Spielplan-Gestaltung

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Einheit von Profis und Amateuren wahren!



DFB-Präsident Wolfgang Niersbach

Der vom Ligaverband und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für die Saison 2009/2010 verabschiedete Spielplan des Lizenzfußballs war zu Beginn der Runde Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verweist an dieser Stelle noch einmal auf die wesentlichen Argumente, Begleit- und Folgeerscheinungen, die mit dieser Entscheidung verknüpft sind.

„Gleichzeitig wollen wir aber auch unser Verständnis für die Befürchtungen mancher Vereine und unser Bewusstsein für deren Nöte und Sorgen zum Ausdruck bringen, die wir sehr ernst nehmen“, sagt DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und verweist auf den Dialog bei den aus diesem Grund angesetzten Regionalkonferenzen mit den Vorsitzenden der 330 Fußballkreise.



Etwa vier Millionen Euro aus den Erträgen des Lizenzfußballs fließen in den Amateurbereich

Folgende Argumente und Sachverhalte gilt es zu berücksichtigen:

- DFB und DFL sichern zu, dass es auch in Zukunft am Sonntagnachmittag keine Übertragungen von Bundesligaspielen im frei empfangbaren Fernsehen (Free-TV) geben wird. Zudem trifft es nicht zu, dass sich ein im Pay-TV übertragenes Sonntagsspiel um 15.30 Uhr bundesweit auf den Spielbetrieb der Amateure auswirkt.

- Zum Sonntagsspiel um 15.30 Uhr gab es bei den Verhandlungen um den neuen Fernsehvertrag der Liga keine Alternative. Ohne dieses Zugeständnis hätte sich der wirtschaftliche Verlust des Lizenzfußballs um einen weiteren zweistelligen Millionenbetrag erhöht. Zuvor war ein bereits ausgehandelter TV-Vertrag mit der Garantiesumme von 500 Millionen Euro an der Forderung des Kartellamts gescheitert, samstags eine zeitnahe Berichterstattung im Free-TV zu garantieren.

- Mit der neuen Spielplan-Gestaltung der beiden Bundesligen werden massive Einnahme-Ausfälle verhindert, die alle Bereiche im DFB getroffen hätten. Pro Jahr partizipieren die DFB-Landesverbände, und damit der Amateurbereich, mit etwa vier Millionen Euro an den Erträgen des Lizenzfußballs. Ohne diese Erlöse müssten die Landesverbände ihre Mitgliedsbeiträge gegenüber den Vereinen beträchtlich erhöhen. Weitere Erlöse aus dem Spielbetrieb des Lizenz-Fußballs erhält der DFB, der ebenfalls Gelder an die Landesverbände weiterleitet.

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