110 Jahre DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.

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Gründungs-Programm

Erster Allgemeiner Deutscher Fußballtag: Unter diesem Motto lud der Vorsitzende des Leipziger Ballspielvereine 1900 die Vertreter von 86 deutschen Vereinen nach Leipzig ein. © DFB

Geburtsort

Geburtsort: Im Leipziger Lokal "Mariengarten" wurde am 28. Januar 1900 der Deutsche Fußball-Bund gegründet. © DFB

Kernige Burschen

Mannschaftsfoto ala 1907: Die Spieler des FC Viktoria 1899 (dunkle Trikots) und des FC Britannia posieren für ein Gruppenfoto. Eine Szene aus den Anfängen des Frankfurter Fußball. © DFB

Premieren-Programm

Historisches Programmheft: 1908 trat erstmals offiziell eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum Länderspiel an. Am 5. April 1908 war "auf dem Ladhof" in Basel die Schweiz der Gegner. Das DFB-Team unterlag 3:5. © DFB

Die erste "Elf"

Die Premieren-Mannschaft: Die erste Nationalmanschaft bildeten Baumgarten (Germania 88 Berlin), Hempel (Spfr. Leipzig), Jordan (Criket-Victoria Magdeburg), Ludwig (SC 99 Köln), Arthur Hiller (1. FC Pforzheim), Weymar (Victoria Hamburg), Hensel (FV Kassel), Förderer (Karlsruher FV), Kipp (Spfr. Stuttgart), Becker (Kickers Frankfurt), Baumgärtner (SV 04 Düsseldorf). © DFB

Rekordsieger

Karlsruher Torgaranten: 1912 bei den Olympischen Spielen in Stockholm stürmten die deutschen Spieler gegen Russland zu einem 16:0. Bis heute ist dies der höchste Sieg in der Geschichte des DFB-Teams. Garanten des Kantersieges waren die Karlsruher Gottfried Fuchs (zehn Tore), Fritz Förderer (vier) und Emil Oberle, die 15 der 16 deutschen Treffer erzielten. © DFB

Erscheinungsbild

Das Ur-Logo: In den 20er Jahren erhielt der DFB zum ersten Mal ein visuelle Visitenkarte in Form eines offiziellen Logo. © DFB

Vorbild

Schalker Idol: Fritz Szepan, hier bei einem Kopfball, war einer der bekanntesten Spieler der 30er Jahre. Mit seinem Klub, dem FC Schalke 04 bestimmte er den Fußball in Deutschland. Legendär ist der "Schalker Kreisel". © DFB

Wiedergründung

Neuanfang: 1949 wurde der DFB in Stuttgart wiedergegründet. Das Foto zeigt den ersten Vorstand (v.l.): Arthur Weber, Carl Arpe, Hans Huber, Dr. Peco Bauwens, Kurt Müller, Prof. Karl Zimmermann und Dr. Heino Eckert. © DFB

Das Wunder von Bern

Leitbild: Kapitän Fritz Walter mit WM-Pokal und Medaille - mit ihrem WM-Sieg sorgten die deutschen Nationalspieler im Nachkriegs-Deutschland für einen Schub Selbstvertrauen. © DFB

Weltmeister 1954

Wunder-Team: Sie realisierten das "Wunder von Bern" (v.l.): Fritz Walter, Toni Turek, Horst Eckel, Helmut Rahn, Ottmar Walter, Werner Liebrich, Jupp Posipal, Hans Schäfer, Werner Kohlmeyer, Karl Mai und Max Morlock. © DFB

Legenden unter sich

Fairer Verlierer: Der ungarische Kapitän Ferenc Puskas gratuliert DFB-Kapitän Fritz Walter zum Titelgewinn. © DFB

Der Chef

Weltmeister-Trainer: Sepp Herberger demonstriert mit vollem Körpereinsatz, was er von seinen Spielern erwartet.

Spektakulär

Guten Flug: Uwe Seeler war in den 60er Jahren einer der beliebtesten Fußballer. Der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft glänzte nicht nur durch spektakuläre Flugeinlagen oder Hinterkopf-Tore. Er war ein fairer Sportmann, blieb seinem Hamburger SV stets treu und immer mit vollem Einsatz im Spiel.

Premierensieger

Der Beginn einer Erfolgsgeschichte: 1963 startet die Bundesliga in ihre erste Saison. Der erste Bundesliga-Meister hieß 1. FC Köln. © DFB

Ordentliche Klebe

Ausnahme-Treffer: Lothar Emmerich war bekannt für seine "Klebe". Bei der WM 1966 bekam dies auch der spanische Torhüter zu spüren. Aus spitzem Winkel traf "Emma" zum 1:1 ins Tor. Die DFB-Elf siegte am Ende 2:1. © DFB

Kein Happy-End

Das Wembley-Tor: Das bekannteste "Nicht-Tor" der Fußball-Geschichte entschied das WM-Finale 1966 zu Ungunsten der deutschen Mannschaft. Uwe Seeler scheint es, beim Gang in die Halbzeitpause bereits geahnt zu haben. © DFB

Ballermann

Rekord-Torjäger: Gerd Müller ist der deutsche Stürmer der Superlativen. Keiner hat mehr Tore erzielt in der Nationalmannschaft und in der Bundesliga. Der Stürmer des FC Bayern prägte über viele Jahre das deutsche Spiel. Bei der WM 1970 in Mexiko traf Müller zehnmal - sowie hier auf dem Foto. Der Münchner wurde Torschützenkönig. Die DFB-Elf wurde aber nur Dritter. Vier Jahre später bremste sich der "Bomber der Nation", traf "nur" fünfmal, davon aber einmal im Finale zum entscheidenden 2:1.

Jahrhundertspiel

Drama mit Überlänge: In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit hatte Karl-Heinz Schnellinger die deutsche Elf mit dem 1:1 im WM-Halbfinale gegen Italien in die Verlängerung gerettet. Was dann geschah ist längst ein Stück Fußball-Geschichte. Die "Schlacht von Mexiko-City" von 1970 hat mittlerweile den Titel "Jahrhundertspiel". Italien gewann am Ende 4:3 nach Verlängerung.

Emanzipation

Neuer Schwung: Seit den 70er Jahren spielen die Frauen offiziell Fußball - mit viel Schwung, mit viel Erfolg.

Die beste "Elf"

Traumfußball: Die EM 1972 wurde für die deutsche Nationalmannschaft zum Triumphzug. Das Team um Franz Beckenbauer, rechts, und Gerd Müller, Mitte, spielte wie aus einem Guss. Gewann im Halbfinal-Hinspiel in Wembley gegen England und verzauberte im Endspiel die Fans mit einem 3:0 gegen die Sowjetunion. © DFB

Bruderduell

Niederlage als Impuls: Die WM 1974 bot den Fans in Deutschland etwas Besonderes - Deutschland West spielte gegen Deutschland Ost. Die hoch gehandelten Europameister gegen die klaren Außenseiter. Das Ergebnis: 0:1. Das Tor von Sparwasser war nachträglich für die späteren Weltmeister um Kapitän Franz Beckenbauer eine Initialzündung.

Guter Gastgeber

WM-Flair: 1974 wurde erstmals eine Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen. Das Fazit: Perfekte Organisation, volle Stadien, tolle Atmosphäre - und den WM-Pokal gab's für die Gastgeber obendrauf.

Erfolgreiches Heimspiel

Des Kaisers Gefolge: Franz Beckenbauer, Mitte mit Pokal, war der Kopf und die Leitfigur der 74er Weltmeister.

Glücksmomente

Wunderbares Rom, Teil 1: 1980 gewann die DFB-Auswahl durch zwei Treffer des Hamburger Horst Hrubesch im EM-Finale in der italienischen Hauptstadt 2:1 gegen Belgien.

Im Zeichen der Ringe

Olympischer Gedanke: Freude beim Olympiateam des DFB. In Seoul gewannnen Kamps, Sievers, Trainer Hannes Löhr, Schulz, Klinsmann und Kapitän Mill die Olympische Bronzemedaille.

Jetzt geht's los

Der Beginn einer goldigen Story: 1989 gewannen die Spielerinnen um Jutta Nardenbach, Heidi Mohr, Uschi Lohn und Sissy Raith (Nummer drei) das Finale der Europameisterschaft 4:1 gegen Norwegen. Der erste Titel für die DFB-Frauen war der Startschuss zu einer Reihe von Erfolgen.

Per Handschlag

Ein Sport und wieder ein Verband: Nach dem Fall der Mauer wuchs wieder zusammen, was zusammen gehörte. 1990 schlossen sich beim Vereinigungs-Bundestag in Leipzig DFB und DFV zusammen. Per Handschlag besiegelten Dr. Hans-Georg Moldenhauer und Hermann Neuberger das neue Bündnis.

Einsamer Kaiser

Gedankenverloren: Das Olympiastadion in Rom 1990 - Franz Beckenbauer schlendert gedankenverloren über den Platz. Ganz allein. Zuvor hatte der "Teamchef" die deutsche Nationalmannschaft zu ihrem dritten WM-Titel geführt.

Freudentanz

Wunderbares Rom, Teil 2: Lothar Matthäus mit regt den WM-Pokal in die Höhe. Die deutsche Nationalmannschaft feierte in Italien 1990 verdient den dritten Titelgewinn.

Wiederholungstäterinnen

EM-Titel Nummer zwei: 1991 freute sich das deutsche Frauenteam erneut. Der EM-Titel wurde zum ersten Mal verteidigt, 3:1 wurde Norwegen bezwungen.

Pokal und Queen

Königlicher Beifall: Jürgen Klinsmann hat den EM-Pokal gerade von der englischen Königin bekommen - während der Kapitän des deutschen EM-Teams ausgelassen jubelt, klatscht die Queen leise Beifall.

Heimsieg

Gleicher Kreis, gleicher Pokal: Wie sich die Bilder gleichen. 2001 findet die Frauen-EM in Deutschland statt. Der Sieger ist ein alter Bekannter - die DFB-Frauen gewinnen mit Golden Goal 1:0 gegen Schweden.

Flugversuch

Nichts ist unmöglich: Für die DFB-Frauen gilt seit ihrem ersten Länderspiel: Es geht stets bergauf, Grenzen kennen die Spielerinnen nicht. Sieben EM-Titel, zwei WM-Titel - nur Fliegen können sie noch nicht. Der Versuch von Sandra Smisek 2001 war auch nicht von Erfolg gekrönt.

Tragischer Held

Torwart-Schicksal: Bei der WM 2002 war Oliver Kahn der große Rückhalt der Nationalmannschaft. Der Münchner hielt nahezu perfekt - bis zum Finale. Ein kleiner Fehler brachte Brasilien auf die Siegerstraße. Der tragische Held Kahn wurde zum Trost zum besten Torhüter des Turniers und zum besten der Welt gewählt.

Erfolgsdoppel

Frauenpower mal zwei: Cheftrainerin Theune-Meyer und Assistentin Silvia Neid - 2003 coachte das Duo die DFB-Frauen zum ersten WM-Titel.

Goldener Moment

Gruppenbild mit Pokal: Spielführerin Bettina Wiegmann stemmt den WM-Pokal in die Luft, sehr zur Freude des gesamten Teams. Durch ein Golden Goal von Nia Künzer siegte das DFB-Team zuvor im WM-Endspiel gegen Schweden 2:1.

Star und doch auch Fan

Hoffnungsträger trifft Superstar: Es war am Rande des Länderspiels Brasilien gegen Deutschland 2004 in Berlin. Lukas Podolski, damals ein junger Hoffnungsträger im deutschen Team, trifft Ronaldo, Weltmeister, Weltfußballer, WM-Torschützenkönig. Da wurde auch "Poldi" zum Fan.

Streicheleinheiten

Der DFB hat einen "Vogel": Ja, Paule heißt er und seit 2005 ist er das Maskottchen des Verbandes. Der "kleine Adler" liebt Fußball und für unsere Besten hat Paule auch mal eine Streicheleinheit übrig - so wie hier für Oliver Kahn.

Großes Spiel und großes Ziel

Gastgeber: Zum zweiten Mal durfte der DFB eine Fußball-Weltmeisterschaft der Männer austragen. Die FIFA hatte dem DFB den Zuschlag für das große Spiel 2000 gegeben. Fortan arbeitete das Organisationskomitee um Franz Beckenbauer an der Realisierung eines Fußball-Festes - ein großes Ziel.

Akrobat schön

Salto á la Klose: Der Stürmer feiert seine Tore oft spektakulär mit einem Salto - ob in der Bundesliga oder in der Nationalmannschaft. Die Fans wünschen sich noch oft den "fliegenden Klose".

Gehalten

Elftertöter und Wohltäter: Jens Lehmann pariert im WM-Viertelfinale gegen Argentinien den Elfmeter von Cambiasso. Die DFB-Auswahl war weiter, wurde am Ende Dritter. Den Tipp, wohin Cambiasso bevorzugt schießt, hatte Lehmann auf einem Zettel von Torwarttrainer Köpke bekommen. Dieser Zettel brachte später eine Million für den guten Zweck.

Massenbewegung

Fanmeile: Ein Begriff der WM 2006. Die DFB-Auswahl wurde am Ende von fast einer Million Fans am Brandenburger Tor gefeiert. Doch schon während der Weltmeisterschaft feierten Millionen bei den öffentlichen "Fußball-Partys". Die Fanmeile wurde zur Massenbewegung - Fußballspaß in der Gemeinschaft.

Und 2010?

Hoffnungsträger: Michael Ballack führt das Team von Bundestrainer Joachim Löw im Sommer bei der WM in Südafrika an. Zuhause drücken Millionen Fans die Daumen, hoffen auf den vierten Stern. Nach 1954, 1974 und 1990 soll 2010 klappen.