15.03.2010 12:00 Frauen-Bundesliga
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Drei Treffer für Frankfurt: Angreiferin Conny Pohlers |
Die Geschichten ähneln sich. Conny Pohlers vom 1. FFC Frankfurt und Celia Okoyino da Mbabi vom SC Bad Neuenahr kennen das Gefühl von Ohnmacht. Es ist noch nicht allzu lange her, da rangen die beiden Nationalspielerinnen noch - von Verletzungen gebeutelt - verbissen um ihr Comeback. Und mussten nicht nur gegen die körperlichen Blessuren, sondern auch die Ungewissheit ankämpfen, wie es mit ihrer sportlichen Laufbahn weitergeht.
Umso schöner sind die einzigartigen Momente auf dem Platz für die beiden einstigen Langzeitverletzten. So wie am vergangenen Sonntag, als beiden in der Frauen-Bundesliga für ihre Klubs jeweils ein Hattrick gelang.
Conny Pohlers erzielte drei Treffer beim 4:2 ihres 1. FFC Frankfurt gegen den Hamburger SV, Celia Okoyino da Mbabi war die Matchwinnerin beim 3:0 des SC Bad Neuenahr gegen den FC Bayern München. DFB.de über die Sternstunden der Stürmerinnen.
Pohlers wieder im Blickfeld von DFB-Trainerin Neid
Es sind wertvolle Augenblicke, die beide Spielerinnen auskosten. Denn sie kennen es auch anders. 14 Monate musste etwa Conny Pohlers auf ihr Comeback warten, das sie im Herbst 2009 feiern durfte. Ein schwerer Knorpelschaden zwang sie zu der langen Pause und hätte beinahe auch zum Ende ihrer Laufbahn geführt.
Doch Conny Pohlers kämpfte: „So wollte ich nicht aufhören. Dafür spiele ich viel zu gerne Fußball. Mir macht der Sport auch nach all den Jahren noch so viel Spaß“, sagt die Angreiferin, die mittlerweile auch wieder ins Blickfeld von Silvia Neid gerückt ist. Die Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft nominierte die Weltmeisterin von 2003 für das Länderspiel in Duisburg gegen Nordkorea und den Algarve Cup auf Abruf.
Sieben Tore seit der Rückkehr
Immerhin sieben Treffer gelangen der 31-jährigen Angreiferin seit ihrer Rückkehr auf den Platz, die damit dazu beiträgt, dass Frankfurt den Traum vom zweiten Tabellenplatz noch nicht aufgeben muss. Die Qualifikation für einen der beiden Champions-League-Plätze bleibt das Ziel des siebenmaligen Deutschen Meisters, auch wenn die Distanz zum zweiten Rang derzeit stattliche acht Zähler beträgt.
Schon am Mittwoch (ab 17.30 Uhr) sollen aber beim Nachholspiel in der Frauen-Bundesliga gegen den 1. FC Saarbücken die nächsten Punkte für die Aufholjagd eingefahren werden.
Okoyino da Mbabi sprüht vor Spielfreude
Während Frankfurt vor der Saison in den oberen Tabellenregionen erwartet worden war, hatte dagegen kaum jemand den SC Bad Neuenahr auf der Rechnung. Doch eben der Klub des neuen Trainers Thomas Obliers sorgt beständig für Furore, führte gar zu Saisonbeginn lange Zeit die Tabelle ungeschlagen an.
Ein Grund: die vor Spielfreude sprühende Celia Okoyino da Mbabi. Innenbandriss, Schienbeinbruch, Pfeiffersches Drüsenfieber - es war eine schier unendliche Leidensgeschichte, die die 21-Jährige durchleben musste. Und die auch Auswirkungen auf ihren Verein hatte. In der vergangenen Spielzeit entging Bad Neuenahr nur knapp dem Abstieg. Mit einer gesunden Celia ging es schließlich wieder aufwärts.
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Drei Treffer gegen den FC Bayern: Neuenahrs Okoyino da Mbabi (M.) |
Direktes Duell am letzten Bundesliga-Spieltag
Auch in der Nationalmannschaft stellt die Studentin der Kulturwissenschaften ihre Qualitäten unter Beweis. Bei der EURO 2009 in Finnland sorgte sie mit ihren kraftvollen Auftritten für Furore. Unvergessen ihre Einwechslung im EM-Halbfinale gegen Norwegen, als sie mit dem 2:1 die Wende zum späteren Sieg einleitete.
48 Länderspiele hat die Tochter eines Kameruners und einer Französin schon absolviert, ihr Debüt gab sie in der DFB-Auswahl 2005 mit gerade einmal 16 Jahren. Ein Riesentalent, das sich auch von einer Fülle an Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen ließ. „Zweieinhalb Jahre meiner Karriere habe ich damit verbracht, Verletzungen auszukurieren. Das muss es jetzt auch mal gewesen sein“, bekräftigt sie.
Bleiben Conny Pohlers und Celia Okoyino da Mbabi gesund, können sie für ihre Vereine als Schlüsselspielerinnen den Unterschied ausmachen. Einmal noch treffen beide Torjägerinnen in der laufenden Saison direkt aufeinander. Ein Duell, das finalen Charakter haben könnte. Denn am letzten Spieltag der Frauen-Bundesliga könnte es um die Qualifikation für die Champions League - und wer die entscheidenden Tore dafür erzielt.
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16. Spieltag | |
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