Das DFB-Logo

Seiteninhalt drucken

 

Die optische Visitenkarte




Im Wandel der Zeit: Links das erste Logo, rechts die aktuelle Version.

Wir leben in einem Zeitalter der Abkürzungen. Das ZDF ist ein Fernsehsender, die NATO ein Verteidigungsbündnis, die DAK eine Krankenkasse, die CDU eine Partei, der ADAC ein Automobilclub – um nur einige bekannte Beispiele zu nennen. Keiner würde im normalen Sprachgebrauch auf die Idee kommen, statt ZDF etwa Zweites Deutsches Fernsehen zu sagen.

Mindestens genauso prominent ist mit Sicherheit das Kürzel DFB. Egal, ob jung oder alt, Schüler oder Lehrer, Krankenschwester oder Arzt – wenn der Begriff DFB fällt, weiß jeder, was sich dahinter verbirgt: der Deutsche Fußball-Bund. Und was liegt da näher, als dass diese drei bedeutsamen Buchstaben auch bestimmender Teil des grafischen Elementes sind, das symbolhaft für den Verband steht: das DFB-Logo?




Die "kantige" Phase: Die Buchstaben in einander verschlungen, eckig und schlicht. Das Logo in den 70-ern und 90-ern Jahren

Das war übrigens schon im Jahre 1900 so, als der Deutsche Fußball-Bund in Leipzig gegründet wurde. Bereits damals fanden sich die übereinander lappenden Initialen im Emblem wieder, noch in etwas rundlicherer Form als heute und in den drei Farben schwarz, weiß und rot auf goldenem Hintergrund gehalten, inmitten eines blauen Kreises mit der Aufschrift „Deutscher-Fußball-Bund“ in der seinerzeit richtigen Schreibweise mit zwei Bindestrichen.

Was die Gründerväter anno 1900 sicherlich noch nicht ahnen konnten, war die Tatsache, welche Entwicklung das Logo nehmen und welch gesteigerte Bedeutung es mit der Zeit erlangen würde. 1945 war es, da wurde das Signet des DFB erstmals überarbeitet. Der einstige Jugendtrainer und Redakteur Ernst Fuhry aus Berlin hatte sich mit einem Lineal an ein Blatt Papier gesetzt, die drei Lettern in deutlich schärferer und gezackter Form aufgemalt und sie danach ineinander geschoben. Der Kreis außenrum fiel komplett weg, die Buchstaben wurden einheitlich in grüner Farbe gehalten – fertig war das neue DFB-Markenzeichen.




Sonderformate: Die "Visitenkarten" zur Veranstaltung "100 Jahre DFB" und für die WM-Bewerbung 2006

Dieses wirkte sehr markant und einprägsam, zugleich aber auch wenig charmant, da es Schärfe und Strenge vermittelte. So entschloss sich die DFB-Führung 1995 zu einer erneuten Überarbeitung des Logos, bei der die drei grünen Buchstaben jedoch weiterhin im Mittelpunkt blieben. Allerdings präsentierten sie sich jetzt in verbindlicher und vor allem geöffneter Form und dokumentierten damit das Selbstverständnis des DFB, als ein moderner Verband, der den Herausforderungen der Zeit gerecht zu werden sich bemüht.

Zum bislang letzten Mal wurde das DFB-Emblem schließlich 2003 einem „Face-Lifting“ unterzogen. Die drei Lettern, mittlerweile in weißer Farbe, betten sich seither in einen grünen Innenkreis ein, erstmals von einem offenen Außenring mit nationaler Farbkennung in schwarz-rot-gold umrahmt – die neue DFB-Dachmarke.

Längst steht das DFB-Signet für die Professionalisierung des Verbandes. So regelt heute ein eigenes Designhandbuch die Verwendungsmöglichkeiten des Logos. Dort gibt es Sonderformen der Dachmarke, aber auch Submarken und Partnerlogos, Vorgaben zu verwendeten Farben oder zur Positionierung von Schriftzügen in unmittelbarer Nähe. Damit ist das Logo auch ein Sinnbild für die Wandlungsfähigkeit des Deutschen Fußball-Bundes geworden.

Anzeige: