14.12.2009 13:10 Jugendnationalteams DFB.DE SPEZIAL
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Bei der PK: Sportdirektor Sammer und Generalsekretär Niersbach (v.l.) |
U 19-Europameister 2008, U 17-Europameister 2009 und U 21-Europameister 2009 – der Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes ist derzeit so erfolgreich wie nie zuvor. Ein Erfolg, der dem DFB viel wert ist. Rund 16 Millionen Euro investierte der Verband in diesem Jahr in die Spitzenförderung im Nachwuchsbereich.
Das Budget für die Junioren-Nationalmannschaft von der U 15 bis zur U 20 betrug 2009 knapp 4,28 Millionen Euro. Davon wurden etwa 3,78 Millionen Euro für Maßnahmen der Nachwuchsteams – wie Länderspiele, Lehrgänge und Sichtungen – verwendet. Was einer Verdreifachung dieses Postens seit 2005 entspricht, als noch 1.214 Millionen Euro dafür in den Etat eingestellt waren. Ebenso wurden die Aufwendungen für die Personalstäbe der Mannschaften auf rund 500.000 Euro pro Jahr erhöht und damit in den vergangenen vier Jahren verdoppelt.
"Beim DFB wird noch eine Schippe draufgelegt"
„Wir wissen, dass die Talente topvorbereitet aus den Vereinen zu uns kommen. Deswegen wollen wir, dass sie merken, dass beim DFB noch eine Schippe draufgelegt wird. Wir haben aus diesem Grund einige Dinge aus der A-Nationalmannschaft auf den Jugendbereich heruntergebrochen“, sagt Wolfgang Niersbach.
Jedes Team wird von je einem Cheftrainer, Co-Trainer, Fitnesstrainer, Arzt, Zeugwart, Teammanager, Pädagogen, Videoanalysten und zwei Physiotherapeuten permanent begleitet. Bei Bedarf werden ein Psychologe, ein Koch oder ein zweiter Arzt hinzugezogen.
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DFB-Sportdirektor Sammer: "Bloß nicht zurücklehnen" |
Acht Millionen für Talentförderprogramm
Rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr lässt sich der DFB den Betrieb der A- und B-Junioren-Bundesliga sowie die Unterstützung der zweithöchsten Spielklassen in den Landesverbänden kosten. Weitere acht Millionen Euro fließen jedes Jahr in das DFB-Talentförderprogramm. Dort fallen Personalkosten in Höhe von etwa 5,7 Millionen Euro an – für 29 Stützpunktkoordinatoren und die fast 1000 Honorartrainer an den bundesweit 367 Stützpunkten. Die Sachkosten im DFB-Talentförderprogramm betragen etwa 2,3 Millionen Euro.
Weitere rund 1,65 Millionen Euro werden jährlich für die Eliteschulen des Fußballs zur Verfügung gestellt. Zudem fließen 400.000 Euro per annum in das Bonussystem für die Amateurvereine, die einen Junioren-Nationalspieler mitausgebildet haben. Ein wichtiger Posten ist außerdem die Arbeit der Lizenzvereine in den Nachwuchsleistungszentren.
„In der vergangenen Saison wurden hier rund 70 Millionen Euro investiert“, berichtet Holger Hieronymus, Mitglied des Vorstands des Ligaverbands und stellvertretender Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.
"Wir werden uns nicht zurücklehnen"
In der Summe ergeben das Ausgaben, die sich lohnen. „Wir erwähnen alle Posten, weil es Nationalspieler gibt, die alle Stufen durchlaufen haben“, sagt Wolfgang Niersbach. Und er verspricht: „Trotz der jüngsten Erfolge werden wir uns nicht zurücklehnen. Denn hierin sehen wir ein Kerngeschäft, die Nachwuchsarbeit ist unsere Zukunft.“
Eine Entscheidung, die der DFB-Sportdirektor begrüßt. „Wir werden den Weg sowohl inhaltlich als auch finanziell und organisatorisch weiter verfolgen, wir werden ihn mit Konsequenz und Akribie begleiten“, verspricht Sammer. Und DFB-Direktor Helmut Sandrock ergänzt: „Uns stehen mit den genannten Posten Instrumente zur Verfügung, die nicht statisch sind, viel mehr werden wir sie permanent überprüfen und weiterentwickeln.“
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Frank Engel | |
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DFB-Nachwuchsarbeit |