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25.12.2012·08:10·Frauen-Nationalmannschaft

DFB-Frauen: In drei Etappen nach Schweden

Ziel vor Augen: EM-Titel in Schweden  © imago
Ziel vor Augen: EM-Titel in Schweden

Qualifikation: geschafft. Testphase: läuft. Gut ein halbes Jahr vor der Europameisterschaft in Schweden hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft begonnen, für den Ernstfall zu proben. Und ist dabei auf einem guten Weg. Mit neuen und bekannten Gesichtern. Motto: Testen gegen die Besten.

Die Eckdaten stehen. In drei Etappen nach Schweden – so lautet der Fahrplan der Frauen-Nationalmannschaft auf dem Weg zur EURO 2013, die vom 10. bis 28. Juli in sieben schwedischen Städten ausgetragen wird. Drei Etappen gleich drei Lehrgänge, in denen das Team in der unmittelbaren Vorbereitung auf die EURO den Feinschliff für das Turnier erhalten soll. 2012 war beeindruckend: Das Team von Bundestrainerin Silvia Neid musste nicht eine einzige Niederlage hinnehmen, die EM-Qualifikation wurde mit Bravour gespielt und als Gruppensieger abgeschlossen. Und 2013? Gibt es ein großes Ziel: Schweden.

Erster Test im Februar in Frankreich

Nach dem Jahresauftakt mit einem Testspiel gegen Frankreich in Straßburg (13. Februar, 18.30 Uhr) geht es Anfang März in den Süden Portugals zum Algarve-Cup. Neben der deutschen Auswahl, die als aktueller Titelträger antritt, sind starke Gegner wie Japan, die USA und China sowie die EM-Teilnehmer Schweden, Island, Dänemark und Norwegen dabei. Ein erster Härtetest auf dem Weg zur EURO, der gefolgt wird von dem nächsten. In Offenbach steht am 5. April die Begegnung gegen den Olympiasieger und Weltranglistenersten USA an. Daneben testet die DFB-Auswahl im letzten Spiel vor der Abreise zur EURO gegen Japan (29. Juni).

"Wir wollen uns mit den Besten messen, Spiele auf diesem Niveau und gegen diese starken Gegner sind wichtig für unsere Entwicklung, weil uns damit aufgezeigt wird, woran wir noch arbeiten müssen", sagt Neid, die nach dem USA-Spiel Anfang Juni in die direkte Vorbereitung auf die EURO einsteigt. Vom 2. bis zum 8. Juni 2013 steht der erste EM-Lehrgang an, in dessen Rahmen ein Leistungstest eingebettet ist. Das zweite Trainingslager dauert neun Tage und beginnt am 12. Juni 2013. Für den 15. und 19. Juni sind zwei Testspiele angesetzt – Gegner sowie Austragungsorte stehen noch nicht fest.

Letzter Test gegen Weltmeister Japan

Abgeschlossen wird die Vorbereitung mit Lehrgang drei, der am 24. Juni 2013 beginnt und zehn Tage läuft. Das Länderspiel gegen Weltmeister Japan bildet darin den Höhepunkt vor der Abreise nach Schweden. Eine Standortbestimmung für das junge Team von Silvia Neid, das in den vergangenen Monaten einen Umbruch vollzogen hat. War es von jeher die Philosophie der Bundestrainerin, regelmäßig Talente zu holen und diese behutsam aufzubauen, so war der Schnitt nach der WM 2011 größer, weil einige erfahrene Spielerinnen ihre Karriere beendeten. Bei den beiden Testspielen in den USA im Oktober 2012, die beide Unentschieden endeten, lag der Altersdurchschnitt der Mannschaft bei gerade einmal 24 Jahren. Im Kader standen beispielsweise fünf Spielerinnen, die bei der U 20-WM in Japan im August Vizeweltmeisterinnen wurden.

Ein Team mit Perspektive. Ein Team, das Neid bis zur Europameisterschaft formen und weiterentwickeln will. Bis zum 1. Juli 2013 muss die Bundestrainerin 20 Feldspielerinnen plus drei Torfrauen für die EURO benennen. In der Endrunde in Schweden trifft die DFB-Auswahl in der Gruppenphase auf Norwegen, die Niederlande und Island. Die beiden weiteren Gruppen werden aus Schweden, Italien, Dänemark und Finnland sowie Frankreich, England, Russland und Spanien gebildet.

Gegner bekannt, Stärken und Schwächen auch

Respekt vor den EM-Gegnern: DFB-Trainerin Silvia Neid  © Bongarts/GettyImages
Respekt vor den EM-Gegnern: DFB-Trainerin Silvia Neid

Mit Norwegen wurde den DFB-Frauen ein altbekannter Gegner zugelost. "Ich kann mich noch genau an die EM 2009 erinnern, als wir sie in der Vorrunde deutlich geschlagen haben, aber dann im Halbfinale beinahe ausgeschieden wären. Die Norwegerinnen haben eine physisch starke Mannschaft, die das weiträumige Spiel bevorzugt", sagt Silvia Neid. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die Niederlande, die bei der EM 2009 bis ins Halbfinale kamen und seitdem vor allem im spielerischen Bereich deutlich aufgeholt haben. Auch Island erwartet die Bundestrainerin als unangenehmen Gegner: "Die Isländerinnen zeigen ein gutes Pressing und setzen durch weiträumige Bälle ins Zentrum immer wieder gefährliche Nadelstiche."

Die Gegner sind also bekannt, Spielplan und -orte auch. Der Fahrplan steht. Schweden kann kommen.

[dfb]

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