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04.11.2008·22:56·Champions League

Panathinaikos schockt Werder

Naldo (r.) im Duell mit Evangelos Mantzios
Naldo (r.) im Duell mit Evangelos Mantzios

Werder Bremen hat am vierten Spieltag der Champions League in der Gruppe B mit einem 0:3 (0:0) gegen den griechischen Vertreter Panathinaikos Athen einen herben Rückschlag im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale einstecken müssen. Die Bremer haben nach der eigenen Niederlage und dem überraschenden 3:3 (2:2) von Anorthosis Famagusta gegen Inter Mailand als Gruppenletzter nun zwei Punkte Rückstand auf Platz zwei.

Bremens Trainer Thomas Schaaf hatte bei seiner Mannschaftsausstellung die defensive Variante gewählt und für den gelbgesperrten Nationalspieler Torsten Frings im Mittelfeld Jurica Vranjes aufgeboten. Diese Maßnahme erwies sich als richtig, denn die Gäste machten von der ersten Minute an klar, dass sie in der Hansestadt unbedingt drei Punkte holen wollten, um nicht in der Tabelle komplett den Anschluss zu verlieren.

Erste Chance für den Gast

Vor 36.000 Zuschauern im Weserstadion wären die Griechen um ein Haar schon in der 13. Minute in Führung gegangen. Bei einem Freistoß von Panathinaikos-Kapitän Giorgos Karagounis aus fast 30 Metern Entfernung verschätzte sich Bremens Torhüter Tim Wiese total, hatte aber Glück, dass der Ball gegen die Latte klatschte.

Erst nach diesem Weckruf brachte der Bundesliga-Achte mehr Klarheit in seine Aktionen und tauchte in der 23. Minute das erste Mal gefährlich vor dem Athener Gehäuse auf. Bei einem Distanzschuss von Markus Rosenberg aus 25 Metern war jedoch Torwart Mario Galinovic auf dem Posten. Der Schlussmann des 22-maligen griechischen Meisters konnte sich auch in der 29. Minute auszeichnen, als er einen Kopfball des Peruaners Claudio Pizarro aus kurzer Distanz reaktionsschnell abwehrte.

Drei Konter, drei Tore

Auch in der zweiten Halbzeit taten sich die Bremer mit den Gästen schwer und kamen trotz größerer Spielanteile kaum zu Torchancen. Die Griechen dagegen nutzten ihre erste gute Gelegenheit gleich zum Führungstreffer. In der 58. Minute kam Evangelos Mantzios an der Strafraumgrenze an den Ball, ließ Petri Pasanen aussteigen und schoss flach ins kurze Eck.

Bremens Diego (l.) wird bedrängt
Bremens Diego (l.) wird bedrängt

Panathinaikos setzte in der Folge aus einer nun noch dichter gestaffelten Defensive verstärkt auf Konter. Nach einem Einwurf sorgte Karagounis dann in der 70. Minute für die Entscheidung, als er vom Strafraumeck den Ball volley über Wiese hinweg zum 0:2 ins Bremer Gehäuse schoss.

Der eingewechselte Boubacar Sanogo läutete mit einem Flachschuss in der 80. Minute scheinbar Werders Schlussoffensive ein, doch die Athener verteidigten den Vorsprung nicht nur vielbeinig und geschickt, sondern trafen auf der Gegenseite selbst durch Alexandros Tziolis (83.) zum dritten Mal. Gilberto Silva verpasste kurz darauf frei vor Wiese gar das 0:4 (84.).

Trainer Thomas Schaaf: "Wir brauchen nichts zu beschönigen, wir waren völlig daneben. Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Das ist eine riesengroße Enttäuschung."

Weitere Informationen zur Champions League finden Sie hier.

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