03.05.2007 18:00 2. Bundesliga
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Horst Hilpert und Dr. Rainer Koch |
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter Vorsitz von Horst Hilpert (Bexbach) hat nach den Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem FC Hansa Rostock, wie angekündigt, Anklage gegen die beiden Vereine erhoben und folgende Strafen beantragt:
1.: Der FC Hansa Rostock muss eine Geldstrafe von 100.000 Euro zahlen. Außerdem muss der Klub beim Meisterschaftsspiel am 6. Mai 2007 gegen TuS Koblenz vor leeren Stehrängen spielen. Nach einem Rechtsgespräch von Horst Hilpert mit den Verantwortlichen des FC Hansa Rostock wurde deshalb bereits am heutigen Donnerstag, 9 Uhr, in Rostock und Umgebung sowie in Koblenz der Vorverkauf für alle Steh- und Sitzplatztickets für das Spiel am kommenden Sonntag gestoppt. Die bisherigen Inhaber von Stehplatzkarten werden ihren Platz auf den Sitzplatz-Tribünen in abgetrennten Bereichen einnehmen. Da auch vereinbart wurde, die Tageskassen für das Spiel der Rostocker gegen Koblenz nicht zu öffnen, werden damit am Sonntag mehr als die Hälfte aller Plätze im Ostseestadion nicht besetzt sein.
2. Rot-Weiss Essen muss als Platzverein eine Geldstrafe von 30.000 Euro zahlen.
Die Zustimmung beider Vereine zu diesen Anträgen des Kontrollausschusses wurde am Donnerstagnachmittag erteilt. Daraufhin stimmte Dr. Rainer Koch, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, dem Antrag des Kontrollausschusses im Einzelrichter-Verfahren zu.
Das Urteil gegen den FC Hansa Rostock und Rot-Weiss Essen ist damit rechtskräftig.