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Finale in Köln: "Am liebsten schon morgen spielen"
Erstes Treffen der Finalisten des DFB-Pokalendspiels der Frauen: Am heutigen Dienstag legten die beiden Torfrauen der Teams schon einmal Hand an das Objekt der Begierde. Kathrin Längert vom FC Bayern München und Desiree Schumann vom 1. FFC Frankfurt stellten sich in einer Pressekonferenz in Köln den Fragen der Journalisten und testeten dabei, wie sich die Pokaltrophäe anfühlt.
Die Torfrauen stehen sich mit ihren Klubs am 12. Mai (ab 16 Uhr, live im ZDF) im RheinEnergieStadion gegenüber, dabei will Frankfurt seinen Titel verteidigen, die Bayern-Frauen ihren ersten DFB-Pokalsieg in ihrer Geschichte einfahren.
Desiree Schumann erlebte schon im Vorjahr die einzigartige Atmosphäre im Kölner Stadion. Allerdings auf Seiten des 1. FFC Turbine Potsdam, der gegen Frankfurt damals verlor. Saß sie vor einem Jahr noch auf der Bank, ist sie nun die Nummer eins der Hessinnen. Entsprechend groß ist die Vorfreude: "Köln ist eine tolle Stadt mit einem sehr schönen Stadion. Ich freue mich auf die tolle Kulisse und hoffe natürlich, dass wir ein gutes Spiel machen und den Titel verteidigen können."
Bayern noch ohne DFB-Pokalsieg
Auch bei Kathrin Längert sind die Erwartungen hoch: "Die Vorfreude ist riesig. Für uns Bayern-Frauen ist das etwas ganz Besonderes, das Finale erreicht zu haben. Wir standen seit 22 Jahren nicht mehr im DFB-Pokalfinale. Das sagt viel aus. Ich freue mich auf ein tolles Spiel und tolle Atmosphäre. Am liebsten würde ich schon morgen spielen."
Die Favoritenrolle ist klar verteilt. Hier der Titelträger aus Frankfurt, der den Pott schon achtmal holte, dort die Bayern, die bislang zweimal im DFB-Pokalfinale standen: 1988 und 1990, damals gab es Niederlagen gegen den TSV Siegen (0:4) und den FSV Frankfurt (0:1). Doch der Traum vom Triumph in Köln lebt auch beim FC Bayern München. Karin Danner, die Managerin der Bayern-Frauen, meint: "Ich glaube, die Chancen stehen 50-zu-50. Frankfurt ist natürlich der Favorit, aber wir haben auch eine 'Mia-san-mia-Mentalität'. Die wollen wir auch gegen Frankfurt abrufen."
Rahmenprogramm ab 11.11 Uhr
Dass das eigenständige DFB-Pokalfinale der Frauen nicht nur aus sportlicher Sicht ein Highlight für die beteiligten Vereine darstellt, bekräftigt Frankfurts Manager Siggi Dietrich: "Das ist für uns aus Vereinssicht die wichtigste Plattform, um sich nach außen zu präsentieren. Ich hoffe auf ein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Aber natürlich wollen wir im Jahr 2012, bei unser zwölften Finalteilnahme, am 12. Mai den Titel holen."
Zweimal wurde das Endspiel nun schon in Köln ausgetragen, zweimal war es ein gelungenes Rundumpaket aus Spitzensport und einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie. Ein Konzept, das auch bei der dritten Auflage beibehalten werden soll. "Wir wollen wieder rund um das Finale mit einem bunten Rahmenprogramm für gute Unterhaltung sorgen. Um 11.11 Uhr geht das Familien- und Fanfest los", sagt Peter Kron, der Sportausschussvorsitzende der Stadt Köln.
Köln - das neue "Mekka des Frauenfußballs"
Ganz herzlich hieß er die beiden Finalisten willkommen, so wie auch DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg: "Meine Gratulation an beide Vereine, wir freuen uns, dass wir zwei so namhafte Vereine im Finale begrüßen dürfen."
Bis 2015 läuft der Vertrag zur Ausrichtung des DFB-Pokalfinales der Frauen in Köln vorerst. Hannelore Ratzburg äußerte ihre Hoffnung, "dass Köln sich zum Mekka des Frauenfußballs entwickelt".



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