DFB-Futsal-Cup 2010

Croatia Berlin triumphiert in Cottbus



Rasante Action beim Futsal

Der kleine Bruder wird erwachsen. Etwa so könnte man die Entwicklung des modernen Hallenfußballs in Deutschland beschreiben. In der Saison 2009/2010 haben bereits acht Landesverbände und ein Regionalverband ihren Futsal-Meister im Ligabetrieb ermittelt. Mittels einer erstmalig eingeführten Viertelfinalrunde wurde das Teilnehmerfeld reduziert, bevor sich dann in der Cottbuser Lausitz-Arena der SC Croatia Berlin zur besten Futsal-Mannschaft Deutschlands 2010 krönte.

Das Turnier wurde zum Triumphzug der Berliner. Die Mannschaft von Trainer Toni Petrina setzte den Maßstab für erfolgreichen, modernen Futsal. Mit der nötigen Disziplin in der Verteidigung, sicheren Ballstafetten im Mittelfeld und der nötigen Lockerheit im Abschluss gewannen die Berliner das Finale vor 1000 Zuschauern gegen den MSV Hamburg mit 9:5. "Das spannende Endspiel haben wird verdient gewonnen", bilanzierte Toni Petrina, "wir sind alle sehr glücklich und freuen uns auf unsere Teilnahme am UEFA-Futsal-Cup."

Das Spiel um Platz drei gewann FC Portus Pforzheim 6:4 gegen den VfV 06 Borussia Hildesheim. Bester Spieler des Turniers wurde der Pforzheimer Benjamin Krause, die Torjägerkronen gingen an Ivan Barzak (Hamburg) und Tamer Dömez (Hamburg) mit je sechs Treffern.

Die Spieler von Croatia Berlin sind keine typischen Futsal-Spieler. Ihr Zuhause ist eigentlich der Fußball. Die Begeisterung für den Futsal packte die Mannschaft in der Wintervorbereitung. „Im Futsal glänzt derjenige mit der besseren Anlage und Technik. Über den Kampf kommt man im Futsal nicht weit“, sagte der als Ehrengast in die Halle gekommene Tomislav Piplica.

Premiere beim DFB-Futsal-Cup 2010

Beim ersten Spiel einer deutschen Auswahl überhaupt gegen eine ausländische Futsal-Nationalmannschaft mussten sich die DFB-All-Stars um Trainer Paul Schomann in Cottbus 0:4 gegen Polen bei einem Einlagespiel geschlagen geben. Es war ein Spiel, das andeutete, wie es schon bald sein könnte. Und mittelfristig sein wird, geht es nach den Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Beim fünften DFB-Futsal-Cup hat das Einlagespiel der DFB-All-Stars gegen die erfahrene polnische Nationalmannschaft Appetit auf Mehr gemacht - trotz des 0:4 der deutschen Amateure gegen die osteuropäischen Profis. Der Begeisterung der knapp Zuschauer in der Lausitz-Arena konnte die Niederlage jedenfalls keinen Abbruch tun.

Das Programm

Freitag, 26.03.2010

13:00 – 16:00 Uhr FLB-Futsal-Schul-Cup
16:15 Turniereröffnung, Aufwärmen der Mannschaften
17:00 – 18:30 Uhr Halbfinale 1: VfV 06 Borussia Hildesheim – MSV Hamburg 3:6
18:30 – 20:00 Uhr Halbfinale 2: SD Croatia Berlin – FC Portus Pforzheim 3:2

Samstag, 27.03.2010

11:00 – 16:00 Uhr Futsal-Pokal Berlin/Brandenburg
16:00 – 17:15 Uhr Spiel um Platz 3: VfV 06 Borussia Hildesheim – FC Portus Pforzheim 4:6
17:30 – 18:45 Uhr Einlagespiel „DFB-Futsal-Allstar-Team vs.Polnische Futsal-Nationalmannschaft 0:4
19:00 – 20:30 Uhr Finale: MSV Hamburg – SD Croatia Berlin 5:9
anschließend Siegerehrung




Triumph in Cottbus: Croatia Berlin gewinnt den Futsal-Cup

Der DFB-Futsal-Cup wurde damit erstmals in Brandenburg ausgetragen, nachdem die inoffizielle deutsche Futsal-Meisterschaft bereits in Göttingen (2006), Heidenheim (2007) und Mülheim an der Ruhr (2008, 2009) Station gemacht hat.

Für die fünfte Auflage des DFB-Futsal-Cups wurde das Teilnehmerfeld reduziert. Futsal ist die offizielle Hallenfußball-Spielart der FIFA. Erstmals wurde die Endrunde als "Final Four"-Turnier ausgespielt.

Der Sieger des DFB-Futsal-Cup ist automatisch für die erste Runde des UEFA-Cup qualifiziert.

Die Viertelfinalbegegnungen im Überblick:

06.03.2010: TSV Emmelshausen – VfV 06 Borussia Hildesheim 1:3

13.03.2010: MSV Hamburg – Futsal Panthers Köln 6:4 nach Verlängerung

13.03.2010: SD Croatia Berlin – FC Bayern Kickers Nürnberg 8:4

13.03.2010: FC Portus Pforzheim – UFC Münster 6:3 nach Verlängerung


Turnierbestimmungen 2010