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22.04.2012·15:50·Frauen-Bundesliga

Wolfsburg klettert an die Spitze

Wolfsburger Jubel: Keßler (l.), Pohlers (M.) und Henning  © Kuppert
Wolfsburger Jubel: Keßler (l.), Pohlers (M.) und Henning

Der VfL Wolfsburg hat den FCR 01 Duisburg nach nur drei Stunden von der Spitze der Frauen-Bundesliga verdrängt. Die "Wölfinnen" ließen dem Hamburger SV beim 5:2 (3:0) keine Chance und sammelten wichtige Punkte im spanndenen Kampf um die Meisterschaft. Nadine Keßler (11.), Zsanett Jakabfi (35./49.) und Martina Müller (36./52.) wahrten die Hoffnungen auf die erste Meisterschaft in der Vereinsgeschichte. Für die Hamburgerinnen trafen Carolin Simon (56.) und Maike Timmermann (72.).

Der HSV ist nach drei Spielen ohne Sieg weiterhin Neunter der Tabelle und vier Spieltage vor Saisonende noch nicht endgültig gesichert. Die Hamburgerinnen haben nur sieben Zähler Distanz zu einem direkten Abstiegsplatz.

Der FCR 01 Duisburg hatte sich am 18. Spieltag vorübergehend an die Spitze der Frauen-Bundesliga gesetzt, belegt nach dem Sieg der Wolfsburgerinnen (43) nun mit 42 Punkten den zweiten Platz. In Abwesenheit des bisherigen Spitzenreiters 1. FFC Turbine Potsdam (41), der im Halbfinale der Champions League gegen Olympique Lyon ausgeschieden war, gelang den Duisburgerinnen ein 3:0 (2:0) beim FF USV Jena.

Erzielt zwei Tore: Duisburgs Simone Laudehr  © Kuppert
Erzielt zwei Tore: Duisburgs Simone Laudehr

Laudehr trifft doppelt

Simone Laudehr (3./13.) trug mit zwei Toren in der Anfangsphase der Begegnung maßgeblich zum 13. Erfolg der Saison bei. Den Schlusspunkte setzte Jennifer Oster (88.) mit dem Treffer zum 3:0.

Die Thüringerinnen bleiben nach der dritten Niederlage in Folge auf dem zehnten Platz, der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist jedoch durch den 1:0 (1:0)-Erfolg von Bayer Leverkusen beim SC Freiburg auf vier Punkte geschrumpft.

Die Werkself feierte erst den dritten "Dreier" der laufenden Spielzeit und verließ somit den letzten Tabellenrang. Das Tor des Spiels erzielte Stürmerin Eunice Beckmann in der siebten Spielminute.

Bayer-Trainerin Meier: "Verdienter Sieg"

"Das waren heute überragende erste 30 Minuten von meiner Mannschaft. In der zweiten Halbzeit mussten wir dem hohen Tempo des ersten Abschnitts Tribut zollen und waren nicht mehr so zwingend in unseren Aktionen. Unterm Strich war das heute ein verdienter Sieg, der uns weiterhin an den Klassenerhalt glauben lässt", zeigte sich Bayer-Trainerin Doreen Meier nach dem Sieg in Freiburg zufrieden.

Auch SC-Trainer Milorad Pilipovic sah Leverkusen im Vorteil: "Insgesamt gesehen, war der Leverkusener Sieg verdient, da wir über das ganze Spiel zu selten zu unserem Spiel gefunden haben."

Essen mit großem Schritt Richtung Klassenverbleib

Die SG Essen-Schönebeck hat derweil einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib gemacht. Gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Lok Leipzig siegte das Team von Trainer Markus Högner 4:0 (1:0) durch Melanie Hoffmann (45.), Isabelle Wolf (74.), Sarah Freutel (87.) und ein Eigentor von Anna Green (52.).

Für die Leipzigerinnen, bei denen in dieser Woche Trainer Jürgen Brauße seinen Rücktritt erklärt hatte, wird es indes eng am unteren Tabellenende. Durch den Sieg der Bayer-Elf rutschte Leipzig, unter der Leitung von Interimstrainer Frank Tresp, auf den letzten Rang ab.

[nse]

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