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Mit der Gründung der DFB-Kulturstiftung im Juni 2007 ergänzt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sein gesellschaftspolitisches Engagement mit den Bereichen Kunst, Kultur und Fußballgeschichte um weitere wichtige Schwerpunkte.
Fußball ist mehr als ein Volkssport, eine wöchentliche Faszination für Millionen von Menschen, die jedes Wochenende auf dem Sportplatz selbst gegen den Ball treten oder in die Stadien pilgern. Er hat sich in seiner mehr als einhundertjährigen Geschichte auch zu einem bedeutenden Kulturgut unseres Landes entwickelt.
Dabei war das Verhältnis zwischen Fußball und Kultur über viele Jahrzehnte nicht unproblematisch. Nachdem sich Fußball, Hochkultur und Wissenschaft lange distanziert gegenüberstanden, verfolgen heute auch Akademiker und Intellektuelle längst nicht mehr nur heimlich die Spiele der Nationalmannschaft und ihres Lieblingsvereins. Fußballepen, wie das „Wunder von Bern“ oder „Deutschland – ein Sommermärchen“ locken Millionen Zuschauer in die Kinos, gewinnen Filmpreise und werden im Feuilleton besprochen. Die Zahl der wissenschaftlichen, historischen und künstlerischen Publikationen ist längst schon nicht mehr überschaubar.
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Dass der Doppelpass zwischen Fußball und Kultur inzwischen auch ein breites Publikum findet, wurde besonders während der WM 2006 im eigenen Land deutlich. Das Kunst- und Kulturprogramm der FIFA- Weltmeisterschaft 2006 wurde von insgesamt mehr als 3,5 Millionen Menschen besucht – mehr als in den Stadien während der 64 Spiele Platz fanden.
Die Entscheidung, sich auch über die WM hinaus weiter an der Schnittstelle von Fußball, Kunst und Kultur zu engagieren, fiel dem DFB deswegen nicht schwer.
"Fußball hat sich über die Jahre zu einem bedeutenden Stück Alltagskultur der Menschen in Deutschland entwickelt", formulierte DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung, folglich anlässlich der konstituierenden Kuratoriumssitzung am 2. Juni 2007 in Nürnberg. „Den Weg, den wir vor und während der WM 2006 eingeschlagen haben, wollen wir nun mit der Kulturstiftung fortsetzen."