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16.01.2013·13:15·Jugendnationalteams

DFB-Junioren: Teambuilding im Wintertrainingslager

U 17: Hierarchien bilden, ein Team werden  © Bongarts/GettyImages
U 17: Hierarchien bilden, ein Team werden

Testen gegen die Besten: Mit 2:1 hat die deutsche U 17-Nationalmannschaft gegen den FC Barcelona gewonnen, die U 16 von DFB-Trainer Christian Wück hat den Nachwuchs der Katalanen mit 4:3 bezwungen - es war der krönende Abschluss des DFB-Wintertrainingslagers beider Auswahlteams in La Manga. DFB.de blickt zurück auf ein erlebnisreiches Trainingslager unter der spanischen Sonne.

Zwölf Tage haben sich die U 16 und U 17 in La Manga auf die anstehenden sportlichen Aufgaben vorbereitet. "Wir hatten gegenüber vielen Vereinen und anderen Mannschaften einen Riesenvorteil, weil das Wetter von Anfang bis Ende mitgespielt hat", lobt U 17-Trainer Stefan Böger die Gegebenheiten vor Ort. "In anderen Teilen Europas kann man kaum adäquat trainieren. Von daher haben wir eine richtige Entscheidung getroffen, das Wintertrainingslager wieder in La Manga zu bestreiten. Der Rahmen ist optimal, um Inhalte zu trainieren."/p>

Bereits seit mehreren Jahren reist der DFB mit Juniorenmannschaften in der Winterzeit nach Spanien. La Manga bietet während der kalten Jahreszeit ideale Bedingungen. In den Hügeln der südspanischen Küstenstadt ist keine Wolke am Himmel zu sehen, der hoteleigene Fußballplatz ist in exzellentem Zustand. Böger: "Wir kennen und schätzen das seit vielen Jahren."

"Schwerpunkt auf die Defensive legen"

Für den Trainer der U 17-Junioren ist die gemeinsame Zeit in La Manga auch eine willkommene Gelegenheit, die Spieler nach der kurzfristigen Übernahme im August besser kennenzulernen und einige neue Spieler in das Team zu integrieren. "Wir haben unsere bisherigen Spiele gründlich ausgewertet, analysiert und dabei festgestellt, dass wir - was die Spielertypen angeht - eine ziemlich gute Offensivabteilung haben mit schnellen, flinken Leuten", sagt Böger.

Der Fußball-Lehrer hat aber auch erkannt, "dass wir im Defensivverhalten beim Eins-gegen-Eins oder im positionsspezifischen, mannschaftstaktischen Verhalten durchaus Reserven haben. Und so haben wir uns vorgenommen, den Schwerpunkt auf die Defensive zu legen. Wir sind im Trainerteam davon überzeugt, dass wir mit dieser Offensive alle Möglichkeiten haben, wenn es uns gelingt, kompakt stehen und gemeinsam in der Defensive zu arbeiten."

Um der Mannschaft den letzten Schliff vor dem anstehenden Algarve Cup und der Eliterunde für die Qualifikation zur Europameisterschaft in der Slowakei zu geben, baute das Trainerteam auch einen Spezialisten ein. Marcel Lucassen, Individual- und Techniktrainer beim DFB, unterstützte die DFB-Trainer bei ihrer Arbeit. Robin Dutt machte sich ebenfalls ein Bild über die Lage und besuchte die Junioren für drei Tage in ihrem Quartier. "Ich sehe sehr viel Potenzial bei unserem Nachwuchs", so der DFB-Sportdirektor. "Die Zeit während eines solchen Trainingslagers ist sehr wertvoll."

Schule ein wesentlicher Programmpunkt

Im Trainingslager der DFB-Talente war auch Schule ein wesentlicher Programmpunkt. Zwei Lehrer sind fester Bestandteil des Funktionsteams und betreuen die Spieler während ihrer Abwesenheit vom Unterricht. "Die Schüler bekommen von ihren Lehrern Hausaufgaben mit", sagt Mathematiklehrer Elja Spielvogel. "Wir gehen die Aufgaben gemeinsam durch und helfen jedem Spieler individuell, den Stoff zu lernen, den auch die Klasse zu Hause lernt. So verpassen die Schüler nicht allzu viel." Unter der Aufsicht der Lehrer wurden in La Manga sogar zeitgleich mit den Schulkameraden in Deutschland Klausuren geschrieben.

Neben den täglichen Übungseinheiten, physiotherapeutischen Behandlungen und Schularbeiten haben die Junioren auch einen Vortrag über die Zusammenarbeit mit den Medien gehört. Böger: "Für mich zählt es zwingend dazu, dass wir in diesem Altersbereich, in dem wir uns bewegen, uns auch um andere Dinge kümmern. Natürlich geht es in erster Linie um Fußball und die individuelle Weiterentwicklung der Spieler. Dazu gehören neben der Arbeit auf dem Patz aber auch andere Themen. Mein Credo als Trainer in der Ausbildung ist, die Spieler auf das vorzubereiten, was in der Zukunft passiert. Schon in Kürze, wenn die Turniere anstehen, geht es auch um die Medienarbeit."

So wurden die Spieler über den organisatorischen Ablauf bei verschiedenen Medienterminen informiert. Darüber hinaus haben die U 16- und U 17-Junioren auch über die Chancen und Risiken bei der Nutzung sozialer Medien gesprochen. "Ich glaube, es hat den Spielern nicht nur großen Spaß gebracht, sondern auch wichtige Erkenntnisse", sagt Böger.

"Gut vorbereitet in die zweite Saisonhälfte": Stefan Böger  © Bongarts/GettyImages
"Gut vorbereitet in die zweite Saisonhälfte": Stefan Böger

Harte Arbeit mit Spaßfaktor

Entsprechend positiv fällt auch das Gesamtfazit des U 17-Trainers aus: "Wir fahren mit 26 gesunden Spielern wieder nach Hause. Das ist für mich ein entscheidender Punkt, weil die Spieler in ihren Vereinen sofort die Vorbereitung starten und in Kürze wieder die Punktspiele laufen." Ferner habe die Mannschaft die Trainingsziele erreicht und das umgesetzt, was sich das Trainerteam vorgenommen hat. Und auch der Spaßfaktor und die nötige Abwechslung kamen nicht zu kurz.

Der Abschluss mit dem einzigen Testspiel gegen den FC Barcelona war noch einmal ein Höhepunkt gegen einen Topgegner. Böger: "Nach intensiven Trainingsarbeiten weiß man nie so genau, wie frisch man ist im Kopf und in den Beinen, um das umzusetzen, was erarbeitet wurde. Mit der Leistung der Mannschaft bin ich aus diesem Grund sehr zufrieden und freue mich für die Jungs, dass sie sich für die harte Arbeit mit einem Sieg gegen Barcelona belohnen konnten. Meine Spieler waren von Anfang bis Ende mit Begeisterung dabei. Deshalb gehe ich mit einem optimistischen Gefühl aus diesem Trainingslager."

[rr]

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