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Tag der Entscheidungen in der Frauen-Bundesliga
Aus drei mach zwei – so geschehen am vergangenen Sonntag. Der vorletzte Spieltag in der Frauen-Bundesliga hatte aus dem Trio der Meisterschaftsanwärter ein Duo gemacht. Heute kämpfen nun der 1. FFC Turbine Potsdam und der VfL Wolfsburg in einem Fernduell um den Titel in der höchsten Spielklasse. Zudem streiten Conny Pohlers (Wolfsburg) und Genoveva Anonma (Potsdam) noch um den Titel der Torschützenkönigin.
Die Potsdamerinnen empfangen den 1. FC Lok Leipzig, die Wolfsburgerinnen sind zu Gast bei der SG Essen-Schönebeck. Beide Spiele werden ab 14 Uhr live und parallel von DFB-TV übertragen. Auch die anschließende Meisterehrung – in Potsdam oder Essen – können die Fans dann verfolgen.
Potsdam oder Wolfsburg: Wer wird Meister?
Der VfL Wolfsburg setzt bei der letzten Begegnung der Saison auf seine Fans. Ingesamt drei Busse werden mit nach Essen fahren. "Es sind nur noch wenige Restplätze frei", sagt Mitorganisator Dennis Schedler.
VfL-Abwehrspielerin Maren Tetzlaff hat sich beim Training unterdessen einen Kreuzband- und Innenbandriss im linken Knie zugezogen. Darüber hinaus erlitt sie eine Verletzung am Innenmeniskus und wird den Grün-Weißen mindestens neun Monate fehlen. "Ich bin geschockt. Maren hat sich in dieser Saison zur absoluten Stammspielerin entwickelt. Die Verletzung wirft sie weit zurück. Das ist sehr bedauerlich, sagte Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter und Cheftrainer.
Potsdams Spielführerin Jennifer Zietz versucht unterdessen Turbines Favoritenrolle in der Begegnung gegen Leipzig zu relativieren: "Alle gehen davon aus, dass wir das Spiel gewinnen. Diese Partien sind die schwersten. Uns wird nichts geschenkt."
Nachdem sowohl Wolfsburg gegen den 1. FFC Frankfurt (1:0) als auch Potsdam gegen den FCR 2001 Duisburg (2:0) ihre Spiele am "Super-Sonntag" gewinnen konnten, entscheiden die beiden Klubs die Meisterschaft am letzten Spieltag untereinander. Nur ein Punkt trennt dabei Turbine (53 Punkte) vom Verfolger VfL (52 Punkte).
Die Rollen scheinen beim Duell in Brandenburg klar verteilt. Doch sollte der Tabellenletzte Leipzig nicht unterschätzt werden. Nach dem Rückzug der Bewerbung des Hamburger SV zur Teilnahme an der 1. und 2. Frauen-Bundesliga in der kommenden Spielzeit, stehen die Norddeutschen als erster Absteiger fest. Deshalb wird nur noch ein sportlicher Absteiger gesucht. Plötzlich ist auch für den 1. FC Lok der Klassenverbleib wieder zum Greifen nah.
Ein Trio im Kampf um den Klassenverbleib
Immerhin konnten die Leipzigerinnen am vergangenen Wochenende ein Unentschieden gegen den DFB-Pokalsieger FC Bayern München erringen. Und die Konkurrenten im Abstiegskampf haben nur einen (Bayer Leverkusen/14 Punkte), beziehungsweise zwei (FF USV Jena/15 Punkte) Zähler Vorsprung vor dem Verein aus Sachsen (13 Punkte).
Jena will zuhause gegen den SC Freiburg den Klassenverbleib endgültig sichern. Doch auch die Breisgauerinnen haben noch etwas gutzumachen, wie Trainer Milorad Pilipovic erklärt: "Die Mannschaft weiß, dass sie nach der Niederlagenserie in gewisser Weise auch in der Pflicht steht, sich mit einem positiven Ergebnis in die Sommerpause zu verabschieden."
Die Leverkuserinnen reisen zum SC 07 Bad Neuenahr. "Bad Neuenahr ist ein starker Konkurrent, da muss schon alles zusammenpassen", weiß Bayer-Trainerin Doreen Maier.
Für die Tabellenspitze und den Tabellenkeller steht also ein spannender letzter Spieltag an. Momentan sind weder Meisterschaft noch Abstieg entschieden. Aber auch die restlichen Partien haben durchaus eine gewisse Brisanz.
Der Hamburger SV zeigt beim Tabellensiebten Bayern sein vorerst letztes Pflichtspiel im professionellen Frauenfußball. Nach der überraschenden Entscheidung des Vereins sein Team in der nächsten Saison nicht mehr antreten zu lassen, hat die Mannschaft in München ihren letzten Auftritt in der Eliteklasse.
Ketelaer: "Unbeschwert und locker auftrumpfen"
Der 1. FFC Frankfurt empfängt den FCR 2001 Duisburg. Die Duisburgerinnen hatten bereits am vergangenen Sonntag ihre Chance auf die Meisterschaft mit der Niederlage gegen Potsdam verspielt. Frankfurt musste sich schon vorher von seinen Titelträumen verabschieden.
"Würde es noch um den Titel gehen, wäre man durch taktische Zwänge ein wenig eingeengt und das Spiel wäre möglicherweise von Härte und vielen Zweikämpfen geprägt. Nun können alle unbeschwert und locker auftrumpfen und die Fans einen tollen Saisonabschluss erleben", sagt FCR-Trainer Marco Ketelaer. Frankfurts Trainer Sven Kahlert sagt: "Auch wenn wir, genauso wie Duisburg, in der Meisterschaft keine Chance mehr auf einen der beiden vorderen Plätze haben, wollen wir uns vor unseren vielen treuen Fans im Stadion am Brentanobad mit einer guten Leistung präsentieren und uns mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden.



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