05.11.2009 13:05 Champions League der Frauen
![]() |
Martina Voss-Tecklenburg (l.) und Günther Wörle |
Martina Voss-Tecklenburg hatte es schon vorher klar gemacht. "Linköpings FC ist ein Kandidat für den Champions League-Sieg", so die Trainerin des FCR 2001 Duisburg im Vorfeld der Begegnung gegen die Schwedinnen im Achtelfinale des europäischen Vereinswettbewerbs. Nachdem sich beide Teams am Mittwoch mit 1:1 trennten war klar, wie Recht Martina Voss-Tecklenburg gehabt hatte.
Denn die Schwedinnen, die nach einem Tor von Kosovare Asllani zunächst in Führung gehen konnten (30.), präsentierten sich im Hinspiel in Oberhausen als der erwartet starke Gegner. Weil Simone Laudehr jedoch der späte Ausgleich gelang (86.), hat Duisburg im Rückspiel am kommenden Mittwoch noch alle Chancen, sich fürs Viertelfinale zu qualifizieren.
"Die ersten drei, vier guten Chancen haben wir leider nicht genutzt, und danach hatten wir keine Kontrolle mehr über das Spiel", lautete die Analyse von Martina Voss-Tecklenburg. "Wir haben viele kleine Fehler beim Abspielen und im Spielaufbau gemacht, hatten Probleme bei der Spieleröffnung. Dieses Verhalten haben wir nach der Pause leider zunächst auch noch nicht verändert. Bemerkenswert deshalb, dass wir zum Ende des Spiels doch wieder die Qualität gefunden haben, um noch auszugleichen." Für die entscheidende Begegnung in gut einer Woche erwartet die Trainerin "ein ganz heißes Spiel".
Lira Bajramaj selbstkritisch
Ein ebensolches wird wohl auch dem 1. FFC Turbine Potsdam bevorstehen, der sein Champions League-Achtelfinale am Mittwoch gegen Bröndy IF mit 1:0 gewann und sich somit in eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel brachte. Einmal mehr war es Europameisterin Lira Bajramaj, die für die Entscheidung sorgte: Einen Fehler der dänischen Torfrau nutzte die Angreiferin zum 1:0 (17.).
Die treffsichere Nationalspielerin zeigte sich hinterher allerdings selbstkritisch: "Wir waren heute nicht konzentriert genug, haben nicht einmal 60 Prozent von dem abrufen können, was wir eigentlich drauf haben."
Potsdam hatte zwar wesentlich mehr Spielanteile, versäumte es allerdings, seine Führung auszubauen. Weshalb auch nach dem Sieg ein fader Beigeschmack für das Team von Trainer Bernd Schröder blieb.
![]() |
Traf gegen Bröndby IF: Nationalspielerin Lira Bajramaj (l.) |
Bayern kann daheim alles klar machen
Der dritten deutschen Mannschaft im Champions League-Wettbewerb blieb am Mittwoch dagegen ein Tor verwehrt. Der FC Bayern München trennte sich vom französischen Vertreter HSC Montpellier mit 0:0. Ingesamt hatten die Gäste das Spiel im Griff, allerdings fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz.
Dennoch zog Bayern-Coach Günther Wörle ein positives Fazit: "Immerhin stand seit Langem mal wieder die Null. Insbesondere mit den beiden Innenverteidigerinnen bin ich sehr zufrieden. Für die zweite Partie haben wir durch das Heimspiel nun einen kleinen Vorteil."
Die Rückspiele in der Champions League der Frauen finden am 11. November statt. Bayern trifft im Sportpark Aschheim ab 19 Uhr auf Montpellier, Duisburg und Potsdam treten zur gleichen Zeit in Schweden und Dänemark an.
|
|
Licht+Schatten | |
|
|
Der Spielplan | |
|
|
Die Trophäe |