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08.06.2012·22:40·UEFA EURO

Russland landet Auftaktsieg, Dsagojew trifft doppelt

Doppeltorschütze: Alan Dsagojew (M.)  © Bongarts/GettyImages
Doppeltorschütze: Alan Dsagojew (M.)

Russland hat seine Ambitionen zum Auftakt der EURO 2012 in Polen und der Ukraine eindrucksvoll untermauert. Die "Sbornaja" setzte sich in Breslau 4:1 (2:0) gegen den Erzrivalen Tschechien durch und ist damit nun erster Tabellenführer der Gruppe A.

Alan Dsagojew in der 15. und 79., Roman Schirokow in der 24. und Roman Pawljutschenko in der 82. Minute schossen vor 40.803 Zuschauern in Breslau den Sieg Russlands, des EM-Halbfinalisten von 2008, heraus. Der künftige Wolfsburger Vaclav Pilar (52.) traf zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstor für die Tschechen, deren Star-Keeper Petr Cech von Champions-League-Sieger FC Chelsea bei den Gegentoren machtlos war.

Dsagojew und Pawljutschenko entscheiden das Spiel

Nach deutlicher Überlegenheit in der ersten Hälfte kamen die tschechischen Spieler um das Bundesliga-Trio Michal Kadlec (Bayer Leverkusen), Petr Jiracek (VfL Wolfsburg) und Roman Hubnik (Hertha BSC) in den zweiten 45 Minuten zwar zunächst besser ins Spiel. Allerdings konnten die Tschechen trotz des schnellen Anschlusstreffers dem Spiel keine Wende mehr verleihen. Doppeltorschütze Dsagojew und der eingewechselte Pawljutschenko, der das 3:1 vorbereitet hatte, entschieden die Begegnung.

In Breslau dominierten die Russen fast nach Belieben. Mit schnellen Angriffen und häufigen Tempowechseln stürzten sie das tschechische Team um Kapitän Tomas Rosicky (früher Borussia Dortmund) von einer Verlegenheit in die andere.

Leverkusens Kadlec hat noch Hoffnung für sein Team

Fanden gegen die russische Defensive nur selten Mittel: Tomas Rosicky (l.) und Co.  © Bongarts/GettyImages
Fanden gegen die russische Defensive nur selten Mittel: Tomas Rosicky (l.) und Co.

Dabei waren die tschechischen Spieler eigentlich gut ins Spiel gekommen, doch nach dem Rückstand verloren sie den Faden und waren mit den beiden Gegentreffern vor der Pause noch gut bedient. Gegen die schnellen Schirokow und Andrej Arschawin hatten die Tschechen wenig entgegen zu setzen.

"Du kannst mit Herz spielen, aber wenn du so verlierst, ist das natürlich bitter", sagte Tschechiens Abwehrspieler Michal Kadlec. Der Profi von Bayer Leverkusen erinnerte sogar an 1996, um wieder ein wenig Hoffnung bei seinen Landsleuten zu wecken: "Damals haben wir in der Vorrunde gegen die Deutschen verloren und kamen doch ins Finale. So müssen wir es diesmal wieder machen."

Russlands Trainer Dick Advocaat jubelte ausgelassen. "Es gibt keine Garantien für das zweite Spiel, deshalb ist ein Sieg im ersten so wichtig", sagte der Niederländer. "Wir müssen einige kleine Fehler verbessern und dann das Gleiche noch mal machen."

[sid]

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