Sieger 2007

Seiteninhalt drucken

 



Vertreter von Türkiyemspor bei der Preisverleihung in Sindelfinden

Kategorie Verein

Türkiyemspor Berlin

Der 1978 von türkischen Einwanderern in Berlin-Kreuzberg gegründete Verein besteht heute aus drei Männer-, 14-Jungen- und drei Mädchen-Mannschaften. Türkiyemspor hat eine multi-ethnische Mitgliederstruktur. Spieler sieben verschiedener Nationalitäten kicken in der 1. Mannschaft. Der Trainer sowie der Jugendleiter des Vereins sind deutscher Abstammung. Türkiyemspor entwickelte in den vergangenen Jahren zusammen mit Schulen, Kindertagesstätten, Jugendklubs, Vereinen und Moscheen ein Projekt-Netzwerk zum Kampf gegen Rassismus und Gewalt im Sport. Der Verein nimmt teil am Avitals-Cup, der unter Mitwirkung von Priestern, Pfarrern, Imamen und Rabbinern seit drei Jahren christliche, muslimische, jüdische und atheistische Mannschaften zusammenführt. Zu Saisonbeginn gab es Verhaltensschulungen für die Trainer des Vereins, um Streitigkeiten und Eskalationen auf dem Fußballplatz zu vermeiden.

Türkiyemspor ist das „Flaggschiff“ der türkisch-stämmigen Vereine in Deutschland. Sein Engagement in den Bezirken Kreuzberg und Neukölln ist vorbildlich und seine Förderung des Mädchenfußballs ein wichtiges Zeichen in die türkische Community.

Kategorie Verein:
1. Türkiyemspor Berlin
2. MTV Stuttgart
3. TuS Halberbracht/Vatanspor Meggen

 


Die St. Norbert Schule aus Vreden gewann in der Kategorie Schule

Kategorie Schule

St. Norbert-Schule in Vreden

90 der 450 Kinder an der St. Norbert-Schule, eine Offene Ganztagsschule in Nordrhein-Westfalen, haben einen Migrationshintergrund. Die innerstädtisch gelegene Grundschule legt einen Schwerpunkt auf die Integration von Schülerinnen und Schülern mit nicht-deutscher Muttersprache. Bei Bedarf wird zur Verbesserung der deutschen Sprache Förderunterricht angeboten, wofür vier speziell ausgebildete Lehrerinnen bereitstehen. Zweimal wöchentlich wird nachmittags ein Fußballkurs angeboten, den gerade die Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund besuchen. Fast 250 Kinder spielen mit bei diesem beliebtem Fußballkurs, den die Schule in enger Kooperation mit den Vereinen Spvgg. Vreden und FC Vreden veranstaltet.

Das Projekt überzeugt durch eine vorbildliche Zusammenarbeit von Schule und Vereinen. Die Vereine profitieren von dem enormen Zulauf neuer junger Spielerinnen und Spieler. Das sichert den Vereinen in Zeiten, in denen andere Sportklubs aufgrund des demographischen Wandels Mitglieder verlieren, den erfolgreichen Fortbestand.

Kategorie Schule:
1. St. Norbert Schule in Vreden
2. Schule am Sportpark in Erbach
3. Heisenberg Gymnasium in Dortmund

 


Der Sportkreis Frankfurt gewann die Kategorie Sonderprojekt

Kategorie Sonderprojekt

Sportkreis Frankfurt

Der Sportkreis Frankfurt arbeitet im Rahmen des „Gallus-Kooperationsprojekts NEIN zu Rassismus“ mit zahlreichen Fußballvereinen, Stiftungen, Migrantenvereinen, Kulturvereinen, der Sportjugend Hessen und dem Programm „Integration durch Sport“ des DOSB zusammen. Einige Straßenzüge des Frankfurter Stadtteils Gallus gelten als soziale Brennpunkte. Mittels der „Kids WM der 32 Gallus-Phantasieländer“ wurde öffentliches Interesse geweckt. Im nächsten Schritt wurden Firmen überzeugt, Jugendliche aus dem Stadtteil in Langzeitpraktika zu integrieren. Insgesamt 15 Jugendliche erhielten einen Praktikumsplatz. An der Organisation der Kids-WM waren 30 Institutionen und Initiativen des Stadtteils beteiligt. 500 Kinder spielten mit, zu den Spielen des dreitägigen Turniers kamen 2000 Zuschauer. Ein Großteil der 40 ehrenamtlich an der Gestaltung und Durchführung des Turniers tätigen Jugendlichen und Erwachsenen hatten einen Migrationshintergrund.

Das Projekt „NEIN zu Rassismus“ wird von der Stadt Frankfurt unterstützt. Das Projekt stärkt die Bindung der Jugendlichen an den Stadtteil, setzt sich gegen Rassismus ein und integrierte. Jugendliche in den Arbeitsmarkt.

Kategorie Sonderpreis:
1. Sportkreis Frankfurt
2. Buntkicktgut München
3. Gemeinde Sulzfeld

Anzeige: