China

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Umfangreicher Austausch auf vielen Ebenen



Länderspiele zwischen DFB-Teams und chinesischen Auswahl-Mannschaften sind ein Teil der Kooperation

Die gemeinsame Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat im September 2004 in Peking ein Memorandum of Understanding (MoU) mit dem chinesischen Fußball-Verband abgeschlossen, das seitdem zwei Mal verlängert wurde. Zuletzt im Jahr 2010 mit einer vierjährigen Laufzeit, beiderseitig verlängerbar um weitere vier Jahre. Vorbehaltlich erforderlicher interner Abstimmungen wurde unter anderem vereinbart, dass die deutsche Nationalmannschaft zwei Länderspiele gegen China bestreitet. Die erste Begegnung fand am 12. Oktober 2005 in Hamburg statt (1:0 für das DFB-Team), das Rückspiel fand am 29. Mai 2009 in Shanghai in China statt (1:1).

 

Darüber hinaus sind auch Spiele der anderen Nationalmannschaften und Gastspiele des Deutschen Meisters und Deutschen Pokalsiegers vorgesehen, die dabei jeweils auf den Meister und Pokalsieger aus China treffen sollen.

 

Die deutsche Delegation, der der damalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der mittlerweile verstorbene Ligaverbands-Präsident Werner Hackmann, der frühere DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt und Wilfried Straub als damaliger Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung angehörten, sagte außerdem zu, den begonnenen Gedankenaustausch mit den Chinesen fortzusetzen und mindestens alle zwei Jahre ein Treffen der Spitzenrepräsentanten beider Verbände durchzuführen.

 

Gleichzeitig verständigten sich beide Seiten darauf, künftig gegenseitige Besuche führender Vertreter der Vereine des Profifußballs zu arrangieren, um die Strukturen besser kennen zu lernen. Die DFL besuchte 2005 erneut das asiatische Land. Bei dieser Reise waren auch Vereinsvertreter und Vertreter aus der Wirtschaft eingebunden. Der DFB hatte 2005 zudem ein Inspektionsteam des Chinesischen Fußball-Verbandes zu einem Informationsbesuch des WM-OK 2006 eingeladen.



Schlappner war als Trainer in China

Weitere Austauschprogramme wurden für die Frauen-Nationalmannschaften, den Nachwuchsbereich, die Trainer-Fortbildung und das Schiedsrichterwesen vereinbart. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft nahm in diesem Zusammenhang Anfang 2005 an einem Vier-Nationen-Turnier in China teil.

 

Jährlich nehmen chinesische Trainer an Fortbildungslehrgängen in Deutschland teil.

Chinesische Talente, die in der Perspektivplanung für die Olympischen Spiele 2008 in Peking gesichtet worden waren, bereiteten sich im November 2004 in einem Trainingslager an der deutsch-chinesischen Fußball-Akademie in Bad Kissingen vor. Die Trainer der Olympia-Kandidaten nahmen in dieser Zeit an Fortbildungsmaßnahmen von UEFA und DFB teil. Darüber hinaus sind weitere, detaillierte Fortbildungen für Trainer und Schiedsrichter geplant.

 

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