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Hertha mit Heimspiel gegen Pokalverteidiger Freiburg
Pokalfinale im eigenen Stadion - von dieser Konstellation träumt wohl jede Mannschaft. Für die U 19 von Hertha BSC wird dies heute (ab 13 Uhr, live auf DFB-TV) Realität, wenn die Hauptstädter im Endspiel um den DFB-Junioren-Vereinspokal den Titelverteidiger SC Freiburg empfangen.
Rund 5000 Zuschauer werden zum 26. Finale dieses Wettbewerbs im Stadion am Wurfplatz erwartet, das nur einen Steinwurf vom großen Berliner Olympiastadion entfernt ist, in dem Abend das "große" Finale zwischen dem Deutschen Meister Borussia Dortmund und dem FC Bayern München stattfindet. Bislang sind 3000 Karten verkauft worden.
"Für uns Herthaner ist ein Finale im eigenen Stadion etwas ganz Besonderes. Das wird mit Sicherheit ein einmaliges Erlebnis für meine Jungs. Wir haben die Möglichkeit, nach der turbulenten Saison der Profis in der Bundesliga wieder für positive Schlagzeilen für den Verein zu sorgen", sagt Hertha-Trainer Jörg Schwanke im Gespräch mit DFB.de.
Stammspieler Maximilian Scheel fehlt rot-gesperrt
Der 43 Jahre alte Ex-Profi hatte die U 19 der Berliner erst vor wenigen Monaten übernommen und René Tretschok abgelöst, der Trainerlegende Otto Rehhagel bei den Bundesliga-Profis seit Februar als Assistent unterstützt. Unter der Regie von Schwanke ist die "alte Dame" in der Nord/Nordost-Staffel nach neun Runden noch ungeschlagen (sechs Siege, drei Unentschieden), hat als Tabellenzweiter beste Chancen auf den Einzug in die Endrunde um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft und schaffte durch ein 6:3 nach Elfmeterschießen im Pokal-Halbfinale beim 1. FC Nürnberg den Sprung in das Pokal-Endspiel.
Nach der Finalniederlage 2010 vor eigenem Publikum (1:2 gegen 1899 Hoffenheim) soll es für die Berliner bei ihrer insgesamt dritten Endspielteilnahme diesmal wieder besser laufen. "Wir wollen unseren Heimvorteil nutzen und versuchen, gegen die äußerst spielstarken Freiburger von Beginn an die Akzente setzen. Die Mannschaft mit dem größeren Willen wird siegen", so Jörg Schwanke, der den zweiten Titelgewinn für Hertha BSC nach 2004 (5:0 gegen den SGV Freiberg) anpeilt. Mit Maximilian Scheel, der im Halbfinale gegen Nürnberg die Rote Karte gesehen hatte, muss der Berliner Trainer allerdings einen wichtigen Stammspieler aus der Defensive ersetzen.
Freiburger Erfolgstrainer Christian Streich im Stadion
Mit einer beeindruckenden Bilanz von drei Siegen aus drei Endspielen (2006, 2009 und 2011) geht Pokalverteidiger SC Freiburg in die Partie in Berlin. Alle Erfolge sammelten die Breisgauer unter der Regie ihres langjährigen Trainers Christian Streich, der zu Jahresbeginn die Profis übernahm und zum Klassenverbleib in der Bundesliga führte. Der 46-Jährige, der weiterhin auch als Sportlicher Leiter der erfolgreichen Freiburger Fußballschule fungiert, kündigt aber an: "Ich werde im Stadion sein und mir die Partie entspannt ansehen."
Um optimal vorbereitet zu sein, erfolgte die Anreise der seit Januar von Martin Schweizer trainierten Freiburger nach Berlin bereits am Donnerstag. "Wenn Christian Streich auf der Tribüne sitzt, werden einige meiner Spieler vielleicht noch ein bisschen motivierter sein. Obwohl wir Titelverteidiger sind, erwarte ich eine hochklassige Partie auf Augenhöhe, in der wir unser Spiel durchsetzen wollen", sagt Schweizer im Gespräch mit DFB.de und hat damit den vierten Freiburger "Streich" im Visier.
Jung-Profi Ginter ist noch für A-Junioren spielberechtigt
Verzichten muss der 32-Jährige lediglich auf die Rekonvaleszenten Arnaud Gherardi und Felix Dreher, die nach längeren Verletzungspausen noch Zeit benötigen. Möglich ist ein Einsatz des 18 Jahre alten Jung-Profis Matthias Ginter, der in der Rückrunde 13 Bundesliga-Partien bestritten hatte, aber noch für die A-Junioren spielberechtigt wäre.
In der Meisterschaft belegt der Sport-Club in der Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga übrigens ebenfalls Platz zwei und hat bei nur einem Punkt Rückstand auf den FC Bayern München zwei Spieltage vor dem Saisonende noch alle Chancen auf den Titel. Im Gegensatz zum Norden würde Rang zwei allerdings nicht zur Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft reichen.
Große Ehrung des neuen Pokalsiegers im Olympiastadion
Nach dem Schlusspfiff wird es zunächst eine Pokalübergabe an das Siegerteam im Stadion am Wurfplatz geben. Am frühen Abend folgt dann gegen 18.30 Uhr im großen Olympiastadion im Vorfeld des DFB-Pokalfinales der Männer zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (Anstoß: 20 Uhr) die offizielle Ehrung des Junioren-Pokalsiegers durch Peter Frymuth, den Vorsitzenden des DFB-Jugendausschusses.



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