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Hertha BSC braucht ein Fußball-Wunder
Bereits im Berliner Olympiastadion brachen am vergangenen Donnerstag bei den Fans von Fortuna Düsseldorf alle Dämme. Die mitgereisten Anhänger des Teams von Trainer Norbert Meier sangen nach dem 2:1 im Hinspiel der Bundesliga-Relegation vom Aufstieg: "Nie mehr 2. Liga" schallte es von den Rängen. Nun gilt es für die Fortunen, den Auswärtssieg gegen Hertha BSC im Rückspiel heute (ab 20.30 Uhr, live in der ARD und bei Sky) zu vergolden und die Erstliga-Rückkehr nach 15 Jahren perfekt zu machen.
Die Berliner wirkten dagegen nach der bitteren Heimpleite ratlos, kraftlos und ohne Glaube an sich selbst - und brauchen wohl ein kleines Fußball-Wunder, um doch noch den Klassenverbleib zu schaffen. Dabei hatte es nach dem Führungstreffer von Roman Hubnik noch so gut ausgesehen. Der Ausgleich durch Thomas Bröker und das Eigentor von Adrian Ramos war für die Herthaner jedoch wie ein böser Schlag ins Gesicht. Allein Trainer Otto Rehhagel will sich noch nicht geschlagen geben: "Wir sind alle sehr enttäuscht, aber es ist noch nicht alles gelaufen. Wir geben uns nicht auf und werden alles geben."
Meier: "Wir haben noch nichts gewonnen"
In Düsseldorf tritt Coach Meier auf die Euphoriebremse und verweist auf die anstehende Aufgabe. "Wir haben jetzt ein Endspiel, und das hat die Mannschaft sich erarbeitet. Das kann man gar nicht hoch genug einschätzen", sagt Meier: "Für die Fans ist es phantastisch, dass das zweite Relegationsspiel das entscheidende wird. Es war für uns ein gutes Ergebnis, das lässt sich nicht leugnen, aber deswegen haben wir noch nichts gewonnen."
Beim Heimspiel in der Esprit-Arena wird die Fortuna von 54.600 Zuschauern frenetisch angefeuert. Innerhalb von nur einer Stunde waren die letzten Tickets für das "Finale daheim" vergriffen. Die Fans werden wie eine Mauer hinter ihrem Team stehen. Hertha-Manager Michael Preetz setzt indes auf die bessere Auswärtsstatistik seiner Berliner: "Es ist erst Halbzeit. Wir wissen, dass wir in der Vergangenheit auswärts oft stärker waren als zu Hause."
Fortuna 2012 daheim noch ungeschlagen
Doch die Fortuna gilt als Heimmacht: Im Jahre 2012 sind Sascha Rösler, Jens Langeneke und Co. zuhause noch ungeschlagen. Das gibt Selbstvertrauen und lässt vom endgültigen Auftsieg träumen, der nach dem Ende der Hinrunde schon fast sicher geglaubt war. Die Hinserie schloss Düsseldorf als bester Herbstmeister der Geschichte ab, der Vorsprung auf die Nichtaufstiegsplätze war komfortabel. Doch die Rückrunde brachte Probleme, mit nur vier Siegen zitterte sich das Meier-Team auf den dritten Platz.
Nun also gilt's: Heute soll gefeiert werden, doch auch die Hertha hat noch nicht aufgegeben und will den Absturz in Liga zwei mit aller Macht verhindern.



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