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24.06.2014·18:00·FIFA WM

Müller: "Mit Leidenschaft, Aggressivität und Hirn"

"Wollen Gruppensieg klarmachen": Müller  © GES-Sportfoto
"Wollen Gruppensieg klarmachen": Müller

Bei der letzten Pressekonferenz im Campo Bahia vor dem Abflug zum letzten Gruppenspiel gegen die USA in Recife am Donnerstag (ab 18 Uhr MESZ, live im ZDF) haben sich Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und Thomas Müller zum kommenden Gegner, zur Analyse der jüngsten Partie gegen Ghana und den weiteren Zielen bei der WM geäußert. DFB.de fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

THOMAS MÜLLER ÜBER...

... die Partie gegen die USA: Wir wollen ein gutes Spiel machen und natürlich weniger Gegentore bekommen. Wir wollen den Gruppensieg klarmachen, darauf sind wir fokussiert. Man muss höllisch aufpassen, denn das Turnier kann schneller vorbei sein, als man denkt. Dessen muss man sich immer bewusst sein.

... den Schlüssel zum Erfolg: Das beste Mittel ist, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und sich keine unnötigen Ballverluste zu erlauben. Wir müssen mit Leidenschaft, Aggressivität und Hirn spielen.

... die WM-Torschützenkrone: Da bin ich ganz entspannt. Ich will Weltmeister werden. Ich habe ja schon einen Goldenen Schuh. Ich weiß gar nicht, was ich mit einem zweiten machen sollte. Aber den WM-Titel, den habe ich noch nicht."

... seine Erwartungen an das Spiel: Grundsätzlich werden wir mehr Ballbesitz haben, aber trotzdem auch versuchen, schnelle Gegenstöße bei Ballgewinnen zu fahren. Wir haben unsere Art und Weise Fußball zu spielen, das werden wir sicher nicht ändern. Wir werden versuchen, dominant zu spielen, offensiv wie defensiv.

... Jürgen Klinsmann: Ich durfte meine erste Profivorbereitung und den ersten Bundesliga-Einsatz unter ihm haben. Es ist immer schön, wenn man als junger Spieler die Chance bekommt. Wir spielen aber gegen die USA und nicht gegen Jürgen Klinsmann.

.... Klinsmanns Einfluss auf die aktuelle Nationalmannschaft: Natürlich hat er für andere Strukturen gesorgt, die Fitnessabteilung zum Beispiel. Alles andere trägt jetzt aber den Stempel Jogi Löws. Er hat unsere Philosophie seitdem geprägt.

Bierhoff: "Alle Spieler sind einsatzfähig"  © GES-Sportfoto
Bierhoff: "Alle Spieler sind einsatzfähig"

OLIVER BIERHOFF ÜBER...

... die Personalsituation vor dem USA-Spiel: Alle Spieler sind einsatzfähig und haben voll trainiert. Der Trainer kann auf alle zurückgreifen.

... das Duell mit den USA: Es ist ein Finale für die USA. Jürgen Klinsmann wird die Mannschaft schon heiß machen.

... das Ghana-Spiel: Es ist sicher nicht alles gut gewesen, aber obwohl wir Probleme hatten, haben wir unheimlich viele Chancen kreiert. Wir sind stark im Aufbau, auch wenn es diesmal ein wenig zäher war. Die Analyse hat das Spiel ein bisschen relativiert, es gab viele positive Dinge. Wenn wir die unnötigen Fehler vermeiden, dann können wir auch so ein Spiel gewinnen.

... eine Einschätzung der beiden ersten Spiele: Es ist jetzt mein zehntes großes Turnier, und da ist jedes Spiel ein Finale. Es hat auch immer ein Spiel gegeben, wo man irgendwie durchgerutscht ist. Das beunruhigt uns nicht. Wir wissen, dass wir das Potenzial haben. Wichtig ist, dass die Mannschaft geschlossen aufgetreten ist und gegen Ghana eine Reaktion gezeigt hat. Egal, wer im Achtelfinale kommen sollte, es wird ein schwieriges Spiel.

.... die Qualität der USA: Sie haben eine gute Disziplin und Ordnung auf dem Platz und gleichen eventuelle Defizite mit großem Willen und Athletik aus. Sie werden versuchen, unser Kombinationsspiel zu unterbinden, indem sie uns mit zwei, drei Spielern im Aufbau attackieren.

... das Zusammentreffen mit Jürgen Klinsmann:

Ich schaue immer nach vorne und ungern zurück. Insofern ist das keine Reise in der Vergangenheit. Ich verbinde eine tolle gemeinsame Zeit als Spieler und vor allem die intensive und erfolgreiche Zeit der WM 2006 mit ihm. Wir haben in der Vorbereitung auf das Turnier keinen Kontakt gehabt, weil jeder vom anderen weiß, dass man hier in einem Tunnel ist. Wir werden uns freundlich begrüßen, dann gilt die Konzentration aber der eigenen Arbeit.

.... Jürgen Klinsmanns Ruf als großer Motivator: Wenn man ihn nur als Motivator bezeichnet, wird ihm das nicht gerecht. Er hat im deutschen Fußball die Inizialzündung gegeben, die schließlich auch in die Bundesliga weitergegeben wurde. Er hat eine unglaubliche Energie und auch ein Bauchgefühl für Situationen. Er ist konfliktbereit und hat den Mut, Dinge einzufordern oder umzusetzen, von denen er überzeugt ist. Er ist mit der Zeit mehr Trainer als Motivator geworden.

[dfb]

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