Freunde der Nationalmannschaft

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Gründungsdatum des Vereins „Freunde der Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes“ ist der 22. Februar 1978. Aber schon Anfang der 70er Jahre gab es einen festen Kreis von Personen, die ein besonderes Verhältnis zur Nationalmannschaft pflegten. Sie besuchten nicht nur die Heimländerspiele des Teams von Bundestrainer Helmut Schön, sondern begleiteten die Mannschaft auch ins Ausland. Man flog gemeinsam mit der Mannschaft, wohnte in einem Hotel und wurde vom DFB besonders betreut. So entstand ein enger Kontakt zwischen den Spielern und der Gruppierung, die sich schon damals „Freunde der Nationalmannschaft“ nannte.



Bundestrainer 1964 – 1978: Helmut Schön

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Idee, diesen Personenkreis zu institutionalisieren und mit der Verpflichtung zu verbinden, das soziale Engagement des Fußballs zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund gründete sich der Verein „Freunde der Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes e.V.“ mit dem satzungsgemäßen Ziel, die soziale Arbeit der 1977 ins Leben gerufenen Sepp Herberger-Stiftung zu unterstützen. Am 22. Februar 1978 fand die Gründungsversammlung des Vereins in München in Anwesenheit von DFB-Präsident Dr. h. c. Hermann Neuberger statt. Um zu vermeiden, dass sich der Verein in seinen Satzungszielen und Forderungen verselbstständigt, wurde bei der Gründung festgeschrieben, dass der erste und zweite Vorsitzende vom DFB bestimmt werden. Traditionell ist der erste Vorsitzende Mitglied des DFB-Präsidiums. Von 1977 bis 2002 war dies DFB-Vize-Präsident Otto Andres, der 2002 von Karl Schmidt abgelöst wurde. Seit Ende 2009 ist Karl Rothmund Vorsitzender des Vereins. Geschäftsführer des Vereins war seit der Gründung Goetz Eilers, der frühere Chefjustiziar des DFB. Sein Nachfolger ist seit 2009 Olliver Tietz.

Am Zweck der „Freunde der Nationalmannschaft“ hat sich bis heute nichts geändert. Aus zunächst 79 Mitgliedern wurden 161 im Jahr 2010. Neben persönlichen Mitgliedschaften sind auch Firmenmitgliedschaften möglich, um Sponsoren des DFB die Möglichkeit zu geben, ihre Verbundenheit mit dem Verband als Freunde der Nationalmannschaft zu demonstrieren. Ob persönliches Mitglied oder Firma: Jeder leistet eine freiwillige Spende zugunsten der Sepp Herberger-Stiftung in Höhe von mindestens 800 Euro (1977: 1500 DM).



2. Vorsitzender: Goetz Eilers

Damit ist per se kein Anspruch auf eine Gegenleistung für dieses soziale Engagement verbunden. Der DFB gewährt den Mitgliedern des Vereins allerdings heute eine bevorzugte Behandlung bei der Bestellung von Eintrittskarten für Länderspiele und das DFB-Pokalfinale sowie einen Nachlass in Höhe von 20 % auf jede Eintrittskarte.

Der Bindung der Freunde der Nationalmannschaft untereinander dient eine alljährlich organisierte gesellschaftliche Veranstaltung, meist am Rande eines Länderspiels. Vor allem aber verknüpfen die Mitglieder ihre Zuneigung zum DFB und der Nationalmannschaft mit sozialem Engagement. Über die Jahre ist dadurch eine beeindruckende Summe zusammengekommen und den Zwecken der Stiftung zugeflossen. Bis zum September 2009 belief sich die erbrachte Spendenleistung auf über 3,5 Mio. Euro. Neben dem alle zwei Jahre ausgetragenen Benefizspiel und den Spenden des DFB aus den Ordnungsgeldern und Vertragsstrafen, die gegen die Lizenzvereine ausgesprochen wurden, ist die Jahresspende der Freunde der Nationalmannschaft bis heute der höchste Einzelbetrag, der dem sozialen und gesellschaftspolitischen Engagement des DFB in der Sepp-Herberger-Stiftung regelmäßig zugute kommt.

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