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VfL Wolfsburg: Zur Spitzenmannschaft gereift
Zwölf Mannschaften - ein Ziel: den ersten Titel des Jahres beim DFB-Hallenpokal der Frauen zu gewinnen. Am Samstag (ab 10 Uhr, live auf DFB-TV) wird in der GETEC-Arena in Magdeburg das mit allen Frauen-Bundesligisten besetzte hochkarätige Hallenturnier ausgetragen. In einer zwölfteiligen Serie stellt DFB.de täglich unter verschiedenen Aspekten die Teilnehmer vor. Heute zum Abschluss: Bundesliga-Herbstmeister VfL Wolfsburg.
Rückblick. Schauplatz Wolfsburg, 11. November 2012, ein regennasser Sonntag. In der 79. Spielminute wird für die Gastgeber Alexandra Popp eingewechselt. Es ist das Spitzenspiel der Bundesliga gegen den 1. FFC Frankfurt - Erster gegen Dritter. VfL-Trainer Ralf Kellermann kann sich den Luxus erlauben, eine Nationalspielerin erst spät in die Begegnung zu bringen - und die erzielt den Treffer zum 4:2 in der Nachspielzeit.
"Diese Situation ist bezeichnend für unsere Hinrunde", sagt Kellermann im Rückblick. "Im Sturm haben wir mit Alexandra Popp, Conny Pohlers und Martina Müller drei individuell überragende Offensivspielerinnen. In anderen Mannschaftsteilen ist es ähnlich. Es ist sicher eine komfortable Ausgangslage, dass wir rotieren können."
"Wir haben eine hohe Qualität im Kader"
Man muss nur auf die Statistiken der vergangenen sechs Monate schauen. Schnell wird man erkennen, dass die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg nahezu alles richtig gemacht haben - Herbstmeister, Viertelfinale im DFB-Pokal, Viertelfinale in der Champions League. Viel mehr geht nicht. "Es lief sicherlich fast alles so, wie wir es uns vorgestellt hatten", sagt Kellermann. "Wir haben es hinbekommen, dass wir eigentlich keine unzufriedenen Spielerinnen im Kader haben."
Weil der Trainer regelmäßig durchwechseln konnte? Oder weil der Trainer regelmäßig durchwechseln musste? "Wahrscheinlich beides", sagt der 44-Jährige. "Aber wenn der Erfolg da ist, ist sowieso vieles einfacher. Andererseits muss man auch sagen, dass wir eine hohe Qualität im Kader haben. Unser Anspruch muss mindestens die erneute Qualifikation für die Champions League sein."
"Magdeburg mit dem Titel im Gepäck verlassen"
Im Moment spricht fast alles dafür, dass das klappen wird. Auch wenn Kellermann warnt: "Ich erwarte bis ganz zum Schluss einen Dreikampf. Wir werden mit Frankfurt und Potsdam um den Titel spielen." Aber gerade in den direkten Duellen haben die Wolfsburgerinnen bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Zwei Wochen nach dem 4:2 gegen Frankfurt gab es durch zwei späte Treffer von Nadine Keßler ein 2:1 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam. Erst kurz vor der Winterpause kassierte der Spitzenreiter beim 0:3 gegen Bayern München die bislang einzige Niederlage.
Deshalb kam den VfL-Fußballerinnen der kurze Urlaub gerade recht. Ausspannen, abschalten, Kraft tanken. Die nächste Aufgabe wartet schließlich bereits. "Wir kommen als Tabellenführer zum DFB-Hallenpokal. Es ist doch logisch, dass wir eine gute Rolle spielen wollen", betont Kellermann. "Möglichst wollen wir mit dem Titel im Gepäck Magdeburg wieder verlassen."
Es wäre der erste große Erfolg von vier möglichen. Meisterschaft, DFB-Pokal, Champions League - alles ist noch machbar. Und nichts ausgeschlossen nach dieser Hinrunde.



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