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U 17-EM: Das sind die deutschen Gruppengegner
Georgien, Island und Frankreich heißen die Gruppengegner der deutschen U 17 bei der Europameisterschaft in Slowenien. Frankreich ist ein alter Bekannter, im Mai 2011 besiegte das Team von DFB-Trainer Stefan Böger die Équipe Tricolore mit 2:1. Georgien und Island hatten Experten nicht bei der EM erwartet.
"Aber es bleibt nicht aus, dass in diesem knallharten Wettbewerb auch große Nationen auf der Strecke bleiben", erläutert Matthias Sammer auf DFB.de. Und wenn die "Großen" schwächeln, nutzen die "Kleinen" ihre Chance.
Wie stark ist Georgien, woher kennt der isländische Trainer den deutschen Fußball und wer ist der gefährlichste Torschütze der Franzosen? DFB.de hat die Gruppengegner des Teams von Stefan Böger unter die Lupe genommen.
GEORGIEN
Die Mannschaft: Der Auftaktgegner der Deutschen hat in der Eliterunde, die in der georgischen Hauptstadt Tiflis ausgetragen wurde, überraschenderweise die Fußball-Großmächte Spanien (bisher sechs U 17-EM-Titel) und England, die 2010 noch bei der U 17-EM triumphierten, ausgeschaltet. Nach einem 1:1 gegen Spanien im Auftaktmatch, gewannen sie ihre beiden Spiele gegen England und die Ukraine jeweils 1:0. An den Ergebnissen lässt sich die Stärke der Georgier ablesen: "Sie sind eine defensiv starke Mannschaft, die voller Leidenschaft in die Zweikämpfe geht. Selbst die Stürmer arbeiten über die ganze Spieldistanz mit nach hinten, setzen nach vorne aber auch immer wieder Nadelstiche", erzählt Stefan Böger. Mit ähnlichen Gegnern hat die DFB-Auswahl bereits Erfahrungen gesammelt. "Aserbaidschan oder Bulgarien kommen den Georgiern von der Spielanlage sehr nahe. Wir wissen also, wie wir uns verhalten müssen", ergänzt Böger.
Trainer: Coach der Georgier ist Vasil Maisuradze. Der 40-Jährige ist gleichzeitig noch Trainer der Reserve von Dinamo Tiflis. Dort hat er seit 2006 dreimal den Titel der Reserveteams geholt.
Im Blickpunkt: Bekanntester Spieler der Georgier ist Nika Chanturia. Der Spielführer ist ein zweikampfstarker Innenverteidiger, der in seiner Heimat für Lokomotive Tiflis spielt. Bester Torjäger ist Chiaber Chechelashvili, der bei seinen fünf Einsätzen drei Tore erzielte.
ISLAND
Die Mannschaft: Zweiter Gegner der deutschen U 17 ist am 7. Mai Island. Nachdem die Nordeuropäer im ersten Match der Qualifikationsrunde 5:1 gegen die Schweiz untergingen, haben sie kein Spiel mehr verloren, darunter immerhin zwei 1:0-Siege gegen Griechenland und Schottland sowie ein Unentscheiden gegen Dänemark. Die Isländer, die zum ersten Mal bei einer U 17-EM teilnehmen, zeichnen sich durch mannschaftliche Geschlossenheit aus. Ein echter Torjäger fehlt ihnen, dafür haben gleich drei Spieler (Páll Thorsteinsson, Kristján Flóki Finnbogason, Dadi Bergsson) zwei Tore in sechs Einsätzen erzielt.
Trainer: Gunnar Gudmundsson, der vor seinem Engagement bei der U 17 den isländischen Erstligisten HK Kópavogur betreute, kennt sich im deutschen Fußball aus. Als Spieler war er zwischen 1991 und 1996 für die drei Vereine FC Teutonia 05, Langenhorn Hamburg und SV Blankenese im Einsatz.
Im Blickpunkt: Der Kapitän der U 17 und Abwehrspieler von Fylkir Reykjavik, Hjörtur Hermannsson, ist das größte Talent der Insel. Bereits letztes Jahr debütierte er im Alter von 16 Jahren für die isländische U 19. Ab der kommenden Saison wird der zweikampf- und kopfballstarke Innenverteidiger für die A-Jugend des PSV Eindhoven auflaufen.
FRANKREICH
Die Mannschaft: Mit Frankreich wartet der wohl schwerste Brocken im letzten Gruppenspiel (10. Mai) auf die deutsche U 17. Die Franzosen kommen mit jeder Menge Selbstbewusstsein nach Slowenien. Sowohl in der Qualifikation als auch in der Eliterunde wurde kein Spiel verloren, darunter ein 1:0 gegen Italien. Stefan Böger sind die meisten Spieler noch bekannt. Vor einem knappen Jahr spielten die beiden Mannschaften, damals noch als U 16, gegeneinander. Deutschland gewann in Berlin 2:1. "Die Franzosen haben eine sehr spielstarke Mannschaft mit intelligenten, kreativen Spielern in der Offensive", erklärt der deutsche Coach.
Trainer: Jean-Claude Giuntini (FRA) ist seit einem knappen Jahr im Amt. Sein bevorzugtes System ist ein offensiv ausgerichtetes 4-3-3. An der Disziplin seiner Truppe muss er noch arbeiten. In den letzten drei Spielen gab es drei Rote Karten für die Équipe.
Im Blickpunkt: Anthony Martial von Olympique Lyon ist ein Vollblutstürmer, seine Quote überragend. In sechs Spielen während der EM-Quali und der Eliterunde schoss er sieben Tore. In elf Einsätzen für die U 17 erzielte er insgesamt acht Tore.


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