Meisterschale

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Objekt der Begierde: die Meisterschale als Auszeichnung für den Deutschen Fußball-Meister.

Die Meisterschale ist die Ehrenschale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die im Volksmund auch als "Salatschüssel" bezeichnet wird. Die beste Bundesliga-Mannschaft einer Saison bekommt die Wandertrophäe am Ende der Spielzeit für ein Jahr überreicht. Sie wurde erst 1949 angefertigt und ersetzte die im Krieg verschollene Viktoria. Der 1. FC Nürnberg konnte als erster deutscher Nachkriegsmeister 1948 die Schale noch nicht in Empfang nehmen.

Für die ursprüngliche deutsche Meisterschale, im Durchmesser 50 Zentimeter groß, wurden Materialen im Wert von circa 9000 Euro verarbeitet. Der DFB beziffert den heutigen Wert auf etwa 25.000 Euro.

Die ursprüngliche Meisterschale besteht aus 5,5 Kilogramm Sterlingsilber und ist mit fünf großen und elf kleinen Turmalinen (insgesamt 175 Karat) besetzt. Geschaffen wurde der Ehrenteller von Elisabeth Treskow in den Werkschulen Köln.



1997/98 wurde der Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern Meister.

Auf der Meisterschale sind alle Deutschen Meister seit 1903 - beginnend mit dem VfB Leipzig - eingraviert. 1981 war die Schale jedoch für neue Gravuren zu klein geworden, so daß ein weiterer Silberring untergearbeitet und mit Silberschrauben am ursprünglichen Ehrenteller befestigt wurde. Auf diesem Silberring, welcher umlaufend circa 45 Millimeter übersteht, befinden sich fünf Turmalin-Cabochon von 71,98 Karat in Goldfassung, welche zwischen den neuen Gravurplatten angebracht sind. Hier können für weitere 30 Jahre die Gewinner dieser Ehrenschale eingraviert werden. Verantwortlich für Entwurf und Ausführung war der Gold- und Schmiedemeister Adolf Kunesch aus Rodenbach.

Das Gesamtgewicht der Schale nach der Erweiterung beträgt circa elf Kilogramm bei einem Durchmesser von 59 Zentimeter.

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