Eliteförderung

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Klares Bekenntnis zu Leistung und Elite



Hoffnungsträger: Schalkes Julian Draxler (r.) zählt zu den großen Talenten

Kein Zweifel, es gab und gibt sie immer wieder mal, die so genannten Ausnahmeerscheinungen. Jahrhunderttalente, die plötzlich auftauchen, die Fans vor Begeisterung aus allen Wolken fallen und selbst hart gesottene Experten vor Verblüffung keine Worte finden lassen. Die mit der Genialität des Instinktfußballers vom ersten Tag ihres Erscheinens an sämtliche sportlichen Hürden wie selbstverständlich überspringen und alle Hindernisse aus dem Weg räumen.

Pelé zum Beispiel war ein solcher Solitär. Aufgewachsen in dem staubigen brasilianischen Provinznest Bauru stand er mit 15 Jahren beim FC Santos plötzlich auf dem Spielfeld und ließ ganz Brasilien staunen. Zwei Jahre später gab er, fast ein Kind noch vom äußeren Erscheinungsbild, als 17-jähriger Nobody bei der WM 1958 in Schweden seinen Einstand auf der großen internationalen Fußball-Bühne und versetzte bei Brasiliens Titelgewinn die ganze Welt ins Schwärmen.

Pelé, das Wunderkind, stand unvermittelt da mit seinem unglaublichen fußballerischen Potenzial, ließ sein Talent in kein Programm und keine Richtung zwängen. Und jeder fragte sich, woher und wie er dazu gekommen ist. Akribische Sichtung und systematische Förderung hatte er nie gehört, geschweige denn erfahren.

Auch so kann eine Hochbegabung auf Touren und an die Weltspitze kommen. Und dennoch: Fußball funktioniert ab einem gewissen Wettkampf-Niveau nur, in dem er die Talente sucht und findet, die Freude an der Leistung vermittelt und das Hineinwachsen in eine Elite fördert.

Talente suchen und finden

Deshalb hält es der DFB für unverzichtbar, Bereiche zu identifizieren, in denen Zielorientierung, Leistungsmotivation und persönlicher Erfolg von zentraler Bedeutung sind. Folgerichtig gehört die Förderung der individuellen Leistungsfähigkeit und des gemeinsamen Leistungsstrebens im Team zu den wichtigsten Aufgaben und Zielsetzungen des Verbands sowie seiner Vereine und Landesverbände.

Auch weil für die Verwirklichung der verbandspolitischen Vorhaben an der Basis, in den gesellschaftspolitischen und in allen anderen Bereichen die Erfolge im Leistungssport eine unentbehrliche Hilfe sind, bekennt sich die DFB-Führung klar und unmissverständlich zu Leistungsgedanken und sportlicher Elite. Zudem gehen mit der Signalwirkung und der Ausstrahlung einer sich positiv darstellenden Elite positive Effekte auf eine übergreifende Vorbildfunktion einher. Sportliche Erfolge sorgen demnach zusammen mit den Vorbildern und Protagonisten im Leistungssport für jenen Rückenwind, mit dem der DFB seine sich selbst auferlegten Aufgaben im sozial- und gesellschaftspolitischen Sektor vorwärtstreiben sowie seine Aufträge im Breiten- und Freizeitsport erfüllen kann.

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