500 Schüler machen Hassia-Gelände zum Hexenkessel

Seiteninhalt drucken

 

Hassia Bingen und die Goetheschule Dieburg richteten gemeinsam den „1. Mädchenfußballtag“ Dieburgs aus, mit großem Erfolg: Zum Mädchenfußballtag kamen fast 500 Goetheschüler – 16 Klassen der Jahrgangsstufen fünf bis sieben sowie eine Realschulklasse, die den Lehrern bei der Durchführung halfen. Sport- und Bio-Lehrer Michael Hill hatte den – sprichwörtlichen – Ball von Hassia-Jugendtrainer Reiner Karg zugespielt bekommen und aufgenommen: Karg war an die Goetheschule mit der Idee des Mädchenfußballtags herangetreten, die Schule legte die Aufgabe in Hills Hände.

Die Hassia bietet insbesondere das DFB-Mini-Spielfeld auch Nichtmitgliedern zum Spielen an. Zudem möchten die Blau-Weißen in absehbarer Zeit wieder ein Mädchen-Team stellen, so wie es früher über Jahre war. Das könnte so organisiert werden, dass die jüngeren Mädchen zunächst bei den Jungs mitspielen und im C-Juniorinnen-Alter in ein eigenes Team wechseln. Die Goetheschule möchte sich seinerseits zukünftig stärker mit dem SC Hassia vernetzen und nicht nur einmal - am vergangenen Freitag - kooperieren. Hill schwebt zudem eine Fußball-AG für Mädchen vor, aus der dann auch der Sportclub Hassia gezielt Neuzugänge gewinnen könnte. „Der Mädchenfußballtag wird auf keinen Fall nur eine einmalige Sache und auch nach der WM bestehen bleiben“, kündigte Lehrer Hill schon einmal an.

Von der Resonanz sei er „überwältigt“ gewesen, sagte er außerdem. Immerhin sei die Veranstaltung freiwillig gewesen, wenn auch eine überzeugende Alternative zum Verbleib in den Räumlichkeiten der Schule. „Die Begeisterung ist so groß, dass wir optimistisch sind, eine AG tatsächlich auf die Beine zu stellen“, meinte er mit Blick von der Hassia-Tribüne aufs Hauptfeld. Dort gab es diverse Stationen, an denen es Dribblings zu absolvieren galt, aber auch das Zuköpfen des Leders. Dabei durften auch die Jungs mitmachen – das Turnier auf dem Minispielfeld blieb derweil den Mädchen vorbehalten. „Die Schüler leben bei dem Turnier den Teamgedanken“, lobte Hill. „Jede Klasse hat zum Beispiel ihren eigenen Schlachtruf kreiert.“ Mit lauter Anfeuerung und Pappschildern sorgten die Schüler bei den Partien auf dem Minispielfeld für einen Hexenkessel.

Zufrieden schauten auch mehrere Ehrenamtliche der Hassia auf das quirlige Treiben am Wolfgangshäuschen. In dem Wissen, dass es auch an den beiden darauffolgenden Tagen nicht nachlassen würde: Schließlich fanden am Samstag und Sonntag internationale Jugendturniere des Sportclubs statt.

Anzeige: