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Verbundssysteme in Kamen und Bochum sind Eliteschulen
Am Donnerstag wurden in Kamen-Kaiserau und Bochum zwei weitere Standorte als "Eliteschulen des Fußballs" ausgezeichnet. Das Verbundsystem um das Städtische Gymnasium, die Fridtjof Nansen Realschule, die Gesamtschule Kamen und die Städtische Hauptschule erhielt ebenso das begehrte Schild wie das Verbundsystems um die Märkische Schule, die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule, die Pestalozzi-Realschule und die Hellweg-Schule in Bochum.
Die Auszeichnung der Eliteschule des Fußballs für Frauen und Mädchen in Kaiserau nahmen der DFB-Vizepräsident Dr. Hans-Dieter Drewitz sowie Tina Theune, sportliche Leiterin der Eliteschulen des Fußballs für Frauen und Mädchen vor. Die Auszeichnung bzw. die Schildübergabe in Bochum nahm gemeinsam mit Dr. Drewitz der sportliche Leiter der Talentförderung Jörg Daniel vor. Bei beiden Schildübergaben waren zudem der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf sowie Hermann Korfmacher, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), zu Gast.
Im Verbundsystem Kamen-Kaiserau koordinieren die Stadt Kamen als Schulträger und das Städtische Gymnasium die Zusammenarbeit aller Schulen. Neben speziell abgestimmten Stundenplänen werden zusätzliche Stundendeputate durch das Innenministerium NRW zur Verfügung gestellt, so dass den Spielerinnen zusätzlicher Förderunterricht angeboten werden kann. Die Spielerinnen erhalten eine spezielle sportliche und fußballerische Ausbildung durch das Talentförderzentrum des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW). Der FLVW übernimmt für die Vereine den Großteil des fußballerischen Trainings, dennoch bleiben sie ihren Heimatvereinen erhalten und können an den Wochenenden im Spielbetrieb eingesetzt werden.
Kooperation mit Spitzenvereinen der 2. Frauen-Bundesliga
Das Training setzt sich aus einem Mix aus individuellem, allgemeinen und fußballspezifischen Training, Mannschaftstraining mit Junioren-Vereinsmannschaften des ortsansässigen SuS Kaiserau und dem Leistungstraining im Talentförderzentrum Kaiserau zusammen. Darüber hinaus existieren neben dem engen Kontakt mit den Heimatvereinen der Spielerinnen auch Kooperationsvereinbarungen mit den Spitzenvereinen des FLVW in der 2. Frauen-Bundesliga (SG Wattenscheid 09, FC Gütersloh 2000, Herforder SV). Derzeit besuchen neun aktuelle Junioren-Nationalspielerinnen die Schulen des Verbundsystems.
Wichtige Kooperationspartner im Verbundsystem Bochum-Wattenscheid sind die Märkische Schule (Gymnasium), die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule, die Pestalozzi-Realschule, das Hellweg-Gymnasium, der VfL Bochum, der Olympiastützpunkt Westfalen/Bochum sowie der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. Aktuelle Nationalspieler und Lizenzspieler die aus dem Verbundssystem Bochum-Wattenscheid hervorgehen, sind unter anderem U 21-Europameister Dennis Grote (VfL Bochum), Nico Bungert (1. FSV Mainz 05), Kevin Vogt (VfL Bochum) und Ilkay Gündogan (1. FC Nürnberg).
"Eliteschule des Fußballs" ist ein Zertifikat für ein gut funktionierendes Netzwerk von Schule, Leistungszentrum und Verband, das garantiert, dass alle Spitzentalente auf umfassende Hilfe- und Serviceleistungen mit dem Ziel einer parallelen sportlichen und schulischen Karriereförderung zurückgreifen können. Dies zeigt sich zum einen in zusätzlichen Trainingseinheiten im Rahmen des Vormittagsunterrichts, zum anderen in Punkten wie beispielsweise Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe und zeitlich flexibler Klausurtermine.
Mit Kamen-Kaiserau und Bochum gibt es nun 30 Eliteschulen des Fußballs im Bundesgebiet. "Ziel des DFB ist es, ein bundesweites Netz an Eliteschulen des Fußballs zu knüpfen. Jede dieser Schulen muss an ein Leistungszentrum eines Vereins gekoppelt sein und höchste Qualitätsstandards im Hinblick auf die Förderung der Talente erfüllen. Zur Sicherung der Ausbildungsqualitäten an den Eliteschulen dient ein umfangreiches Zertifizierungssystem. Die Einführung der Eliteschulen ist ein weiterer konsequenter Schritt in der Nachwuchsförderung, durch den die größten Talente der Stützpunkte des Talentförderprogramms in Zusammenarbeit mit den Leistungszentren konzentriert und intensiv gefördert werden können", erklärt DFB-Sportdirektor Matthias Sammer.


