zeit und einen schönen Sommer.

fanclub.dfb.de: Wurde der durch Ihren Hit noch intensiviert?

Bourani: Ja, der Song ging gleich in der ersten Woche schon von Null auf Eins. Das war schon mehr als ich erwartet hatte. Ich hatte eigentlich nur die Idee, diese zweite Platte rauszubringen. Für einen Künstler ist es ja immer spannend zu sehen, bekommt das überhaupt jemand mit, interessiert das überhaupt, was man da rausbringt. Von daher war es für mich schon unglaublich, diese Nummer eins zu haben.



Wer friert uns diesen Moment ein? Schwierige Frage, denn der Moment dauert schon ziemlich lange an. Als wäre er tatsächlich eingefroren. So muss es Andreas Bourani zumindest vorkommen. Denn mit "Auf uns", der ersten Single des Albums "HEY", hat er nicht nur den Hit des Sommers 2014 geschrieben. Er landete damit vielmehr die Hymne zum Titelgewinn der deutschen Mannschaft bei der WM 2014 in Brasilien. Für die ARD-Sportschau taugte der Song während der WM als Erkennungsmusik, für Millionen Menschen auch jenseits der Public Viewing war es das Mitsingstück des Jahres.

Nun durfte Andreas Bourani, der vom 13. Januar bis 15. Februar auf Deutschland-Tour sein wird, auch bei der Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts an die Spieler der DFB-Auswahl mit "Auf uns" auftreten. Im Schloss Bellevue, vor Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel und und Innenminister Thomas de Maizière. Es ist nur konsequent, dass dieses Lied auch den WM-Film "Die Mannschaft" schmückt, der ab heute in den Kinos läuft. Im DFB.de-Interview mit Redakteur Niels Barnhofer spricht Andreas Bourani über den Ursprungsgedanken des Songs und den Empfang auf der Berliner Fanmeile.

fanclub.dfb.de: Herr Bourani, Sie durften die deutsche Nationalmannschaft nach dem Gewinn der WM auf der Fanmeile in Berlin empfangen. Wirkt dieses Erlebnis noch nach bei Ihnen?

Andreas Bourani: Auf jeden Fall. Das ist das Highlight des Sommers gewesen. Auf dieser großen Bühne, vor dieser großen Zuschauermenge zu stehen, in Erwartung auf die Mannschaft: Das war eine ganz eigene Stimmung. Eine tolle Energie. Ein kollektiver Glücksrausch. Tolle, spektakuläre Momente waren dabei. Der Auftritt. Vor fast 400.000 Leuten, die dann mit einsteigen und den Song singen. Es war einfach ein schönes Erlebnis, von dem ich noch meinen Kindern und Kindeskindern erzählen kann.

fanclub.dfb.de: Haben Sie auch Gänsehaut bekommen?

Bourani: Ja, klar. Ich habe ganz viele Bilder gemacht und gepostet. Ich habe total mitgefiebert. Wie über die gesamte WM. Es war ein Nervenkitzel ohne Ende. Ich habe es sehr genossen. Ich hatte dadurch eine tolle Zeit und einen schönen Sommer.

fanclub.dfb.de: Wurde der durch Ihren Hit noch intensiviert?

Bourani: Ja, der Song ging gleich in der ersten Woche schon von Null auf Eins. Das war schon mehr als ich erwartet hatte. Ich hatte eigentlich nur die Idee, diese zweite Platte rauszubringen. Für einen Künstler ist es ja immer spannend zu sehen, bekommt das überhaupt jemand mit, interessiert das überhaupt, was man da rausbringt. Von daher war es für mich schon unglaublich, diese Nummer eins zu haben.

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fanclub.dfb.de: Aber dabei blieb es ja nicht. Wie ging es weiter?

Bourani: Ja, es ging weiter. Die "Aktion Mensch" hat den Song für ihre Jubiläumskampagne gewählt. Und dann hat sich die ARD auch noch für "Auf uns" als WM-Song entschieden. Sie hatten geschrieben, dass sie diese Nummer gerne wählen würden für die Bilder des Tages, für die Nach- und Zwischenberichte und so weiter. Und da habe ich mich natürlich sehr gefreut.

fanclub.dfb.de: Warum - für was steht eine Fußball-WM bei Ihnen?

Bourani: Die großen Fußballturniere sind einfach überwältigende Ereignisse. Mich haben sie schon als Kind bewegt. Das ist ja auch ein Stück weit überliefert, von den Eltern, wenn sie erzählen, welche Spiele sie früher gesehen haben und mit wem sie mitgefiebert haben. Der Gedanke, ein Teil von diesem Ganzen zu sein, war einfach eine Ehre für mich. Und dadurch, dass die Mannschaft so gut gespielt hatte, hat das Ganze noch einmal beflügelt.

fanclub.dfb.de: Also Sie den Song geschrieben haben, hatten Sie da bereits einen Fußball-Song im Sinn?

Bourani: Im Grunde hatte ich mir vorgestellt, was wäre, wenn ich meine besten Freunde zusammen an einer Tafel hätte. Ich hatte mich gefragt, was ich dann sagen würde, wenn ich einen Toast aussprechen wollte. Und so ist der Text entstanden. Nämlich, dass man die Zeit genießt und auf alles, was vor einem liegt, mit großem Optimismus blickt. Kurzum: Man soll den Moment leben und deswegen aufeinander anstoßen. Das war die Grundidee.

fanclub.dfb.de: Und was ist daraus geworden?

Bourani: In dem Moment, in dem wir den Song veröffentlicht haben, habe ich gemerkt, dass sich das auf ganz viele Ereignisse anwenden lässt. Das lässt sich sehr gut übertragen. Es gibt Leute, die haben mit dem Song ihre Hochzeit gefeiert, sie haben sich dazu ewige Treue geschworen, das passt sehr gut. Viele Abiturienten haben uns geschrieben, ob wir nicht auf Abschlussfeiern kommen könnten. Die sahen einen neuen Lebensabschnitt kommen. "Alles, was vor uns liegt" ist auch eine Zeile aus dem Lied. Ich habe gemerkt, dass der Song ganz viele Menschen auf unterschiedliche Weise bewegt.

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fanclub.dfb.de: Gleich in der ersten Textzeile heißt es: "Wer friert uns den Moment ein". Welche WM-Momente haben sich bei Ihnen eingefroren?

Bourani: Die Fanmeile war definitiv so ein Moment. Eigentlich der gesamte Tag. Aber es gibt im Leben sehr viele schöne Momente. Von daher finde ich das eine schöne Zeile. Weil, wer kennt das nicht: Wenn man eine gute Zeit hat, hofft man ja, dass die niemals aufhört, dass der Moment nie vergeht, dass man ihn festhalten kann.

fanclub.dfb.de: Wie wichtig ist Ihnen Fußball?

Bourani: Ich muss gestehen, ich habe Fußball nie intensiv verfolgt. Bundesliga, Champions League oder so was. Ich war da nie so drin. Ich habe immer Handball gespielt. Was ich aber immer toll fand, waren die großen Turniere. EM oder WM habe ich mit Leidenschaft verfolgt. Die habe ich immer schon verfolgt. Da saß ich mit meinen Eltern vor dem Fernseher.

fanclub.dfb.de: Und in diesem Jahr?

Bourani: Ich habe die WM genossen, weil sie ja jetzt mehr denn je ein Gesellschaftsereignis ist. Dieses gemeinsame Fiebern für eine Sache, das finde ich jedes Mal aufs Neue genial, es ist ein schöner Konsens, der sich da bildet. Der bringt die Leute zusammen, das finde ich das Schönste an diesem Sport.

fanclub.dfb.de: Welcher Spieler hat Sie bei der WM fasziniert?

Bourani: Ich finde, Manuel Neuer hat eine großartige WM gespielt. Mit einer Souveränität. Ich fand es schwer beeindruckend, mit welchem Selbstbewusstsein er auf dem Platz stand. Das war keine Arroganz. Man hat wirklich das Gefühl gehabt, dass er hinten diese Mauer ist. Diese Stärke, die er auf dem Platz ausgestrahlt hat, hat sich auch auf das Team ausgewirkt. Das war mein Eindruck. Der strahlt etwas aus. Wenn ich als Stürmer auf sein Tor gelaufen wäre, ich hätte Respekt vor ihm gehabt.

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fanclub.dfb.de: Wie groß war die Umstellung, nicht mehr 400.000 zu spielen?

Bourani: Im Herbst hatte ich eine Club-Tour. So um die 2.500 Leute pro Halle. Das ist natürlich eine ganz andere Stimmung in so einem Konzert. Ein viel kleineres Publikum. Die Fanmeile ist eben etwas Einmaliges. Solche Konzerte gibt es ja gar nicht - 400.000 Leute an einem Ort. Selbst bei großen Festivals hat man mal 10.000 bis 20.000 Leute, vor denen man spielt.

fanclub.dfb.de: Und wie sind sie auf der Bühne. Erzählen Sie viel? Etwa von dem Erlebnis auf der Fanmeile?

Bourani: Es ist schon so, dass ich am liebsten spiele. Hauptsächlich sollte es bei Konzerten um die Musik gehen. Aber ich erzähle schon Geschichten zu den Liedern. Und da wird die WM auch eine Rolle spielen. Gerade bei „Auf uns“. Aber ich mag es auch, über die Entstehungsprozesse zu erzählen. Das ist auch etwas, was die Fans interessiert. Wie sind mir die Texte eingefallen? Gibt es da Geschichten? So führe ich ein bisschen durch den Abend.

fanclub.dfb.de: Abschließend der Blick in die Zukunft: War die WM auch Inspiration für neue Lieder?

Bourani: Ich bin da so reingestolpert. Ich hatte es nicht darauf angelegt. Was ich dann aber sehr genossen habe. Inspiration war es vielleicht insofern, als es für mich eine sehr positive Zeit war, ich habe gemerkt, dass meine Musik die Menschen berührt. „Auf uns“ hatte ich aber schon geschrieben, nicht für die WM. So etwas funktioniert nicht auf Knopfdruck. Und es wäre Quatsch zu versuchen, es zu wiederholen. Ich werde weiter versuchen, die Sachen aufzuschreiben, die mich bewegen. Und vielleicht ist irgendwann auch noch mal der WM-Moment dabei.