News-Meldung
Seiteninhalt drucken
Die Stars der anderen: Ronaldo und andere Hoffnungsträger
Am 8. Juni starten Europas beste Nationalmannschaften in ihre Titelkämpfe. Wir kennen Schweinsteiger, wir kennen Lahm, wir kennen Özil - und wen haben unsere Kontrahenten zu bieten? Die Stars der 15 anderen EM-Teams im Porträt. Heute: die deutsche Gruppe B.
Robin van Persie (Niederlande)
Am 23. April erhielt Robin van Persie den Ritterschlag. Der 28 Jahre alte Angreifer des ehemaligen Meisters FC Arsenal gewann die Wahl zu Englands Fußballer des Jahres, die unter den Spielern der Premier League durchgeführt wurde. Seine Konkurrenten ehrten den Niederländer damit für eine herausragende Saison, in der er über 30-mal für die Gunners in der Premier League erfolgreich war.
Sein achtes Jahr in London ist bislang mit Abstand sein bestes. Der technisch überragende Angreifer blieb im Gegensatz zu fast allen Spielzeiten zuvor von schweren Verletzungen verschont. Und prompt traf er wie am Fließband. "Robin ist ein Ausnahmespieler. Seine Bewegungen im Strafraum sollte jede Fußballschule zeigen", sagt sein Teammanager Arséne Wenger.
Nicht von ungefähr machte der Elsässer den Oranje-Star zum Kapitän, und nicht von ungefähr hat van Persie im Rennen mit Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar um den Stammplatz im Sturmzentrum der Elftal die Nase vorn. Ob Arsenal ihn halten kann - die Gunners würden van Persies bis 2013 laufenden Vertrag gerne frühzeitig verlängern -, wird wohl auch von seinem EM-Auftritt abhängen. Van Persie zusammen mit Lukas Podolski - keine schlechte Perspektive.
Cristiano Ronaldo (Portugal)
An seinem 27. Geburtstag pflegte Cristiano Ronaldo wieder einmal das Image des abgehobenen Superstars. Exakt 125 Tage vor dem EM-Duell in Lwiw gegen Deutschland machte sich der Superstar des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid selbst das schönste Geschenk. "CR7" leistete sich einen Lamborghini Aventador LP 700-4 - eine 340.000-Euro-teure limitierte Luxus-Auflage des italienischen Automobilherstellers.
Damit dürfte es in der heimischen Garage des Weltfußballers von 2008 bald Platzprobleme geben. Schließlich nennt der teuerste Spieler Welt (94 Millionen Euro) mittlerweile zwölf Autos sein Eigen. Darunter sind unter anderem zwei Bentleys, vier Audis, ein Aston Martin und ein Maserati. Trotz dieser und zahlreicher anderer Star-Allüren hat Ronaldo, der in seiner Freizeit am liebsten im eigenen Garten arbeitet, durchaus eine liebenswerte Seite. Ein kleinen Teil seines Gehalts von zwölf Millionen Euro spendet der im Armenviertel von Madeira aufgewachsene Profi für soziale Projekte.
Um sich auch als Fußballer in die Herzen der Fans zu spielen, muss Ronaldo öfter so auftreten wie beim 6:2 im Play-off gegen Bosnien-Herzegowina. Mit einem Doppelpack hatte Ronaldo seine Kritiker Lügen gestraft und endlich auch im Nationaltrikot für positive Schlagzeilen gesorgt. Zuvor war dem Real-Star immer wieder vorgeworfen worden, nur im Vereinstrikot zu brillieren.
Christian Eriksen (Dänemark)
Der Erfolg von "Danish Dynamite" stand und fiel in der jüngeren Vergangenheit mit Nicklas Bendtner. Doch die Karriere des auch erst 24 Jahre alten Angreifers hat einen Knick bekommen. Zwischen Skagen und Lolland spricht man längst von einem anderen Youngster: Christian Eriksen, 20 Jahre alte Regisseur von Ajax Amsterdam, gilt als Jahrhunderttalent.
"Er ist sehr wichtig für das Landshold, er kann den Unterschied ausmachen", sagt Brian Laudrup über Eriksen, der sich mit 16 gegen die Angebote von Milan, Chelsea und Barcelona - und für Ajax Amsterdam entschied. Dort feierte er mit 17 sein Startelf-Debüt - und war gleich "Spieler des Spiels". Der beidfüßige starke Pass- und Ideengeber ist mitlerweile nicht mehr wegzudenken aus der Mannschaft, mit der er zuletzt zweimal Meister wurde.
Allerdings werden sie auf ihn wohl bald verzichten müssen: Manchester United und der FC Arsenal sollen Interesse haben, und auch bei Barça soll man sich an den Blondschopf erinnern. "Ich traue mir den FC Barcelona durchaus zu", sagt er.


