Tanja Vreden

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Tanja Vreden - Die Raute im herzen





Die Frage ist nicht neu für Tanja Vreden, doch sie beantwortet sie immer wieder gerne. Seit 14 Jahren spielt die Stürmerin nun schon für den Bundesligisten Hamburger SV. Angebote anderer Vereine gab es in dieser Zeit genug für die ehemalige Nationalspielerin. Doch gewechselt ist sie nie. Warum eigentlich? "Ich habe mich immer pudelwohl beim HSV gefühlt. Der Verein ist für mich wie eine Familie. Und außerdem", fügt die 31-jährige hinzu, "Hamburg ist meine Stadt."

Viel hat sie in all den Jahren schon mitgemacht, dem HSV blieb sie trotzdem treu. In guten wie in schlechten Zeiten. Zweimal stieg sie mit ihrem Verein aus der Bundesliga ab. Bittere Momente, die allerdings kompensiert wurden, durch viele schöne Augenblicke ihrer Karriere. Ein Höhepunkt: Das Erreichen des DFB-Pokalfinales im Jahr 2002. Mit 0:5 verlor der HSV damals gegen den 1. FFC Frankfurt. Ein Erlebnis war es trotzdem für Tanja Vreden und ihre Mannschaft. "Das ist schon eine ganz besondere Atmosphäre. Auch, dass wir damals das Halbfinale zuhause gegen Potsdam gewonnen haben, ist unvergesslich."

Karrierende noch offen

Seit 2003 halten sich die Norddeutschen nun schon in der Bundesliga. Dass sie in der laufenden Saison im Mittelfeld rangieren, mit einem beruhigenden Vorsprung zu den Abstiegsplätzen, ist für Tanja Vreden ein positives Zeichen. "Wir haben viele Mädchenmannschaften und einen guten Unterbau. Der HSV ist auf einem guten Weg."

Wie lange Tanja Vreden diesen noch mitgehen wird, ist derweil noch nicht klar. Ende der Saison läuft ihr Vertrag aus, in den nächsten Monaten wollen sich Verein und Spielerin zusammen setzen, um über die Zukunft zu sprechen. Tendenz? "Noch offen", sagt Tanja Vreden.

Motivation ist ungebrochen

Schließlich haben 25 Jahre aktiver Fußballsport ihre Spuren hinterlassen. Der Körper fordert seine Pausen, die Regenerationsphasen sind länger, das morgendliche Aufstehen fällt nach einer harten Trainingseinheit zunehmend schwerer. Dennoch ist die Motivation bei Tanja Vreden ungebrochen. "Es macht noch Spaß. Wir haben ja auch ein super Team." Zudem fühlt sie sich in ihrer Führungsrolle wohl. Ist Ansprechpartnerin für die jüngeren Spielerinnen, die sich an ihr orientieren. "Die Jungen wissen, dass sie jederzeit zu mir kommen können."

Noch verschwendet Tanja Vreden keine Gedanken an die Zeit danach. "Damit habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt", sagt sie. Gut möglich, dass sie noch eine Saison dran hängt. Jetzt, wo der HSV auf dem Weg ist, sich in der Liga zu etablieren, wo die vergangene Zittersaison, in der der Klassenverbleib erst in letzter Minute gelang, vergessen ist. "Die Entscheidung ist unter anderem abhängig davon, wie es mir körperlich geht", bekräftigt sie. Während also vieles noch im Ungefähren liegt, ist eines jedoch glasklar. Wenn Tanja Vreden ihre Karriere beendet, dann da, wo sie begonnen hat: bei ihrer großen Liebe Hamburger SV.

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