Historie

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Dauersieger: Bayern München ist Rekordmeister.

Bis heute hat die Bundesliga eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte geschrieben – bis zu ihrer Premiere dauerte es allerdings einige Jahre. Der Startschuss im Fußball-Oberhaus, das aus Vereinen der fünf Oberligen Nord, Süd, West, Berlin und Südwest hervorgegangen ist, erfolgte am 24. August 1963. Zuvor hatte es heftige Debatten um die Zusammensetzung des 16er-Feldes und auch über die Statuten gegeben.

Die Gründungsmitglieder der Bundesliga waren Hertha BSC Berlin, Eintracht Braunschweig, Werder Bremen, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt, Hamburger SV, 1. FC Kaiserslautern, Karlsruher SC, 1. FC Köln, Meidericher SV (heute MSV Duisburg), TSV 1860 München, SC Preußen Münster, 1. FC Nürnberg, 1. FC Saarbrücken, FC Schalke 04 und der VfB Stuttgart. Als einzige Mannschaft war der Hamburger SV seit der Gründung bis heute in jeder Saison dabei. Erster Bundesliga-Meister wurde der 1. FC Köln 1964.

Besonders geprägt wurde die höchste deutsche Spielklasse durch Rekordmeister FC Bayern München, der sich 2014 bereits den 24. Titel sicherte. Wer derzeit von der Bundesliga spricht, der spricht einfach vom großen Boom. Vom Boom bei den Zuschauern, beim Verkauf von Dauerkarten, beim Absatz von Souvenir-Artikeln, bei den Einschaltquoten im Fernsehen. Ihr direkter Unterbau besteht aus der ebenfalls eingleisigen 2. Bundesliga.



Das Meisterteam des 1. FC Köln aus der Saison 1963/1964 - erster Meister der Bundesliga

Samstags um halb vier, da hat sie ihren festen Platz, ist sie nicht wegzudenken aus dem öffentlichen Leben eines ganzen Landes. Samstags um halb vier pilgern im Durchschnitt etwa 300.000 Menschen in die Stadien der Fußball-Bundesliga, sitzen Millionen vor dem Radio oder schauen Fernsehen beim Bezahlkanal Sky, warten viele Millionen voller Ungeduld auf den Beginn der Berichterstattung im Free-TV. Kein Theater oder Opernhaus, keine andere Freizeiteinrichtung erfreut sich auch nur annährend einer solchen Resonanz und Popularität.

Eigentlich sollte eine zentrale deutsche Spielklasse schon Anfang der 50er Jahre gegründet werden. Zur Erinnerung: Seinerzeit gab es fünf Oberligen, deren Meister und Tabellenzweiten in einer Endrunde um die Deutsche Meisterschaft spielten. Am Ball waren Amateure, trainiert und gespielt wurde demnach nur in der Freizeit. Vor allem der damalige Bundestrainer Sepp Herberger war ein Verfechter des Profi-Fußballs nach englischem Vorbild und resoluter Fürsprecher der Bundesliga. Seine Begründung: „Wenn wir international konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen wir auf nationaler Ebene die Anforderungen erheblich erhöhen.“



Ehrenrunde: 1983 besiegte der Hamburger SV im Endspiel des Europapokals der Landesmeister Juventus Turin 1:0.

Doch erst am 24. August 1963 erfolgte der Bundesliga-Anpfiff. Hatte zuvor kein deutscher Verein einen Europapokal gewonnen, so schafften dies der FC Bayern München (1974, 1975, 1976, 2001), Hamburger SV (1983) und Borussia Dortmund (1997) bei den Landesmeistern, Borussia Dortmund (1966), Bayern München (1967), Hamburg (1977) und der SV Werder Bremen (1992) bei den Pokalsiegern sowie Borussia Mönchengladbach (1975 und 1979), Eintracht Frankfurt (1980), Bayer 04 Leverkusen (1988), Bayern München (1996) und zuletzt der FC Schalke 04 (1997) im UEFA-Pokal. Zu ergänzen ist in diesem Zusammenhang der Erfolg im Wettbewerb der Pokalsieger von 1974 für den 1. FC Magdeburg – damals noch für den Deutschen Fußball-Verband der DDR.

1998 eroberte sensationell der 1. FC Kaiserslautern die Meisterschale. Die „Roten Teufel“ vom Betzenberg schafften als erster Aufsteiger den Durchmarsch auf Platz eins im Fußball-Oberhaus. Genau den anderen Weg ging 1969 der 1. FC Nürnberg. Als bisher einziger Verein stieg der "Club" als amtierender Deutscher Meister aus der Bundesliga ab.

Einen rasanten Anstieg konnte die Bundesliga in den letzten Jahren bei den Zuschauerzahlen verzeichnen. Waren es in der Saison 2002/2003 insgesamt 9.764.735 Fans, die sich die 306 Spiele anschauen wollten, im Schnitt 31.911, so explodierten die Zahlen in den vergangenen Spielzeiten geradezu. In der Saison 2010/2011 kamen so viele Zuschauer zu den Bundesliga-Partien wie noch nie, nämlich 12.882.906. Im Schnitt 42.101 pro Partie. Dies zeigt das ungebrochene Interesse am Live-Erlebnis Fußball.

Eine Auflistung aller Bundesliga-Meister finden Sie hier.

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