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Frankfurt hungrig, Bayern hoffen auf "historischen Tag"
Für Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt beginnt die "Woche der Wahrheit", für Herausforderer Bayern München könnte es ein "historischen Tag" werden: Fünf Tage vor dem Champions-League-Finale wollen die Frankfurterinnen heute (ab 16 Uhr, live im ZDF) in Köln beim 32. DFB-Pokalfinale Selbstvertrauen für die Königsklasse tanken und den Traum der Bayern vom ersten Pokalsieg und dem möglichen Doppeltriumph mit den Männern platzen lassen. Das Duell wird auch im japanischen Fernsehen übertragen.
Angesichts der erneut verpassten Meisterschaft stehen die Hessinnen unter Druck. "Wir haben sportlich in dieser Saison noch nichts erreicht und wollen jetzt in Köln in unserem ersten Endspiel alles dafür tun, um zunächst das Pokalfinale für uns zu entscheiden", sagte FFC-Trainer Sven Kahlert. Beim zwölften Endspiel giert der Rekordsieger nach dem neunten Triumph, für die Bayern dagegen wäre es nach den erfolglosen Finalteilnahmen 1988 und 1990 eine Premiere.
Wörle: "Ich sehe bei uns keinen Druck"
"Das letzte Finale ist 22 Jahre her. Das ist ein Riesenanreiz. Es kann ein historischer Tag werden", sagte Bayern-Trainer Thomas Wörle. Dabei haben die Bayern bereits Pokal-Geschichte geschrieben: Mit dem doppelten Einzug ins Pokalfinale bei den Männern und Frauen sorgte der Verein für ein Fußball-Novum.
Der Tabellensechste der Bundesliga fühlt sich pudelwohl in der Rolle des Underdogs. "Ich sehe bei uns keinen Druck, für Frankfurt dagegen wäre eine Niederlage eine absolute Enttäuschung", sagt Wörle, dessen Team mit dem Rückenwind eines 2:0-Erfolgs gegen den FCR Duisburg am Sonntag in die Partie geht.
Das mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespickte Star-Ensemble aus Frankfurt dagegen musste nach dem 1:3 bei Spitzenreiter Turbine Potsdam die letzten Meisterschaftshoffnungen ad acta legen. Als Tabellenvierter hinter dem VfL Wolfsburg und Duisburg müsste Frankfurt zudem das Finale der Königsklasse in München gegen Olympique Lyon gewinnen, um in der nächsten Spielzeit wieder international spielen zu dürfen.
Behringer: "Denke, dass wir das bessere Team sind"
Ein Szenario, das Siegfried Dietrich nicht gefällt. "Es wäre extrem traurig, wenn wir nächste Saison nicht in der Champions League spielen würden", sagte der FFC-Manager. Die Bayern hoffen, dass die Frankfurterinnen gedanklich schon in München sind.
An Selbstbewusstsein mangelt es den FFC-Spielerinnen aber nicht. "Ich denke, dass wir das bessere Team sind", sagte Nationalspielerin Melanie Behringer, die von 2008 bis 2010 bei den Bayern spielte und deren Teamkolleginnen Nadine Angerer, Kim Kulig und Alexandra Krieger weiter fehlen. München muss ohne Julia Simic und Petra Wimbersky auskommen.



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