Schiedsrichter mit Pfiff

Seiteninhalt drucken

 

 

Sie gehören zum Spiel wie der Ball ins Tor. 75.000 Schiedsrichter sorgen auf Deutschlands Fußballplätzen für Recht und Ordnung. DFB.de-Redakteur Steffen Lüdeke stellte immer donnerstags insgesamt 46 Referees mit ungewöhnlichen Geschichten vor. Engagiert und unparteiisch – Schiedsrichter mit Pfiff!

 

Serie: Folge 46

"Carsten gehört zur Weltspitze"

Gestorben ist niemand, auch wenn die Worte das Schlimmste befürchten lassen. "Es gab nicht viele, mit dieser Qualität", sagt Herbert Fandel, der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission des DFB über Carsten Kadach. Kadach wird beim Spiel Bayern gegen Stuttgart nach 18 Jahren beim DFB seine Karriere als Schiedsrichter-Assistent beenden. mehr

Serie: Folge 45

"Fußball ist alles für mich"

Schiedsrichtern werden im Eifer des Gefechts nicht selten alle möglichen Behinderungen vorgeworfen. Zumeist beziehen sich diese auf eine mehr oder weniger eingeschränkte Tauglichkeit der Sehorgane, aber auch ganz generell wird der Intellekt der Unparteiischen zuweilen angezweifelt. So hat es auch Rainer Schmid schon erlebt. Bei ihm sind die Behauptungen im Kern zutreffend: Schmid hat eine geistige Behinderung. mehr

Serie: Folge 44

Stark klasse beim "Clasico"

Im Spielertunnel ist die Anspannung spürbar. Und sichtbar. Bei allen Beteiligten. Gleich geht es raus, bald schaut die ganze Welt zu. Die Spieler sind nervös, die Schiedsrichter nicht minder. Ein Ball, 22 Akteure, die Konstellation an sich ist nicht ungewohnt. Aber auch für Wolfgang Stark und seine insgesamt fünf deutschen Schiedsrichter-Kollegen ist dieses Spiel ein besonderes. mehr

Serie: Folge 43

Vom Referee zum Profi

Viele Fußball-Profis bleiben auch nach dem letzten Auftritt auf dem Rasen dem Fußball treu. In den verschiedensten Funktionen. Aus Spielern werden Trainer, Manager, Berater, Präsidenten. In jeder erdenklichen Position bei beinahe jeden Verein finden sich frühere Kicker. Nur eine Sparte kommt ganz ohne Ex-Profis aus: die Schiedsrichter. Den umgekehrten Fall aber gibt es: Schiedsrichter, aus denen später Profifußballer werden. Max Kruse ist so einer. mehr

Serie: Folge 42

Ein Gefühl für Fairness

Frank Hugo, Spielertrainer vom SV Altenschönbach, redete sich langsam aber sicher in Rage. Bis Schiedsrichter Engelbert Friedrich nichts anderes übrig blieb, als Hugo die Gelbe Karte zu zeigen. Die Maßnahme zeigte Wirkung, Hugo schwieg. Zum Glück für alle Beteiligten, jedes weitere Wort hätte die Kosten für den Schiedsrichter explodieren lassen können. Verdreifachen, um genau zu sein. mehr

Serie: Folge 41

Der Trainer-Spieler-Schiedsrichter

War ja klar, bei diesen Vorzeichen. Eusébio da Silva Ferreira, Luís Filipe Madeira Caeiro Figo, Cristiano Ronaldo, große Stars, große Fußballer, wohlklingende Namen. Welches Hobby also soll da ein portugiesischer Junge haben, dessen Eltern dafür gesorgt haben, dass sich Vor und Zuname ihres Sohnes zu Miguel Leite da Silva zusammenfügen?! Richtig: Fußball. 23 Jahre ist da Silva mittlerweile alt, seit 19 Jahren lebt er in Deutschland. mehr

Serie: Folge 40

Lehrwart und Schiedsrichter-Vater

Die Wurst aus dem Oberharzer Wurstpaket hat vorzüglich geschmeckt. Lutz Michael Fröhlich hat den Abend in Goslar aber nicht aus diesem Grunde in guter Erinnerung. Er war zu Gast beim Lehrabend des Schiedsrichterkreises Goslar, Lehrwart Axel Pioch hatte ihn als Redner geladen. mehr

Serie: Folge 39

Zwillinge mit viel Routine

Am International Board des Fußball-Weltverbands FIFA hat sich schon so mancher vergeblich versucht. Änderungen von Fußballregeln sind ein seltener Vorgang, die Bestimmungen sind für gewöhnlich in Stein gemeißelt. Auch Peter und Paul Gingter haben die Gralshüter des Fußballs nicht zu einem Umdenken bewegt. mehr

Serie: Folge 38

Verwechslung mit Folgen

Gleich beim ersten dummen Spruch gab es die Rote Karte für Stefan Raab; im übertragen Sinne. Tatsächlich hat Schiedsrichter Peter Hertel dem Moderator ein Regelbuch in die Hand gedrückt. Die Botschaft war eindeutig: Mach Deine Späße mit wem Du willst, aber nicht mit mir! Nicht auf meine Kosten. „Er war danach ganz handzahm“, erinnert sich Hertel. Sein Auftritt bei „TV Total“ war nicht sein einziges Gastspiel auf fremden Terrain. mehr

Serie: Folge 37

Der vielseitigste Schiri Deutschlands

Am zweiten Tag stellte Torsten Günther seine These ebenso eindrucks- wie schmerzvoll unter Beweis. Zuvor hatte er geredet und geredet. Nun glaubt mir doch endlich: Ich kann es nicht, ich will es nicht, lasst mich in Ruhe. Gehör fand er nicht. Erst als er nicht den Kopf, sondern den Zeh in den Sand gesteckt hatte, änderte sich die Situation.mehr

Serie: Folge 36

Immun gegen Motzen und Geschrei

Krach. Meckern. Motzen. Geschrei. All das ficht Stefan Schindler nicht an. Gegen Lärm jeglicher couleur ist er immun, er hat ein dickes Fell, seine Nerven sind gestählt, so schnell kann ihn nichts aus der Ruhe bringen. Wie auch, schließlich ist Stefan Schindler Schiedsrichter. Auf dem Platz erlebt er alle Facetten des Wirkens als Unparteiischer.mehr

Serie: Folge 35

Kleine Aktionen - große Erfolge

Christian Henkel ist Schiedsrichter und Lehrwart im Bezirk Bergedorf im Hamburger Fußball-Verband. Als Spender für Knochenmark hat er sich 2006 typisieren lassen. Am Heiligabend 2008, ausgerechnet, bekam der Schiedsrichter des VfL Lohbrügge Post. Der Inhalt: Sie kommen als Spender für eine Frau in Schweden infrage. mehr

Serie: Folge 34

Mit 50 in der Oberliga

Elke Harmening ist Schiedsrichterin, eine gute noch dazu, und, bei allem Respekt, mit ihren 50 Jahren kein junger Hüpfer mehr. Schon gar nicht aus Sicht eines 14-Jährigen. Doch Alter schützt vor Leistung nicht. Harmening hat mit ihrer Art Respekt und Anerkennung erworben, sie ist beliebt bei den Spielern, ob alt oder jung, man kennt und schätzt sie. mehr

Serie: Folge 33

Wenn Schiris Schiris schiedsen

Vor zwei Wochen waren seine Dienste in Mainz gefragt. Beim Spiel zwischen dem FSV und dem VfL Wolfsburg fungierte er als Vierter Offizieller, 1:0 für die Wölfe, nichts Besonderes. Nicht für Dirk Margenberg. Als Schiedsrichter-Assistent entscheidet er jede Woche in der Bundesliga über Einwurf, Aus und Abseits, er kennt die großen Stadien, die großen Stars.mehr

Serie: Folge 32

Weltenbummler in Sachen Fußball

Zunächst mal eine gewagte These: Christian Quiel ist der beste Unparteiische Deutschlands. Dazu passt, dass er regelmäßig Kontakt mit Lutz Wagner hat, zu seinen Freunden zählt Ravshan Irmatov, jener Schiedsrichter aus Usbekistan, der bei der WM in Südafrika das Viertelfinale zwischen Deutschland und Argentinien gepfiffen und mit fünf Einsätzen bei einer WM-Endrunde einen neuen Weltrekord aufgestellt hat.mehr

Serie: Folge 31

Regeltreu in jeder Lebenslage

Als Rainer Domberg von seinen Anfängen als Schiedsrichter erzählt, muss er schmunzeln. Wie lange ist das her? 20 Jahre? 30? Noch mehr? Eine andere Zeit, damals, die 70er-Jahre, das Studentenleben. Niemals hätte er gedacht, dass er vier Jahrzehnte später Ansprechpartner für die Spitzenschiedsrichter des DFB sein würde.mehr

Serie: Folge 30

Bei "Sir Heinz" geht's ohne "Rot"

Um Gottes Willen! Der schöne Kuchen! Stundenlang hatte Bäcker- und Konditormeister Heinz Heil in seiner Backstube gestanden, viel Liebe hatte er in sein Meisterwerk investiert. Und jetzt kommt da so ein wild gewordener Haufen und macht alles kaputt. Noch heute erinnert sich Heil an seine Gedankengänge. Damals war er vom Christopherus-Werk zu einer Veranstaltung geladen. mehr

Serie: Folge 29

Comeback trotz Handicap

Bei einem tragischen Unfall verlor Günter Orthey 2005 ein Bein. Für den Vollblut-Schiedsrichter das vorgezeichnete Ende seiner Karriere. Dennoch gab der ehemalige Torwart und Stürmer niemals auf, und soll schon im April 2011 für seine Willenskraft belohnt werden. Dank der Mithilfe der Sepp-Herberger-Stiftung steht einem Comeback mit Spezialschiene nichts mehr im Weg. mehr

Serie: Folge 28

Mit dem Ball um die Welt

Das mit dem Outfit war kein Problem. Ein schwarzer Pullover, gestrickt von Gattin Gisela, dazu eine schwarze Turnhose und dunkle Schuhe - fertig war Schiedsrichter Fritz Wutke. Fehlten nur noch die Utensilien. Die Trillerpfeife war schnell zur Hand, aber Gelbe und Rote Karte? Die gab es nicht, nicht in der DDR der 70er-Jahre. mehr

Serie: Folge 27

Retter in schwarz

Zufall, Schicksal, Fügung? Alles so wie vor acht Jahren, wieder bleibt ein Spieler nach einem Zusammenprall reglos liegen. Wieder muss der Schiedsrichter erste Hilfe leisten, wieder liegt ein Leben in seinen Händen. 2002 war sein Einsatz vergeblich. Torsten Rudolph hatte alles ihm Mögliche getan, um das Menschenleben zu retten. mehr

Serie: Folge 26

Mit 60 neu geboren

In Kürze werden Opfer und Täter einander noch einmal gegenüber stehen. Aug' in Aug' mit dem Peiniger, Reinhard Bludovsky sehnt diesen Termin herbei. Noch immer hat er Schmerzen, die Schulter tut weh, die Folgen des brutalen Überfalls auf ein wehrloses Opfer wird er noch lange spüren. Wie wird er sich verhalten, wenn er auf die Täter trifft? Was wird er sagen, was wird er denken? mehr

Serie: Folge 25

Alt, aber nur dem Namen nach

Seit 71 Jahren firmiert er unter falscher Flagge. Zwar wächst er langsam in seinen Namen hinein, doch wenn der Name Programm wäre, dann müsste er eigentlich „Junggeblieben“, „Fleiß“ oder „Rekordmann“ heißen. Heißt er aber nicht. Der Etikettenschwindel hat einen Namen: Gestatten, Artur Alt.mehr

Serie: Folge 24

Männliche Emanze als Rarität

Nicht mehr lange, dann wird auch diese Spezies ausgestorben sein. Wie die Dinosaurier und die Kurznasen-Maräne. Noch aber gibt es Exemplare seiner Gattung, wenn die Zahl der Mohikaner auch beständig kleiner wird. Einer von ihnen ist Andreas Weichert. Er ist Schiedsrichter, wie 78.251 andere in Deutschland. mehr

Serie: Folge 23

Das Phantomtor und die Folgen

Nicht viele Menschen können von sich behaupten, Schöpfer eines Begriffs zu sein, der Eingang in die deutsche Sprache gefunden hat. Das Wembley-Tor ist untrennbar mit Gottfried Dienst und Tofiq Bəhramov verbunden, der Gienger-Salto mit Eberhard Gienger, Klaus Fischer mit dem Fallrückzieher. In dieser Reihe ist auch Jörg Jablonski zu nennen. mehr

Serie: Folge 22

Einsatz in Afghanistan

Seine Seele wurde noch nicht aufgegessen. Im Gegenteil, sie erfreut sich bester Gesundheit, sagt er zumindest. Wenn stimmt, was man über die Angst sagt, dann stimmt auch, was Ernst Utrata sagt. Dass er nämlich keine Angst habe, schließlich sei Furcht ein schlechter Ratgeber. Und einen schlechten Ratgeber kann Utrata in Afghanistan am allerwenigsten gebrauchen. mehr

Serie: Folge 21

Nicht meckern, selber machen

Die Einsicht kam bei Constanze Rast erst Jahre später. Das kann ich besser, das kann doch alles nicht wahr sein, das muss man doch sehen. Mit diesen und ähnlichen Gedanken stand sie nicht selten am Spielfeldrand und ärgerte sich über Entscheidungen der Schiedsrichter. „Ich habe viel gemeckert“, räumt sie heute ein. mehr

Serie: Folge 20

Ehepaar mit Pfeife und Fahne

Von wegen klassische Rollenverteilung. Wenn SIE den kleinen Finger hebt, spurt ER sofort. Meistens zumindest. Jedenfalls, wenn SIE mit dem Finger den ganzen Arm in Bewegung setzt, um Abseits, Aus und Ähnliches anzuzeigen. mehr

Serie: Folge 19

Ronald Schobers Nebenrolle

Heute Abend wird Ronald Schober getötet werden. Wieder einmal. Seit einer Woche stirbt er jeden Abend aufs Neue, hinterrücks ermordet aus der Hand von Hagen. Keine Angst, nicht wirklich natürlich. Ist alles nur gespielt. Im Schlosstheater Celle mimt er den Siegfried, verwundbar nur wegen eines Lindenblatts. Schober ist Schauspieler, was für andere auf dem Fußballplatz eine Beleidigung ist, ist für den 36-Jährigen die Bezeichnung seines Berufs. mehr

Serie: Folge 18

Karl Valentin, der Dritte

Ein paar Namen standen zur Diskussion. Björn zum Beispiel, aber noch viele andere. Doch letztlich entschieden sich die Eltern gegen alle Alternativen und benannten den Sohn nach dem Vater: Karl. Warum auch nicht? Karl der Große, Karl der Kahle, viele Herrscher und große Persönlichkeiten trugen den Namen Karl. mehr

Serie: Folge 17

Anastacia, Theron - und Konrad

Es ist wohl nicht verwunderlich, dass Boris Nikolai Konrad als Weltrekordler und Doppelweltmeister in prominenten Kreisen verkehrt. Sportlicher Erfolg geht schließlich mit Prominenz einher, auf internationale Titel folgt nicht selten das Leben der Reichen und Schönen. mehr

Serie: Folge 16

Die Konstante Steinhaus

Jahr für Jahr das gleiche Bild bei der Preisverleihung für die Schiedsrichter und Schiedsrichterin des Jahres. Blumen für Bibiana Steinhaus, dazu die Medaille für Deutschlands beste Unparteiische. mehr

Serie: Folge 15

Referee-Chor von der Alb

Der Umgang mit einer Pfeife gehört zum Handwerk jedes Schiedsrichters. Pfeifen können sie also, so viel steht fest. Aber singen? Herbert Fandel, als Vorsitzender der Schiedsrichter-Kommission so etwas wie Deutschlands oberster Schiedsrichter, ist hauptberuflich Pianist und Leiter der Kreismusikschule Bitburg-Prüm. mehr

Serie: Folge 14

Kleiner Mann mit großen Leistungen

Viele Menschen stehen gerne im Mittelpunkt, Cem Yazirlioglu gehört dazu. Im Internet hat er es als Komparse der "Süper Tiger Show" zu einer gewissen Berühmtheit gebracht, seine Rolle als „Mr. Big“ ist ihm auf den Leib geschneidert. Irgendwie zumindest. „Mir machen diese Auftritte großen Spaß“, sagt Cem. Diese – und seine Rollen an der Komischen Oper in Berlin, wo er zum Stamm der Statisten gehört. mehr

Serie: Folge 13

Der Wolfgang Stark des Blindenfußballs

Was für eine Karriere! Vor zwei Jahren hat er sein erstes Spiel geleitet, in diesem Jahr schon gehört er zum erlesenen Kreis der Schiedsrichter für die Weltmeisterschaft. In 30 Monaten vom Anfänger in die Weltelite. Unmöglich? Nicht für Niels Haupt, nicht im Blindenfußball. mehr
Blinden-Schiedsrichter von Weltformat: Niels Haupt

Serie: Folge 12

Erfolg im Eiltempo

Und nicht vergessen: Der Doktortitel sollte schon erwähnt werden, den bekommt man ja schließlich nicht geschenkt. „Außerdem finde ich ganz generell, dass ich ziemlich toll bin“, sagt Riem Hussein. Pardon, Frau Dr. Riem Hussein. Eitel? Arrogant? Selbstverliebt? Nichts von alldem! Im Gespräch mit der Schiedsrichterin präsentiert sich eine gänzlich uneitle, sympathische junge Frau, die kaum weniger Wert auf die akademischen Leistungen ihres Lebens legen könnte. Jedenfalls auf den damit verbundenen Titel. mehr

Serie: Folge 11

Pfeife und Blicke sprechen lassen

Über all das kann Torsten Mertens nur müde lächeln. Wenn Zuschauer, Beobachter, Betreuer oder Trainer ihren Frust in Verbalattacken entladen, wenn wieder einmal der Mann mit der Pfeife an allem Schuld ist und der Schiedsrichter als Blitzableiter der Emotionen dienen muss. Wie so oft. mehr

Serie: Folge 10

Die pfeifende Familie Abdul

Was für eine Frage? Na klar ist das ein Ziel - alle drei Abduls als Schiedsrichter-Gespann eines Fußballspiels. „Das will ich unbedingt eines Tages erleben“, sagt Sermet-Enes Abdul.
Er ist aktuell der Jüngste im Bunde der pfeifenden Familie, dem Alter nach mit gerade einmal 16 Jahren, aber auch was seine Tätigkeit als Unparteiischer betrifft. Acht Spiele stehen in seiner Statistik, im Besitz des Schiedsrichterscheins ist er erst seit November des vergangenen Jahres. mehr
Pfeifende Familie: Sermet-Enes, Sera und Serpil Abdul (v.l:) in DFB-Jerseys

Serie: Folge 9

Ein Stück Sierra Leone auf dem Platz

Der Schiedsrichter als schwarzer Mann. In Person von Donald Spaene stimmt das Bild wieder, das aus den Fußballstadien in Deutschland längst verdrängt war. Schiedsrichter tragen heute Jerseys jeglicher Couleur, die Farbe Schwarz hat als Synonym für Unparteiische ausgedient. Nicht so bei Spaene. „Ich bin ja doppelt schwarz“, sagt der 45-Jährige mit einem Lachen, auch das gelbe Dress kann seine Herkunft nicht kaschieren. mehr
Ein Stück Sierra Leone auf dem Platz: Schiedsrichter Donald Spaene

Serie: Folge 8

Turac kämpft gegen Vorurteile

Etwas Besonderes will Sinem Turac am allerwenigsten sein. Schließlich, so sieht sie es, ist an dem, was sie macht, auch nicht viel Besonderes. Die 21-Jährige ist Schiedsrichterin, aber das sind viele andere auch. Sie ist türkischstämmig, auch das macht sie wenig einzigartig. Sie ist hübsch, wie andere Frauen auch. Ohne das Interesse der Medien zu wecken. mehr
Sinem Turac kämpft gegen Vorurteile

Serie: Folge 7

Der Spielverderber

Natürlich hat Oreste Steiner noch Ziele. Auch mit 74 Jahren. Auf 5000 Einsätze als Schiedsrichter möchte er beispielsweise noch kommen. Ein nicht unrealistisches Vorhaben, 4500 stehen schließlich schon zu Buche. Ein anderes Vorhaben ist da schon anspruchsvoller: seiner Frau Ingrid die Abseitsregel begreiflich zu machen. „Das habe ich schon 97.000-mal versucht“, sagt Steiner. Bisher vergeblich. mehr

Serie: Folge 6

Neuer spricht vom Titel

Um Gottes Willen! Was für ein Tabubruch, ausgerechnet auf Schalke. Was wird dazu wohl Trainer Felix Magath sagen, der Meister des Understatements? Hartnäckig verbietet sich der Trainer jedwede öffentliche Äußerung der Ambition auf den Titel, seine Spieler folgen ihm stumm. Nur einer schert aus: Neuer. „Ich will unbedingt Meister werden“, sagt er, „alles andere wäre eine Riesenenttäuschung.“ mehr
Auf Nachwuchssuche: Manuel (o.l.) und Marcel Neuer

Serie: Folge 5

Futsal statt "Fuzzal"

Wie man halt so recherchiert, wenn eine Thematik gänzlich unbekannt ist: Google wird’s schon wissen. Als sich Eugen Strigel im September 2003 mit der Frage, ob Stephan Kammerer sich vorstellen könne, künftig Futsal-Spiele zu leiten, an jenen wandte, wusste der nicht wirklich, was der Schiedsrichter-Lehrwart des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) von ihm wollte. mehr

Serie: Folge 4

Vom Altar zum Mittelkreis

Na, das ist doch mal ein Kompliment! Und dann auch noch aus berufenem Munde. Die Worte „phantastisch“, „ausgezeichnet“ und „großartig“ fallen, als Herbert Fandel die Leistung von Schiedsrichter Christian Rolke beschreiben soll. Klingt nach einer großen Karriere als Unparteiischer, ein solch beinahe hymnisches Lob vom designierten Schiedsrichter-Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) können nur wenige Referees vorweisen. mehr

Serie: Folge 3

Deutschlands ältester Referee

Manchmal wollen die Beine nicht mehr so. Die Augen haben auch nachgelassen. Ist ja auch kein Wunder - mit 84 Jahren. Der Körper also baut ab, der Wille ist dafür umso stärker. Ans Aufhören denkt Otto Kaschubowski deshalb noch lange nicht, beinahe Woche für Woche steht er in und um Hamburg auf dem Fußballplatz und leitet Spiele – als Deutschlands ältester Schiedsrichter. mehr

Serie: Folge 2

Bewachte Regelwächter

Noch immer denkt Peter Sailer gerne an seine Anfänge. Wenn der heute 64-Jährige Fußballspiele leitet, wenn er mitunter den Zorn der Spieler erdulden muss, dann blickt er nicht selten zurück und lässt Milde walten. Er war schließlich früher selbst nicht anders. Ein Heißsporn, der seine Emotionen nicht immer im Griff hatte. mehr
Hans-Peter Sailer

Serie: Folge 1

Der rollende Referee

Frank Reinel wehrt sich gegen den kolportierten Vorwurf. Heftig, und mit Nachdruck. Niemals, so sagt der Rechtsanwalt aus Regenburg, niemals habe er eine Mannschaft absichtlich benachteiligt. Eine Selbstverständlichkeit eigentlich, für einen Schiedsrichter zumal. Und doch steht dieser Vorwurf im Raum. Unausgeräumt. Nach so langer Zeit. mehr
Anzeige: