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Aachen startet Neuanfang mit Trainer Aussem
Bei Alemannia Aachen wurde unmittelbar nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga eine wichtige Personalentscheidung getroffen. In der 3. Liga werden die Kaiserstädter weiterhin von Cheftrainer Ralf Aussem betreut, der den Abstieg nach seiner Amtsübernahme im April nicht mehr verhindern konnte. Zunächst wird der 51-Jährige auch die Aufgaben der Sportlichen Leitung mitübernehmen.
Der SV Wacker Burghausen wird dagegen mit einem neuen Trainer in die Saison gehen. Georgi Donkov übernimmt für seinen ehemaligen Chef Reinhard Stumpf.
Der 38. und abschließende Spieltag in der 3. Liga war besonders für Anton Makarenko vom SV Babelsberg 03 äußerst schmerzhaft. Der 23-jährige Stürmer erlitt bei einem Zusammenprall in der Luft einen Schädelbasisbruch sowie eine schwere Gehirnerschütterung.
Noch nicht beendet ist die Saison unter anderem für den SSV Jahn Regensburg, der in zwei Relegationsspielen gegen den Karlsruher SC um den Aufstieg in die 2. Bundesliga kämpft. Seinen besten Zuschauerzuspruch seit 30 Jahren verzeichnete in der abgelaufenen Saison der SV Darmstadt 98. Die DFB.de-Drittligasplitter.
Alemannia Aachen: Ralf Aussem bleibt auch nach dem Abstieg in die 3. Liga Cheftrainer des Zweitliga-Absteigers. Das hat der Aufsichtsrat der Kaiserstädter jetzt entschieden. "Wir haben volles Vertrauen, dass Ralf Aussem der richtige Mann für den Neuanfang in der 3. Liga ist", sagt Aachens Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Meino Heyen. Der 51-jährige Aussem war bis Anfang April Trainer der Aachener U 23, wurde dann nach der Trennung von Friedhelm Funkel befördert. Er konnte den Abstieg nicht mehr verhindern. Solange kein neuer Sportdirektor feststeht (Erik Meijer wird den Verein verlassen), treibt Aussem, der unter anderem auch schon für Rot-Weiss Essen und Fortuna Köln als Trainer und Co-Trainer gearbeitet hatte, auch die sportlichen Planungen voran. "Es geht jetzt darum, möglichst schnell eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen", so Aussem.
SV Darmstadt 98: Die Heimspiele des SV Darmstadt 98 in der abgelaufenen Saison 2011/12 haben insgesamt 115.900 Zuschauer im Stadion am Böllenfalltor verfolgt. Der SV 98 belegt mit einem Zuschauerdurchschnitt von 6100 Besuchern den sechsten Platz in der Zuschauertabelle der 3. Liga. Damit kann der SV 98 den höchsten Zuschauerschnitt seit 30 (!) Jahren aufweisen. In der Bundesliga-Saison 1981/82 waren damals im Schnitt 12.508 Fans im Schnitt ins Darmstädter Stadion gekommen. Die Marke von über 100.000 Zuschauern in Ligaspielen wurde zum letzten Mal 1987/88 erreicht. Damals zählte der SV 98 im Laufe der regulären Zweitliga-Saison 103.000 Fans (5421 im Schnitt) im Stadion.
SV Wacker Burghausen: Trainer Reinhard Stumpf verlässt die Bayern. Der 50-Jährige hatte die Aufgabe in Burghausen in der Winterpause von Rudi Bommer (jetzt Energie Cottbus) übernommen, konnte sich mit den Verantwortlichen aber nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Der Nachfolger von Stumpf steht bereits fest. Sein bisheriger Co-Trainer Georgi Donkov (41) übernimmt. Der ehemalige bulgarische Nationalspieler fungiert seit 2010 als Co-Trainer der Oberbayern und hatte nach der Entlassung von Mario Basler vor gut einem Jahr schon einmal interimsweise den Job des Cheftrainers übernommen. "Georgi Donkov ist ein junger Trainer, der sich unbedingt beweisen will", so Geschäftsführer Florian Hahn. "Zudem hat er sich in den vergangenen Jahren als akribischer Arbeiter gezeigt, dem das Wohl des Vereins sehr am Herzen liegt. Von daher stehen wir voll hinter der Entscheidung, Donkov als Cheftrainer einzusetzen."
SV Babelsberg 03: Anton Makarenko muss mehrere Wochen pausieren. Der 23-jährige Stürmer zog sich im letzten Saisonspiel beim SV Wehen Wiesbaden (2:2) bei einem Zusammenprall in der Luft einen Schädelbasisbruch sowie eine schwere Gehirnerschütterung zu. Der Deutsch-Ukrainer wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Voraussichtlich in den kommenden Tagen ist ein Transport in eine Berliner Fachklinik möglich. Makarenko hatte die Babelsberger eine Woche zuvor mit seinem späten Tor beim 1:0 gegen Arminia Bielefeld zum vorzeitigen Klassenverbleib geschossen. Insgesamt erzielte er bei 36 Einsätzen sieben Tore.
Chemnitzer FC: Der CFC schloss die Saison auf Rang neun und damit als bester Aufsteiger ab. Preußen Münster (50) und der SV Darmstadt 98 (49) landeten auf den Plätzen zwölf und 14. Die Qualifikation für den DFB-Pokal über die Liga - dafür wäre mindestens der vierte Rang Voraussetzung gewesen - verpassten die Chemnitzer jedoch. Verantwortlich dafür waren die vergangenen sechs Spiele, in denen die Mannschaft von Gerd Schädlich nur zwei von 18 möglichen Punkten einfahren konnte. Zuvor hatten die Sachsen sogar an die Tür zur 2. Bundesliga geklopft. Zumindest die Qualifikation für die erste DFB-Pokalhauptrunde kann der CFC mit einem Sieg im Verbandspokalendspiel am 16. Mai beim VfL Hohenstein-Ernstthal nachholen.
Rot-Weiß Erfurt: Manager Torsten Traub konnte mit gleich vier jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs langfristige Vereinbarungen treffen. So haben Kevin Möhwald (seit 2000 im Verein), Maik Baumgarten (seit 2006 im Verein) und Philipp Klewin (seit 2005 im Verein) ihren ersten Profivertrag unterschrieben, der bis Juni 2015 gilt. Auch Patrick Göbel (seit 2007 im Verein) konnte vertraglich gebunden werden, in seinem Falle bis 2014 mit einer Option für ein weiteres Jahr. Traub: "Ich bin glücklich, dass unser Nachwuchskonzept beginnt, Früchte zu tragen. Die Jungs haben jetzt die Chance, sich zu zeigen und im Seniorenbereich weiterzuentwickeln."
SpVgg Unterhaching: Der Termin für das Finale des bayerischen Verbandspokals steht fest. Die SpVgg Unterhaching tritt am Mittwoch (ab 19 Uhr) beim Bayernligisten SC Eltersdorf an. Der Sieger der Partie qualifiziert sich für den DFB-Pokal 2012/2013. Der Verlierer besitzt in einem weiteren Spiel gegen den Gewinner aus der Begegnung der beiden Halbfinalverlierer TSV Großbardorf und SV Wacker Burghausen eine weitere Möglichkeit, sich für die DFB-Pokal-Hauptrunde zu qualifizieren. Unterhaching war durch ein 3:1 gegen den Ligakonkurrenten aus Burghausen in das Endspiel eingezogen. Eltersdorf bezwang den TSV Großbardorf 5:4 nach Elfmeterschießen.
SSV Jahn Regensburg: Der SSV Jahn empfängt am kommenden Freitag (ab 20.30 Uhr) im Relegationshinspiel den Karlsruher SC. Jahn-Trainer Markus Weinzierl muss dann gleich mehrere Stammspieler ersetzen. Rechtsverteidiger Ronny Philp und Innenverteidiger André Laurito sind verletzt, Mittelfeldspieler Jim-Patrick Müller hatte sich beim 1:1 im letzten Saisonspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena seine fünfte Gelbe Karte eingehandelt und fehlt gesperrt. Im Rückspiel (14. Mai) kann zumindest Müller wieder eingesetzt werden.
SV Sandhausen: "Als wir das Ziel erreicht hatten, war der Druck selbstverständlich weg, aber es ist auch etwas ganz Besonderes, in einer solch ausgeglichenen Klasse schon drei Spieltage vor dem Ende aufgestiegen zu sein. Wir haben jedenfalls unseren Beitrag zur 750-Jahrfeier der Gemeinde Sandhausen geleistet, die in ganz Deutschland noch nie so bekannt wurde wie zu diesem Jubiläum", resümierte Sandhausens Trainer Gerd Dais nach dem letzten Saisonspiel gegen den 1. FC Heidenheim (1:2). Trotz der Niederlage steigt Sandhausen als Meister auf, weil auch Verfolger und Mit-Aufsteiger VfR Aalen gegen den VfL Osnabrück 0:4 verlor. So konnten die Spieler von Sandhausen den rund 40.000 Euro teuren Meisterschaftspokal von Badens Fußballpräsident Ronny Zimmermann als DFB-Vorstandsmitglied und Drittliga-Spielleiter Bernd Hemmler in Empfang nehmen.
VfR Aalen: Der Bereich Amateure und Nachwuchs beim Zweitligaaufsteiger aus Aalen wird ab der kommenden Saison 2012/2013 von Stefan Ruthenbeck geleitet. Der 40-jährige gebürtige Kölner übernimmt in seiner Funktion auch das Traineramt der U 23 und wird damit Nachfolger von Petar Kosturkov. Ruthenbeck absolvierte 2010 erfolgreich die Prüfung zum DFB-Fußball-Lehrer. Als Spieler war er in der Oberliga für den FV Bad Honnef und den TuS Mayen am Ball. Nach seiner aktiven Zeit arbeitete er für den TuS Mayen sechs Jahre als Trainer und sportlicher Leiter und zuletzt als Coach beim Oberligisten EGC Wirges. Seit 2011 ist Stefan Ruthenbeck als Referent beim Bund Deutscher Fußball-Lehrer tätig, darüber hinaus Mitglied der Talentförderungskommission Rheinland und Referent im Rahmen der Trainerausbildung in Koblenz. "Wir wollen im Bereich Amateure und Nachwuchs neue Wege gehen und für frischen Wind sorgen", so VfR-Sportdirektor Markus Schupp.
SV Darmstadt 98: Bei den "Lilien" steht ein größerer personeller Umbruch an. Im Rahmen des 38. Spieltages (2:2 gegen den VfB Stuttgart II) wurden Torhüter Thomas Bromma, Christopher Hübner, Marko Kopilas und Kevin Wölk als Abgänge bekannt gegeben. Zuvor stand schon fest, dass auch Sascha Amstätter, Dimitry Imbongo Boele, Matthias Heckenberger, Oliver Heil und Henry Onwuzuruike den Klub verlassen werden.
Kickers Offenbach: Das Finale um den Hessenpokal findet am Freitag, 11.Mai, in Offenbach statt. Anstoß im OFC-Stadion ist um 19 Uhr. Darauf haben sich beide Finalteilnehmer verständigt. Im Endspiel treffen die Offenbacher Kickers auf den Verbandsligisten FC Ederbergland. Ausrichter der Begegnung ist der Hessische Fußball-Verband (HFV).
Stuttgarter Kickers: Die Stuttgarter Kickers stehen als erster Aufsteiger in die 3. Liga fest. Nach dem 2:3 (2:1) des direkten Konkurrenten SG Sonnenhof Großaspach gegen 1899 Hoffenheim II am 32. und drittletzten Spieltag ist die Mannschaft von Kickers-Trainer Dirk Schuster bei neun Punkten Vorsprung nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen. Damit kehrt der Traditionsverein aus Baden Württemberg vier Jahre nach dem Abstieg in der Saison 2008/2009 in die 3. Liga zurück. Die Aufstiegsplätze im Westen und Norden sind noch nicht fest vergeben. Aktuell belegen Borussia Dortmund II und der Hallesche FC die ersten Ränge.
SC Preußen Münster: Mittelfeldspieler Björn Kluft wird Münster verlassen und zu einem Zweitligisten wechseln. Das teilte der 22-Jährige, der zuletzt beim 3:0 im Westfalenpokal-Halbfinale gegen den SC Verl alle drei Treffer erzielt hatte, den SCP-Verantwortlichen mit. Als weitere Abgänge stehen außerdem bereits Julian Westermann, Patrick Huckle, Jürgen Duah, Dominique Ndjeng, Nejmeddin Daghfous und Radovan Vujanovic fest. Mit Rico Schmider und Philip Heise einigte sich der Verein dagegen auf eine Vertragsverlängerung. Nach den Verlängerungen stehen bei den Preußen aktuell 16 Spieler für die neue Saison unter Vertrag.
SV Wacker Burghausen: Wacker Burghausen hat für die kommende Saison mit dem Trainerwechsel bereits wichtige Weichen gestellt. Doch auch auf dem Transfermarkt waren die Weiß-Schwarzen aktiv. Angreifer Alexander Aschauer von Red Bull Salzburg kommt auf Leihbasis für ein Jahr. Zudem wurde der Trierer Stürmer Ahmet Kulabas bis 2014 verpflichtet. Der 24-jährige Kulabas erzielte in der Regionalliga bislang 13 Tore und bereitete weitere elf Treffer vor. Aschauer gilt als großes österreichisches Talent. Der 20-Jährige bestritt mit 17 Jahren seinen ersten Profieinsatz in der österreichischen Bundesliga.



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